Autonome Gaserkennung unterscheidet Emissionen

Gas sichtbar machen, wo andere blind sind

Das Gasemissionsüberwachungssystem ADGiLE von Teledyne FLIR verbindet optische Gasbildgebung, Analytik und eine verbesserte Benutzeroberfläche.

Bild: Teledyne FLIR,
06.11.2026

Die kontinuierliche Gasdetektion kommt heute nicht mehr nur in der Öl- und Gasindustrie zum Einsatz. Mit der ADGiLE-Lösung erweitert FLIR die Möglichkeiten zur autonomen Überwachung von Gasemissionen. Die fest installierte optische Gasdetektionslösung kombiniert kontinuierliche Überwachung mit verbesserter Detektion, Analytik und flexiblen Kameraoptionen.

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Mit dem automatisierten Gasemissionsüberwachungssystem ADGiLE von Teledyne FLIR wird die kontinuierliche, autonome Gasdetektion über die traditionellen Anwendungen in der Öl- und Gasindustrie hinaus auf weitere Märkte, darunter die Erkennung von Ammoniak und Ethylen, ausgeweitet. ADGiLE (Autonomous Detection of Gas Leaks and Emissions – autonome Erkennung von Gaslecks und Emissionen) kombiniert optische Gasbildgebung (OGI), fortschrittliche Analytik zur Gasdetektion und eine verbesserte Benutzeroberfläche. So können Betreiber Emissionen schnell identifizieren und fundierte Entscheidungen über geeignete Maßnahmen treffen.

Eine Kamera für jedes Gas, ein System für jeden Standort

Im Vergleich zur ursprünglichen, auf Methan ausgerichteten Lösung bietet das neue ADGiLE-System eine größere Auswahl an Kameras, um unterschiedliche Gase, Anwendungen und standortspezifische Anforderungen abzudecken. Je nach Einsatzgebiet lässt sich die Plattform mit ungekühlten Kameras zur Methandetektion oder mit gekühlten Kameras zur Detektion eines breiten Spektrums von Kohlenwasserstoffen und flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) konfigurieren. Darüber hinaus können visuelle und thermische Bildgebung kombiniert werden, um eine Überwachung des Standorts zu ermöglichen. Eine Schwenk-Neige-Funktion erweitert den Überwachungsbereich zusätzlich: Ein einziges System kann damit mehrere Bereiche und Anlagenkomponenten auf weitläufigen Betriebsgeländen erfassen. Für Schwenk-Neige-Konfigurationen in explosionsgefährdeten Bereichen ist außerdem ein ATEX-zertifiziertes Gehäuse erhältlich.

Fehlalarm oder echte Emission?

Das Kernstück des Systems ist ein Detektions- und Vorfallmanagementprozess, der tatsächliche Emissionsereignisse von möglichen Fehlalarmen unterscheidet. ADGiLE analysiert die Gasdetektion anhand aufeinanderfolgender Bildsequenzen und bezieht dabei Umgebungsbedingungen wie Windgeschwindigkeit, Temperaturdifferenzen, Regen und weitere Einflussfaktoren mit ein. Dadurch werden aussagekräftigere Warnmeldungen ermöglicht und der Aufwand für die Betreiber reduziert, jede potenzielle Auffälligkeit manuell überprüfen zu müssen.

Emissionen im Blick: Vom Leitstand bis zum Smartphone

Die Benutzeroberfläche bietet zudem einen umfassenden Überblick über Emissionsereignisse. Dazu gehören Live-Systemansichten, die Wiedergabe aufgezeichneter Vorfälle, historische Informationen, grafisch aufbereitete Ereignisdaten sowie der Zugriff über Web- und Mobilgeräte. Textbenachrichtigungen können direkt mit den jeweiligen Vorfällen verknüpft werden. So können Anwender Ereignisse aus der Ferne beurteilen, geeignete Maßnahmen einleiten und zwischen betrieblich bedingten Emissionen und diffusen Leckagen unterscheiden.

„ADGiLE ist ein wichtiger Entwicklungsschritt für unsere Technologie zur automatisierten Überwachung von Gasemissionen”, erklärt Craig O’Neill, Global Director of Product and Market Strategy, Optical Gas Imaging, bei Teledyne FLIR. „Durch die Kombination der bewährten OGI-Technologie von FLIR mit intelligenter Analytik und flexibleren Kamerakonfigurationen ermöglichen wir Betreibern eine kontinuierliche Überwachung der Emissionen auf ihren Betriebsgeländen. Gleichzeitig unterstützen wir sie dabei, tatsächliche Probleme von Bedingungen zu unterscheiden, die andernfalls unnötige Alarme auslösen könnten. Das Ergebnis ist ein systematischerer und skalierbarer Ansatz, um Emissionen frühzeitig zu erkennen und zu beheben, bevor daraus größere betriebliche oder ökologische Probleme entstehen.“

Wo ADGiLE hinschaut

Zu den praktischen Einsatzmöglichkeiten von ADGiLE gehört die Überwachung und Identifizierung von Emissionen an Tanks, Entlüftungsleitungen, Ventilen, Rohrleitungen, Separatoren sowie weiteren Anlagenkomponenten. Das System eignet sich für ein breites Spektrum von Anwendungen in der Öl- und Gasindustrie, darunter Verarbeitungsanlagen, Großtanklager für Gase und Bohrplatzumgebungen.

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