Der deutsche Hard- und Softwarespezialist Fenecon für Stromspeicherlösungen in den Segmenten Privathaushalt, Gewerbe und Industrie präsentiert seine Industrial-Speichermodelle für Elektromobilität und E-Ladeparks auf der IAA Transportation in Halle 13, Stand C16. Zudem präsentiert der bayerische Hersteller sein intelligentes, selbstentwickeltes Energiemanagementsystem FEMS.
Vom einzelnen Lader bis zum Ladepark
Die Fenecon Industrial-Serien werden in Deutschland hergestellt und eignen sich für verschiedenste Anwendungsszenarien. Der kleinste Speicher, der Industrial S, bietet mit 184 kW Leistung und 164 kWh Kapazität eine kompakte und günstige Lösung für die Unterstützung oder den Ausbau einzelner CCS-Lader. Der größer ausgelegte Industrial M wird häufig sowohl in Flottenlösungen als auch im öffentlichen Bereich als Ladepark-Speicher eingesetzt. Der XL-Speicher mit 1,5 MW Leistung und über 4 MWh Kapazität eignet sich insbesondere für die Ladeinfrastruktur von Nutzfahrzeugen. Fenecon-Speicher sind auf maximale Flexibilität ausgerichtet und „Energy Journey“-fähig. Das bedeutet, dass sich der Speicher einfach erweitern lässt, wenn beispielsweise ein E-Ladepark in Auslastung und Leistung wächst, oder dass man auf das nächstgrößere Modell wechselt.
Die Industrial-Speicher nutzen das zu 100 Prozent in Deutschland entwickelte und vielfach ausgezeichnete Fenecon-Energiemanagement (FEMS). Damit können sie abgerufene Ladeleistungen ganzjährig und zuverlässig bereitstellen. Das KI-basierte System mit aktivem Forecasting ist auch in der Lage, die Strombezugskosten zu minimieren, indem es dynamische Stromtarife und variable Netzentgelte nutzt. Auch die Hardware-Komponenten der Fenecon-Speicher werden in Deutschland entwickelt und produziert. Mit konsequenter „Cybersicherheit by Design“ schafft der Hersteller angesichts der sich abzeichnenden weiteren EU-Restriktionen für Produkte aus „Hochrisiko-Ländern“ sichere, bezahlbare und zukunftsfähige Energiesysteme, die auch lokal funktionsfähig und offline betreibbar sind. Fenecon-Industrial-Speicher kommen nicht nur in E-Ladeparks, sondern auch in energieintensiven Industrie- und Gewerbebetrieben, Solarparks oder bei Windkraftanlagen zum Einsatz.
Großspeicher rechnen sich
Ein Vorteil von Großspeichern ist ihre Wirtschaftlichkeit. Normalerweise amortisiert sich ein Stromspeicher je nach Nutzung und Anwendung bereits nach etwa vier bis acht Jahren über die Einsparungen bei den Energiekosten und den Lastspitzen. Wenn damit zudem ein Netzausbau verhindert werden kann, ist die Amortisation sogar oft schon am ersten Tag erreicht.
Ladeinfrastruktur für die nächste Fahrzeuggeneration
Allein in Deutschland werden laut Verband der Automobilindustrie (VDA) bis 2030 4.000 öffentlich zugängliche MCS-Schnellladepunkte für schwere Nutzfahrzeuge benötigt, EU-weit sogar fast das Zehnfache. Doch nur ein Bruchteil davon ist heute schon vorhanden. Ein Beispiel ist der öffentliche HPC-Schnellladepark von AVIA Volt im niedersächsischen Oldenburg. Dort ergeben DC-Hochleistungsladen, Stromspeicher, Photovoltaik-Dach und Energiemanagement ein skalierbares Gesamtkonzept.
Im Einsatz ist ein Fenecon Industrial S-Speichersystem mit 184 kW Leistung und 164 kWh Kapazität. Dieses deckt die Anforderungen von AVIA Volt ab: Es gewährleistet eine hohe Ladeverfügbarkeit und Leistung, eine effiziente Nutzung des Netzanschlusses und eine energiewirtschaftlich verbesserte Betriebsführung. Der Fenecon-Speicher mit integriertem FEMS unterstützt das Lademanagement, reduziert Lastspitzen und ermöglicht durch dynamischen Stromeinkauf die gezielte Nutzung günstiger Strompreisfenster. Zur lokalen Stromerzeugung wird das Photovoltaik-Dach eingebunden.
Ein Ladepark, der mitwächst
In den ersten Betriebsmonaten konnte die Lastspitze um rund 180 kW reduziert und der PV-Eigenverbrauchsanteil auf etwa 96 Prozent erhöht werden. Der Ladepark ist modular und zukunftsfähig aufgebaut. Mit Blick auf die wachsende Zahl an Elektrofahrzeugen kann der Standort bei steigender Nachfrage um sechs weitere 400-kW-Ladepunkte erweitert werden – der Speicher würde dabei einfach mitwachsen. Zusätzlich lassen sich perspektivisch Messpunkte, Abrechnungsdaten, THG-Quoten-relevante Zähler und weitere Energiemanagementfunktionen integrieren.
Großspeicher statt teurer Netzausbau
„Wir freuen uns darauf, erstmals auf der IAA Transportation präsent zu sein und dort unsere Stromspeicherlösungen für E-Ladeparks vorzustellen“, sagt Franz-Josef Feilmeier, Geschäftsführer von Fenecon, und fügt hinzu: „Die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen wird nun in schnellen Schritten voranschreiten. So schnell kann das Stromnetz gar nicht ausgebaut werden, das wäre auch viel zu teuer. Großspeicher sind stattdessen die passende Lösung. Und wenn daraus die Batterie eines Elektrofahrzeuges schnell geladen werden soll, ist die perfekte Batterie im Großspeicher ebenfalls eine Elektrofahrzeugbatterie, um die hohe Ladeleistung zuverlässig in jeder Jahreszeit und bei jeder Temperatur sicherzustellen. Daher bauen wir unsere Industrial-Serien aus Überschussmengen der Premium-Fahrzeughersteller. Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch in Hannover in Halle 13 / C16.“