REMBE® GmbH Safety + Control

Mit vereinten Kräften gegen unsichere Anlagen: Zwei Hersteller kooperieren, um für vollumfänglichen Schutz in der Prozessindustrie zu sorgen.

Bild: Pixabay, geralt

Sicherheitstechnik Ex-Schutzwissen gebündelt

01.09.2020

Neue Verfahren in industriellen Produktionsprozessen werfen auch immer neue Anforderungen an die Anlagensicherheit auf. Zwei Unternehmen bündeln hier ihre Kompetenzen, um keine blinden Flecken in der Sicherheitstechnik übrig zu lassen.

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In industriellen Produktionsprozessen werden stetig innovative Verfahren entwickelt, welche auch die Anlagensicherheit vor neue Herausforderungen stellen. Die im Jahr 1973 in Brilon gegründete Firma Rembe widmet sich den immer neuen Fragestellungen und bietet ihren Kunden branchenübergreifend Sicherheitskonzepte für Anlagen jeder Art.

Dabei setzt das insgesamt 300 Mitarbeiter starke Team auf den Einsatz hochwertiger Einzelkomponenten. Auf diese Weise wird im Sinne des Kunden stets das optimale Schutzsystem implementiert.

Explosionsschutz hat viele Facetten

Für den Bereich Explosionsschutz zeichnet sich im Unternehmen Dr. Johannes Lottermann verantwortlich. Der Chief Business Development Officer Explosion Safety weiß um die Bedeutung ganzheitlicher Sicherheitskonzepte, die gekonnt kombiniert werden sollten: „Rembe ist spezialisiert auf die sichere Entlastung industrieller Überdrücke. Wir sind seit jeher absolute Experten auf diesem Gebiet und investieren viel Energie in die Forschung und Optimierung.“

Trotz des umfangreichen Know-hows im Bereich des Explosionsschutzes ist sich Lottermann jedoch sicher, dass die Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten unabdingbar ist, um im Sinne des Kunden die bestmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Daher arbeitet Rembe bereits seit vielen Jahren mit Rico Sicherheitstechnik aus dem schweizerischen Herisau zusammen, die mit ihren Lösungen zur explosionstechnischen Entkopplung ebenfalls einen entscheidenden Beitrag zur Anlagensicherheit der Kunden leistet.

Produktionsprozesse, in denen brennbare Stäube, Gase oder hybride Gemische auftreten, bergen immer Risiken. Denn hier können Atmosphären auftreten, innerhalb derer sich Explosionen binnen Sekundenbruchteilen verbreiten. Um einen hohen Schutzlevel zu gewährleisten, sind über vorbeugende Schutzmaßnahmen hinaus konstruktive Explosionsschutzkonzepte im Prozess unabdingbar.

„Dabei spielen zusätzlich zur Druckentlastung auch geeignete Entkopplungslösungen eine unverzichtbare Rolle“, erklärt Lottermann. Insbesondere bei der Produktion hochwertiger Lebensmittel oder Pharmazeutika haben die Rohrleitungen der jeweiligen Anlagen tendenziell geringe Nennweiten. Nicht zuletzt aufgrund seiner vorteilhaften Eigenschaften stellt der Explosionsschutzschieber Redex Slide aus dem Hause Rico hierfür zumeist die richtige Wahl dar.

Marktanforderungen begegnen

Die Entkopplungslösung Redex Slide ist mit Druck- beziehungsweise Flammensensoren gekoppelt, welche den unmittelbaren Verschluss der betreffenden Rohrleitung veranlassen und so die Ausbreitung von Explosionen in angrenzende Anlagenteile verhindern. Das aktive Schutzsystem ist prädestiniert für intensive Staubanwendungen, garantiert im Normalbetrieb einen freien Durchgang und vermeidet Druckabfälle. Besonders im Bereich der pneumatischen Förderung abrasiver Produkte hat sich die Lösung somit immer wieder bewährt.

Neben ihrer handlichen Größe und der variablen Einbaulage ist sie sowohl für Innen- als auch Außeninstallationen geeignet. Lottermann weiß: „Mit der Entwicklung dieses Schiebers hat Rico auf die Ansprüche des Marktes reagiert und ein Produkt entwickelt, das für geringe Druckstoßfestigkeiten optimiert wurde. Somit wird den Kunden eine wirtschaftliche Alternative geboten, die exakt zu unseren druckentlastenden Schutzsystemen passt – für uns die ideale Kombinationsmöglichkeit.“

Der Explosionsschutzschieber überzeugt durch einen einfachen, aber dennoch technischen ausgeklügelten Aufbau und seine Effizienz. Die besondere Anwenderfreundlichkeit zeigt sich nicht zuletzt in der schnellen Schließzeit des Systems und den daraus resultierenden kurzen Einbaudistanzen.

Die sehr leichte Bauweise birgt zudem im Zuge der Installation und Instandhaltung deutliche Vorteile. Ein weiterer Pluspunkt: Mit nur wenigen Handgriffen ist er nach einer Auslösung wieder in Betrieb. Alles in allem gewährleistet die Lösung einen minimalen Wartungsaufwand. Hinzu kommt, dass der Explosionsschutzschieber den FDA-Anforderungen sowie der Verordnung EG 1935/2004 gerecht wird und somit aufgrund seiner Beschaffenheit überall dort eingesetzt werden kann, wo Lebensmittel oder Pharmazeutika verarbeitet werden.

„Explosionsschutzschieber bieten den Vorteil, dass sie die Rohrleitung sauber und vollständig verschließen. Im Bereich der Verarbeitung hochwertiger Medien ist somit eine schnelle Wiederinbetriebnahme möglich. Werden andere Entkoppelungssysteme eingesetzt, können Mehraufwände entstehen, bis die betroffene Anlage wieder eingesetzt werden kann“, erklärt Lottermann und ergänzt: „Letzteres ist im Falle einer Explosion selbstverständlich ein Faktor, der in Kauf genommen wird. Kommt es jedoch wider Erwarten einmal zu einer unerwünschten Auslösung, gehen damit wirtschaftliche Einbußen einher.“

Partner auf Augenhöhe

Dass die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Rembe und Rico hervorragend funktioniert, zeigt sich nicht zuletzt an der hohen Anzahl gemeinsam realisierter Projekte: Mehrere hundert Rico-Produkte hat Rembe im Laufe der Jahre eingesetzt. Dabei legt das Unternehmen laut Aussage von Lottermann besonders hohen Wert auf Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit.

„Bei uns kaufen Menschen von Menschen“, sagt er. „Es ist wichtig, auch über Anforderungen und Visionen zu sprechen. In Rico haben wir einen technologisch anspruchsvollen Partner auf Augenhöhe gefunden, was die Zusammenarbeit so produktiv macht.“

Seit 2019 werden die Experten für Druckentlastung von der Rembe Advanced Services + Solutions unter der Leitung von Nikolaus Dückmann unterstützt, die die Wartungsarbeiten bei Kunden übernimmt. „Wir verstehen unsere Leistung als Gesamtpaket: Somit sind unsere Servicetechniker nicht nur auf unsere eigenen Produkte, sondern auch auf die Rico-Produkte geschult. Diese Koordination aus einer Hand empfinden wir ebenfalls als nachhaltiger und einfacher, da die zusammenhängenden Gewerke als System gewartet werden. Für unsere Kunden gestaltet sich diese Vorgehensweise ebenfalls als übersichtlicher.“

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