Im Kurz-Interview sprach Dr. Ralf Sauter über das Geschäftsmodell „Made in Europe“ und welche strategischen Prioritäten Unternehmen aktuell setzen. Insgesamt spricht er von fünf Kernfeldern: Kosten- und Ergebnisoptimierung, KI und Digitalisierung, Cyberscurity, Innovation und R&D und schließlich der Umbau der Supply Chain. Dies bedeutet: Unternehmen erkennen, dass sie sich nicht gesund sparen können, sondern entsprechend investiert werden muss. Strukturen werden umgebaut, der Wandel geht weg von einem exportorientierten Geschäftsmodell hin zu einer wirklich globalen Struktur mit Organisationseinheiten beispiesweise in iIndien und China.
Die größte Herausforderung sieht Sauter darin, wettbewerbsfähig zu bleiben. Lernen könnten Unternehmen dabei von China: schnelle Entscheidungen treffen, sehr fokussiert mit fokussierten Teams unterwegs zu sein und nicht nur die Produktion zu verlagern, sondern wirklich Einheiten aufzubauen, die schnell und flexibel agieren können.
Und wo kommt Wachstum her? Eine Chance sieht Sauter in Schnelligkeit und Investition in neue Märkte. Ein zweiter Punk ist Innovation und R&D: neue Produkte, neue Lösungen und neue Technologien. Chancen liegen auch bei KI, die nicht nur intern Prozesse verbessert, sondern auch – beispielsweise durch Physical AI – neue Lösungen für Kunden anbieten und Mehrwert stiften kann. Zuletzt bietet auch der Einstieg in neue Branchen Möglichkeiten zum Wachstum. Data Center ist ein Beispiel, aber auch Biotech, Biomedizin und weitere Zukunftsbranchen.