Die Fermapor-CC-Dichtung aus Polyurethan ist robust und eiswasserfest.

Bild: Sonderhoff

Closed-Cell-Schaumdichtung Hohe Dichtigkeit wegen geringer Wasseraufnahme

04.09.2018

Ein Maschinen- und Dichtungshersteller stellt auf der Fakuma 2018 die im letzten Jahr in den Markt eingeführte FIP-CC-Technologie in den Fokus. Neu ist, dass der CC-Schaum durch das physikalische Schäumen bereits mit der Dosierung in seiner fast vollständigen Dichtungsdimension auf das Bauteil kommt. Deswegen eignet er sich insbesondere für 3D-Anwendungen und eine prozessnahe Qualitätskontrolle.

Der Kunststoffbranche geht es gut und die Investitionsbereitschaft der Branche in neue Maschinen bleibt hoch – so berichteten die Medien. Davon will auch Sonderhoff profitieren und zeigt die Vorteile der FIP-CC-Technologie (Formed-in-Place-Closed-Cell) auf der Fakuma vom 16. bis 20 Oktober 2018. FIP CC kombiniert die hohe Wasserdichtigkeit der Silikon-Welt und die geringen Materialkosten der Polyurethan-Welt.

Wasserdichtigkeit im Dauertest

Die überwiegend geschlossenzellige Schaumdichtung Fermapor CC auf PU-Basis ist von Sonderhoff besonders für Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Wasserdichtigkeit entwickelt worden. Die Dichtung härtet ohne Ofen oder Feuchte aus und schließt die Lücke zwischen den eher hochpreisigen Silikonschäumen und den günstigeren gemischtzelligen PU-Schaumdichtungen.

Sonderhoff wird die für das neue FIP-CC-Aufschäumverfahren entwickelte Dosieranlage DM 402 CC live vorführen. Dosiert werden damit die sehr fein- und überwiegend geschlossenzelligen PU-Weichschaumdichtungen Fermapor CC. Des Weiteren wird das Unternehmen auf dem Messestand einen Dauertest für die geringe Wasseraufnahme der CC-Schaumdichtung durchführen.

Witterungs- und eiswasserbeständig

Die Fermapor-CC-Schaumdichtungen sind bei Raumtemperatur vernetzende 2-K-Systeme auf PU-Basis, die ohne Ofen oder Feuchte aushärten. Sie stellen eine deutlich kostengünstigere Alternative gegenüber 1K- und Silikon-Anwendungen dar. Anders als vergleichbare gemischtzellige Dichtungen soll die CC-Schaumdichtung allerdings eine geringere Verpressung bei gleicher Dichtleistung benötigen.

Eine robuste, montagefeste Oberfläche der CC-Schaumdichtung hält möglichen mechanischen Belastungen im Teilehandling stand. Selbst nach Beschädigung der Oberfläche, etwa durch Einrisse, verändert sich die Wasseraufnahme nur geringfügig. Die Polyurethan-basierten Fermapor-CC-Schaumdichtungen sind witterungsfest und bei Wassertemperaturen bis zu einem Grad Celsius auch eiswasserfest. Sonderhoffs Schaum erfüllt die REACH/EG-Verordnung 1907/2006 und RoHS und wird für das Abdichten von Bauteilen in der Regel bei Temperaturen von -40 bis 80 °C, kurzfristig auch bis 160 °C eingesetzt.

Richtig dimensioniert dosiert

Der FIP-CC-Applikationsprozess mit der Dosieranlage DM 402 CC folgt dem bekannten FIPFG-Verfahren (Formed-In-Place Foam Gasket), das in vielen Industriebranchen der Produktionsstandard für das Abdichten von Bauteilen ist. Neu ist, dass durch physikalisches Schäumen der CC-Schaum bereits mit der Dosierung in seiner fast vollständigen Dichtungsdimension auf das Bauteil aufgetragen wird. Dadurch kann der Anwender unmittelbar nach dem Dichtungsauftrag prüfen, ob die Dichtung in gleichbleibender Höhe über die ganze Bauteilkontur appliziert wurde. Fermapor CC ist deswegen besonders für 3D-Anwendungen und eine prozessnahe Qualitätskontrolle geeignet.

Zudem lassen sich Schaumdichte und Härte im laufenden Prozess über die Maschinenparameter einstellen. Die DM 402 CC hat eine kürzere Einrichtzeit, weil die Luftbeladung über die Vorratsbehälter entfällt. Zudem ist der Materialwechsel laut Hersteller einfacher, weil für den CC-Schäumprozess keine Material-Zirkulation notwendig ist. Das beschleunigt mögliche Prozessanpassungen.

Sonderhoff auf der Fakuma: Halle A5, Stand 5109

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