Funkwellen gehen grundsätzlich durch Objekte hindurch, sogar durch Betonwände und -böden. So auch das Bluetooth-Signal.

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Was sie jetzt wissen möchten Drei Bluetooth-Mythen

08.11.2019

Rund um die Bluetooth-Technologie sind einige Mythen im Umlauf. Auch über die tatsächliche Reichweite, die mehr als überrascht.

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Mythos #1: Bluetooth schafft nur 30 Meter

Da die bekanntesten Bluetooth-Anwendungsfälle wie Audio und Wearables nur eine kurze Reichweite erfordern, hält sich der Mythos hartnäckig, dass der Standard nur für Kurzstrecken von 10 bis 30 Metern geeignet ist. Tatsächlich kann der effektive Abstand zwischen Bluetooth-Geräten bei mehr als einem Kilometer liegen. Eine zuverlässige Fernsteuerung von Drohnen ist sogar über den visuellen Bereich (Beyond-Visual-Range, BVR) hinaus möglich. Der Hersteller von Funkmodulen und -antennen Laird hat in einem Feldtest selbst eine Reichweite von fast 1,9 Kilometern erreicht.

Mythos #2: Bluetooth kann nicht durch Wände funken

Die Signalstärke reduziert sich auf dem Weg durch die Luft. Der Verlust tritt auf natürliche Weise auf und wird durch Umgebungsfaktoren wie Wände, Fenster und andere Hindernisse beeinflusst. Auch Feuchtigkeit und Niederschlag können Funkwellen reflektieren oder streuen. Das Ausmaß der Dämpfung und des effektiven Wegverlustes hängt von der Art und Dichte der Hindernisse ab. Aber: Funkwellen gehen grundsätzlich durch Objekte durch, sogar durch Betonwände und -böden. Deshalb ist ein Bluetooth-Signal nicht auf einen einzigen Raum beschränkt. Zum Beweis hat UnSeen Technologies die Reichweite von Bluetooth im Beton-Treppenhaus eines Industriegebäudes getestet.

Mythos #3: Bluetooth ist eine Verbrauchertechnologie

In den letzten 20 Jahren hat Bluetooth Hunderte von globalen Märkten wie Audio-Streaming und Kurzstrecken-Datenübertragung erobert. Aber Headsets, Fitness-Tracker und Smartphones sind dabei nur ein kleiner Bereich. Im Gegensatz zu anderen drahtlosen Technologien wurde Bluetooth so konzipiert, dass es eine große Bandbreite an zuverlässigen Reichweiten zwischen zwei Geräten unterstützt. Dies bietet Entwicklern eine große Flexibilität, um drahtlose Lösungen für unterschiedliche Anwendungsfelder zu erstellen. Sie nutzen Bluetooth beispielsweise, um industrielle Sensornetzwerke oder kommerzielles Asset-Tracking auf Bluetooth-Basis zu ermöglichen. Dies zeigen Anwendungsfälle aus dem Bereich der Lichtsteuerung oder der Verfolgung von Warenbewegungen in der Produktion.

„Weltweit nutzen Entwickler Bluetooth, um drahtlose Verbindungen über Distanzen von mehr als einem Kilometer zu erreichen. Diese Verbindungen sind die Grundlage für Anwendungsfälle der neuen Generation wie dem Tracking industrieller Güter und großflächige Sensornetzwerke“, kommentiert Martin Woolley, Senior Developer Relations Manager, EMEA, Bluetooth SIG. „Bluetooth kann viel mehr leisten als es der Technologie zugetraut wird. Der Erfolg bei Verbraucheranwendungen hat die Vorstellungen der Potentiale von Bluetooth verengt. Tatsächlich wird Bluetooth in vielen Szenarien eingesetzt, um weniger bekannte kommerzielle und industrielle Herausforderungen zu lösen“, fügte Woolley hinzu.

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  • Wer hat es gewusst? Der effektive Abstand zwischen Bluetooth-Geräten kann bei mehr als einem Kilometer liegen.

    Bild: Bluetooth SIG

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