Auf dem Campus Sternhöhe in Stuttgart entsteht ein neues Rechenzentrum. Für die Kälteversorgung hat Nexspace Data Centers den Energiedienstleister Engie Deutschland beauftragt. Das Ziel ist eine energieeffiziente Versorgung, mit der ein Beitrag zur Dekarbonisierung des Areals geleistet werden soll.
Kältezentrale und Contracting: 2,8 MW mit Ausbauoption
Engie wird dazu auf der Sternhöhe eine Kältezentrale errichten und Nexspace im Rahmen eines Energieliefer-Contractings mit Kälte für die Wasserkühlung von Servern im Hochleistungsbereich des Rechenzentrums beliefern. Die vorgesehene Kälteleistung beträgt 2,8 MW und kann auf bis zu 3,8 MW erweitert werden. Dadurch ist gewährleistet, dass die Versorgung flexibel mit dem Leistungsbedarf des Rechenzentrums mitwachsen kann. Lieferbeginn ist im Oktober 2026, der Vertrag hat eine Laufzeit von 20 Jahren und enthält eine Option zur Verlängerung um weitere zehn Jahre.
Mit dem Rechenzentrum, das Alstria an Nexspace vermietet hat und derzeit auf der Stuttgarter Sternhöhe baut, wird Nexspace auf einer Fläche von rund 1.800 m2 Colocation-Dienstleistungen erbringen. Dafür wird das Rechenzentrum eine IT-Leistung von 3,4 MW für den Betrieb von Servern, Speichersystemen und Netzwerkgeräten bereitstellen. Die Kälteversorgung durch ENGIE trägt maßgeblich dazu bei, dass das Rechenzentrum eine Leistungsnutzungseffizienz (Power Usage Effectiveness, PUE) von 1,2 oder besser erreicht und somit die Anforderungen des Energieeffizienzgesetzes erfüllt.
Einbindung in zentrale Wärmeversorgung
Perspektivisch ist geplant, die im Kühlprozess des Rechenzentrums entstehende Abwärme in eine zentrale Wärmeversorgung auf dem Campus einzubinden. Die Sternhöhe, die früher als Headquarter genutzt wurde, ist heute ein offener Campus mit zahlreichen Technologie- und Digitalunternehmen. Der Eigentümer Alstria entwickelt den Campus gezielt zu einem Tech-Standort mit modernen Arbeitswelten weiter. Ein zentrales strategisches Ziel ist dabei die Dekarbonisierung bis 2030.
„Der Vertrag mit Engie Deutschland ist nicht nur ein elementarer Baustein für eine energieeffiziente Kühlung unseres Rechenzentrums, sondern auch für die nachhaltige Weiterentwicklung der Stuttgarter Sternhöhe“, erklärt Christian Zipp, CEO von Nexspace.
„Rechenzentren stellen höchste Anforderungen an Versorgungssicherheit und Energieeffizienz“, ergänzt Cathrin Lind, Geschäftsbereichsleiterin Energy Solutions bei Engie Deutschland. Mit diesem Projekt unterstreicht Engie seine Rolle als verlässlicher Partner für Rechenzentrumsbetreiber, der das Kundenversprechen einer dauerhaft hochverfügbaren und nachhaltigen Kälteversorgung einhält.