Strommix verschiebt sich zugunsten erneuerbarer Energien

Energieerzeugung im Wandel: Reduzierte Kohleleistung, steigender EE‑Anteil

EnBW wird „braunkohlefrei“: Das Unternehmen hat seine Anteile am Kraftwerk Lippendorf an EP Energy Transition veräußert.

Bild: EP Energy Transition
04.01.2026

Die EnBW hat ihre Anteile am Kraftwerk Lippendorf an EP Energy Transition verkauft. Durch den Ausstieg aus dem Braunkohleblock sinken die CO2-Emissionen um bis zu 2,5 Millionen t pro Jahr. Gleichzeitig steigt der Anteil erneuerbarer Energien im Portfolio der EnBW auf rund 64 Prozent.

Die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) hat ihre Geschäftsanteile am Gemeinschaftskraftwerk Lippendorf (GKW) mit Ablauf des 31. Dezember 2025 an die EP Energy Transition GmbH, ein Tochterunternehmen der EP Group, verkauft. Die Transaktion war im Mai 2025 von beiden Unternehmen angekündigt worden. EP Energy Transition war zuvor bereits über Lausitz Energie Kraftwerke zu 50 Prozent am Kraftwerk Lippendorf beteiligt und hat nun die übrigen 50 Prozent von der EnBW erworben.

Peter Heydecker, EnBW-Vorstand für Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur, sagt: „Durch den Verkauf unseres Braunkohleblocks in Lippendorf machen wir einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung unseres Erzeugungsportfolios. Wir senken damit unsere CO2-Emissionen um bis zu zweieinhalb Millionen Tonnen jährlich. Damit wird sich die CO2-Intensität bei der Stromerzeugung bei EnBW um voraussichtlich circa 50 g/kWh verringern. Der Anteil erneuerbarer Energien an unserer Erzeugungskapazität erhöht sich im Gegenzug auf rund 64 Prozent. Wir danken unseren Partnern, dem gesamten Betriebsteam am Standort und den kommunalen Vertreterinnen und Vertretern für die erfolgreiche Zusammenarbeit in den letzten Jahren.“

Beitrag zur Dekarbonisierung der Stromerzeugung

Das 1999 in Betrieb genommene Gemeinschaftskraftwerk Lippendorf verfügt über zwei Kraftwerksblöcke (R und S) mit einer elektrischen Nettoleistung von jeweils 875 MW. Die Anlage erreicht einen Nutzungsgrad von rund 46 Prozent und zählt damit zu den effizientesten Braunkohleanlagen in Europa. Block R gehört den Lausitz Energie Kraftwerke, einem Tochterunternehmen der EP Energy Transition. Das Unternehmen betreibt beide Kraftwerksblöcke mit eigenem Personal vor Ort. Block S befand sich bislang im Besitz der EnBW. An den Betriebsanlagen hielten beide Unternehmen je 50 Prozent.

Durch den Verkauf verringert sich die kohlebasierte Stromerzeugungskapazität der EnBW auf 2,2 GW. Damit hat die EnBW ihre Erzeugungskapazität im Bereich Kohle innerhalb von zwei Jahren um rund 40 Prozent reduziert. Die EnBW hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2028 aus der Kohle auszusteigen, sofern es der Fortschritt der Energiewende erlaubt und die Versorgungssicherheit nicht gefährdet wird.

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