Sommer, Sonne, gute Laune: Jeder Sonnenanbeter kann wohl kaum genug in der Sonne liegen. Das Smartphone hat in der direkten Sonne aber besser nichts zu suchen.

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Wer Smartphones vor Sommerhitze schützt, hat nicht nur mehr vom Akku Manche mögen's heiß, Handys eher nicht!

09.07.2018

Luay Georgis, Handyexperte bei Mobiletheresie, erklärt, worauf Smartphonebesitzer in der warmen Jahreszeit achten sollten. Mit seinen Tipps schützen sie die sensible Elektronik vor Hitzeschäden. Auch Apps können vor einem Hitzekollaps warnen.

Schatten und Schutz: Was im Hochsommer Menschen vor Sonnenstich und Sonnenbrand bewahrt, hilft auch dem geliebten Smartphone. „Ob im Auto oder auf dem Handtuch beim Sonnenbaden: Smartphones und Tablets sind zwar robust konzipiert, extreme Temperaturen können dennoch Schäden verursachen. Besitzer sollten nicht vergessen, dass es sich bei ihren Alltagshelfern um Hochleistungstechnik handelt, die unter extremer Hitze leidet“, erklärt Luay Georgis, Handyexperte bei Mobiletheresie in der Theresie in München. Bei Georgis häufen sich an heißen Tagen Anfragen von Kunden, deren Smartphones nicht mehr funktionieren. Nachfolgend erklärt er, wie Handys heil durch die heiße Jahreszeit kommen.

Tipp 1: Sonne und Hitze sind der Feind

Bei hohen Temperaturen steigt das Risiko, dass sich das Handy überhitzt und funktionsunfähig wird. Auch wenn man es zu lange in der prallen Sonne liegen lässt, stürzt das System irgendwann unter der Hitze ab. Dieses Risiko wird dadurch erhöht, dass der Großteil der Smartphones schwarz ist, was zur schnelleren Erhitzung führt. Wird das Handy zudem noch benutzt, ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich aufgrund von Überhitzung irgendwann selbst abschaltet. „Wenn das Handy heiß wird, kann es vorkommen, dass Bauteile auf der Platine nicht mehr funktionieren“, sagt Georgis. Dies kommt daher, dass die Hitze wie üblich nicht nur aus dem Inneren des Handys kommt, sondern plötzlich auch von außen. Schlussendlich verkürzt sich die Akkulaufzeit, da das Smartphone mehr Energie aufwenden muss, um nicht zu schnell zu überhitzen.

Um dies zu verhindern, sagt Georgis, sollten Besitzer einige Dinge beachten: „Direkte Sonneneinstrahlung ist tabu. Auch hohe Temperaturen, die in einem geparkten Auto schon mal bis zu 70 Grad erreichen können, sind zu vermeiden.“ Einfacher Schatten reicht im Normalfall, um die Standards des Geräts zu gewährleisten. Georgis rät auch zu Apps wie Temp+CPU Pro für Android Geräte, die die Temperatur des Handys beobachten und den Besitzer im Falle einer Überhitzung alarmieren. Bei IOS Geräten ist eine solche Warnung bereits eingebaut. Im Falle einer Überhitzung des Handys sollte man es komplett ausschalten und an einem schattigen Ort abkühlen lassen. Extreme Abkühlung ist jedoch ebenso zu vermeiden, weil sich dadurch Kondenswasser bilden kann und das Handy langfristig durch Oxidation zerstört.

Tipp 2: Die Hülle macht's

Die meisten Menschen schützen ihr Smartphone im Alltag mit den verschiedensten Hüllen. Während einige auf subtile schwarze Versionen setzen, vergnügen sich andere mit kunterbunten, überdimensionalen Arten, die in keine normale Hosentasche passen. Im Sommer sind allerdings nicht so oft gesehene Hüllen aus Stoff oder Neopren im Vorteil gegenüber ihren Kollegen aus Silikon. Auch hellfarbige Hüllen können bereits einen Unterschied machen. Da diese nicht so schnell Hitze aufnehmen, kann die richtige Hülle dazu beitragen, das Handy vor Überhitzung zu bewahren.

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