Die robusten Dehnungssensoren von Kistler können einfach montiert und nachgerüstet werden.

Bild: Kistler

Automatica 2018 Kistler treibt Digitalisierung der Prüf- und Montagetechnik voran

03.05.2018

Auf der Automatica 2018 in München zeigt die Kistler Gruppe vielfältige Möglichkeiten, um mit Sensoren und Prozessüberwachungssystemen die industrielle Fertigung zu unterstützen und Qualitäts- und Effizienzgewinne zu realisieren. Den Schwerpunkt am Messestand bilden Fügesysteme und Dehnungssensoren sowie neue Komponenten für eine verbesserte digitale Systemintegration.

Die intelligente Überwachung und Regelung von Fertigungsprozessen generiert Mehrwert durch Daten und sorgt für hohe Produktqualität. Auf der Automatica 2018 können Besucher die neueste Technologie von Kistler live erleben und erfahren, welche Vorteile sich im Einzelnen daraus ergeben. Mit den Prozessmonitoring-Systemen der Produktgruppe maXYmos lassen sich quasistatische und hochdynamische Kraftvorgänge an Maschinen und Anlagen auch unter schwierigen Umgebungsbedingungen (kleiner Bauraum, geringe Kräfte) präzise überwachen und regeln. maXYmos visualisiert und bewertet zum Beispiel Kraft-Weg-Verläufe und gibt damit dem Anwender die Möglichkeit, seinen Fertigungsprozess zielgenau anhand der grafischen Aufbereitung zu optimieren. Mit dem integrierten Sequenzer Mode besteht zudem die Möglichkeit, Abläufe über mehrere Messprogramme hinweg ohne zusätzliche SPS-Programmierung sicher zu beherrschen.

Mit der neuen, zur Automatica 2018 erstmals präsentierten Version 1.6 haben Anwender die Möglichkeit, das System vollständig offline am PC zu konfigurieren. Die Maschine oder Anlage muss damit bei gewünschten Veränderungen am Fertigungsprozess nur für kurze Zeit angehalten werden, um einen Up- oder Download der Parametrierung durchzuführen. Die neue Funktionalität senkt die Gesamtbetriebskosten (TCO) und ist ab sofort für die Systeme maXYmos TL und NC (Fügesysteme) verfügbar.

Flexibel fügen dank Elektromechanik

Mit elektromechanischen Fügesystemen von Kistler erreichen Kunden Flexibilitäts- und Effizienzgewinne in der Montage: Beim Einpressen aufgewendete Kräfte können präzise überwacht und geregelt werden, der Wirkungsgrad liegt um ein Vielfaches höher als bei Hydraulik oder gar Pneumatik. Die Bandbreite reicht dabei vom besonders wirtschaftlichen NCFE bis zur NCFR für anspruchsvolle Applikationen. Für einfache Fügevorgänge im Kraftbereich von 10 bis 80 kN eignet sich besonders NCFE. NCFR verfügt zudem über Hohlwellenmotoren, um zusätzlich zum Einpressvorgang eine Drehbewegung zu realisieren.

Piezoelektrische (PE) Dehnungssensoren von Kistler stellen ein einfaches, aber effektives Mittel dar, um Maschinen und Werkzeuge vor Überlast und Beschädigung zu schützen. Dank hoher Eigenfrequenz und Empfindlichkeit erfassen sie selbst kleine Veränderungen der Struktur und fungieren somit als Frühwarnsystem bei kritischen Prozessabweichungen in Fertigung und Montage - wie zum Beispiel beim Pressen, Stanzen sowie weiteren Umformverfahren. Oberflächendehnungssensoren werden mit nur einer Schraube direkt an der Maschinenstruktur angebracht, Dehnungsmessdübel können per Sacklochbohrung sogar direkt in Werkzeuge integriert werden. Gegenüber Dehnmessstreifen (DMS) punkten PE-Sensoren insbesondere durch Langzeitstabilität, Temperaturunempfindlichkeit und Überlastsicherheit.

Einfache Automatisierung mit digitalem Ladungsverstärker

Ab sofort können sowohl PE-Dehnungssensoren als auch alle anderen piezoelektrischen Sensoren von Kistler direkt via Ethernet in die Maschinensteuerung eingebunden werden: Der einzige digitale Ladungsverstärker auf dem Markt (Typ 5074A) macht’s möglich. Anlagen- und Maschinenbauer können damit erstmals beliebige piezoelektrische Sensoren direkt in ihr echtzeitfähiges Ethernet-System (Profinet, EtherCAT oder Ethernet/IP) integrieren und Einstellungen am Messverstärker bequem über die Steuerung vornehmen.

Kistler auf der Automatica 2018 vom 18. bis zum 21. Juni in München: Halle A6, Stand 425.

Bildergalerie

  • Durch die intuitive Bedienbarkeit der maXYmos Produktfamilie soll eine einfache und schnelle Inbetriebnahme ermöglicht werden.

    Bild: Kistler

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