J. Engelsmann AG

Das Anschlusssystem stellt ein durchgängiges Containment beim Entleeren von Big Bags sicher.

Bild: J. Engelsmann

Neues Anschlusssystem Big Bags unter Containment-Bedingungen entleeren

15.06.2020

Mit einem neuen System zur automatisierten Big-Bag-Entleerung können kaum noch Produktpartikel in die Umgebung entweichen. Zudem braucht es nur noch wenige Handgriffe im Prozess.

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J. Engelsmann hat ein Anschlusssystem entwickelt, das Big Bags mit Folieninliner unter Containment-Bedingungen entleert. Der Prozess läuft weitestgehend automatisiert ab, und es entweichen nur kaum messbare Mengen an Produktpartikeln in die Anlagenumgebung. Das schützt Mitarbeiter vor gesundheitsschädlichen Stoffen und verhindert die Verunreinigung von Produkten durch Kreuzkontamination.

„Die Entwicklung des neuen Containment-Systems war für Engelsmann eine logische Reaktion auf den gestiegenen Marktbedarf nach Produktionsequipment, mit dem Anlagenbetreiber den hohen Anforderungen an Bediener- und Produktschutz gerecht werden“, sagt Christian Kretzu, technischer Vorstand von J. Engelsmann. Das Anschlusssystem kann bis zu einem Containment-Level von OEB 4 eingesetzt werden, was einer Partikelkonzentration in der Anlagenumgebung von weniger als 10 µg/m3 entspricht.

Funktionsweise des Entleersystems

Bei der Entwicklung des Anschlusssystems standen drei Aspekte im Vordergrund: die Aufrechterhaltung des Containments, die einfache und sichere Bedienbarkeit sowie ein möglichst schneller Gebindewechsel. Um einen neuen Big Bag anzuschließen, muss der Bediener lediglich den Big-Bag-Auslauf über die Entleerheit stülpen. Auf Knopfdruck senkt sich der Anpressteller und fixiert den Auslauf mithilfe pneumatischer Dichtungen fest am Andockungssystem.

Eine Besonderheit des neuen Systems ist die optional erhältliche Dichtigkeitsprüfung, mit der Bediener den neu eingespannten Big-Bag-Auslauf auf Dichtigkeit beziehungsweise Schäden prüfen können. Erst wenn der Drucktest bestanden ist, kann der Produktfluss initiiert werden.

Nach der Entleerung wird der Auslauf mit speziellem Verschlusswerkzeug abgebunden und getrennt, bevor er über den Eingreifstutzen mit Endlosfoliensystem sicher ausgeschleust werden kann. Eine intuitive Steuerung unterstützt den Bediener während des gesamten Entleerprozesses: Sie gibt die nächsten Arbeitsschritte vor und lässt diese auch nur in der richtigen Reihenfolge zu. Ein Bruch des Containments durch Bedienfehler lässt sich somit nahezu ausschließen.

Bildergalerie

  • Da das System nahezu automatisiert arbeitet, lässt es sich mit nur wenigen Handgriffen bedienen.

    Bild: J. Engelsmann

  • Das Containment-System JEL SmartCon ES ist bereits zum Patent angemeldet.

    Bild: J. Engelsmann

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