Analyseplattform skaliert auf Flottenbetrieb

BESS‑Analysen statt Black Box: Früherkennung im Betrieb

Tauber-Solar nutzt Twaice-BESS-Analytik für ein 310-MWh-Portfolio und O&M-Anlagen, um Inbetriebnahmen zu beschleunigen und Probleme im Betrieb früher zu erkennen.

Bild: iStock, PhonlamaiPhoto
20.04.2026

Bei dem Betrieb von Batteriespeichern setzt Tauber-Solar auf unabhängige Analysen. Mithilfe von Twaice werden prädiktive Auswertungen zu Ungleichgewicht, Innenwiderstand und thermischen Trends genutzt. Dies gilt sowohl für eigene Anlagen als auch für Systeme im O&M-Servicegeschäft.

Der BESS-Markt befindet sich derzeit in einem allgemeinen Wandel. In dessen Zuge werden unabhängige Analysen zu einem zentralen Bestandteil des Speicherbetriebs – von der Inbetriebnahme bis hin zum langfristigen Anlagenmanagement. Um diesem Wandel gerecht zu werden, treibt Tauber-Solar als Betreiber und Verwalter von Energieinfrastruktur einen datengestützten Batteriespeicherbetrieb voran. Nach zwei erfolgreichen Projekten seiner Tochtergesellschaft erweitert Tauber-Solar die Zusammenarbeit mit Twaice und nutzt die Analysemöglichkeiten von Batteriespeichern (BESS) für sein wachsendes O&M-Portfolio.

Von 22 MWh-Projekten zu 310 MWh

Die verstärkte Zusammenarbeit knüpft an Projekte an, die im Oktober 2023 mit einer 22-MWh-LFP-Anlage begonnen haben. Es folgte ein zweites 22-MWh-LFP-Projekt in Waltershausen (Deutschland). Nun weitet Tauber-Solar die Analyseplattform von Twaice auf ein Portfolio von 310 MWh an eigenen und Kundenanlagen aus. Weitere Projekte befinden sich bereits im Bau und sollen 2026 und 2027 den kommerziellen Betrieb aufnehmen.

Tauber-Solar nutzt die Twaice-BESS-Analytik, um Inbetriebnahmen zu beschleunigen, Probleme während des Betriebs früher zu erkennen und Gespräche mit Lieferanten und Dienstleistern auf eine belastbare Datengrundlage zu stellen. Die Plattform bietet unabhängige Einblicke in das Verhalten der Batteriespeicher, einschließlich prädiktiver Analysen zu Ungleichgewicht, Innenwiderstand und thermischen Trends. So kann Tauber-Solar fundiertere Entscheidungen im Betrieb treffen und die Leistung und Verfügbarkeit der gesamten Flotte langfristig absichern – unabhängig von OEM oder Integrator.

Neben den eigenen Anlagen nutzt Tauber Energy die Twaice-Analytik auch für Batteriesysteme, die über das O&M-Servicegeschäft von Tauber Solar verwaltet werden. Durch die Anwendung derselben datenbasierten Standards auf Anlagen Dritter schafft das Unternehmen mehr Transparenz, verbessert den Betrieb und etabliert skalierbare Best Practices für den Einsatz von Batteriespeichern.

Datengetriebener BESS-Betrieb

Arne Weinig, Managing Partner der Tauber-Solar Group sagt: „Der Betrieb von Batteriespeichern wird immer datengetriebener. Unabhängige Analysen sind ein entscheidender Faktor, um Leistung, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit sowohl in unserem eigenen Portfolio als auch in den Portfolios unserer Kunden aktiv zu steuern. Je stärker wir wachsen, desto wichtiger werden diese Fähigkeiten für den Betrieb und die Optimierung unserer Speicheranlagen.“

„Die nächste Phase des BESS-Marktes ist operative Reife. Je größer die Flotten werden, desto mehr brauchen Betreiber strukturierte und wiederholbare Wege, um BESS-Daten in operative Entscheidungen zu übersetzen, von der Inbetriebnahme über O&M bis hin zum langfristigen Asset Management. Tauber-Solar positioniert sich an der Spitze dieses Wandels, indem es Datenanalyse in sein operatives Geschäft integriert“, sagt Stephan Rohr, CEO bei Twaice.

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