Auf der 1,2 Kilometer langen Teststrecke erreichte der WARR Hyperloop Pod mit 467 km/h einen neuen Rekord. Mit an Bord: 144 Halbleiter von Infineon.

Bild: TUM

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Infineon-Leistungshalbleiter schießen Vakuum-Kapsel zum Sieg Münchener Hyperloop gewinnt internationalen SpaceX-Wettbewerb

01.08.2018

Es ist die schnellste Zeit, die je auf einer Hyperloop-Teststrecke gemessen wurde: 467 Stundenkilometer erreichte das Team WARR Hyperloop der Technischen Universität München (TUM) mit seinem „Pod“ beim dritten Hyperloop-Wettbewerb von Elon Musk.

Mit 144 Leistungshalbleitern von Infineon war das 70 Kilogramm schwere Gefährt über dreimal schneller als die Entwicklung der Zweitplatzierten (142 km/h). Durchgeführt wurde der Wettbewerb in einer 1,2 Kilometer langen und fast luftleeren Röhre nahe des Firmensitzes von SpaceX in Los Angeles, Kalifornien.

Geschwindigkeitsrekord der TU München

Der Raketenhersteller richtet den Wettbewerb mit dem Unternehmensgründer Elon Musk aus. Insgesamt nahmen 20 internationalen Studententeams und annähernd 600 Teilnehmer aus der ganzen Welt daran teil. Der Wettbewerb soll die technischen Möglichkeiten für den so genannten Hyperloop austesten. Damit will der Tesla-Chef und SpaceX-Gründer Elon Musk künftig Menschen und Güter mit Schallgeschwindigkeit befördern.

Ein Sieg auch für die verbauten Infineon-Halbleiter

„Wir gratulieren dem Team WARR Hyperloop herzlich zu diesem sensationellen Erfolg“, sagte Hans Adlkofer, Vice President Automotive Systems bei Infineon. „Die Ingenieure von der TUM haben den Wettbewerb erneut für sich entschieden. Das beweist die hervorragende Ausbildung. Mit unseren Chips ist die Grundlage für einen Sieg gelegt.“ Infineon unterstützt das Münchner Team als Sponsor und als Lieferant von Bauteilen. Mit 144 Leistungshalbleitern regelten die Studenten die Antriebssteuerung der acht Elektromotoren, die den Geschwindigkeitsrekord ermöglichten. Zusätzlich liefern Sensoren von Infineon Daten für die präzise Erkennung der Rotorstellung – unabdingbar für die Ansteuerung der Motoren.

Neben dem Wettbewerb um die höchste Geschwindigkeit konkurrierten auch Lösungen zur kontaktlosen Fortbewegung durch Magneten; nur damit lässt sich Schallgeschwindigkeit erreichen. Das Team WARR Hyperloop hat sich auch dieser Herausforderung gestellt: Ihre Kapsel schwebte über die geforderte Strecke von 25 Metern. Für ihren Magnet-Levitations-Pod erhielten die Münchner Studenten deshalb auch einen von drei Innovationspreisen. Mit dabei: ein Leistungsmodul von Infineon, das den Antrieb regelt.

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