Dr. Björn Mathes promovierte an der Philipps-Universität Marburg in Chemie und absolvierte erfolgreich einen Executive MBA in Leipzig und Barcelona. Er wurde in die internationale Ehrengesellschaft Beta Gamma Sigma aufgenommen und 2019 in die Geschäftsführung der Dechema Ausstellungs-GmbH berufen, die die Achema veranstaltet.

Bild: Dechema

Cultural Change Achema 2021: Erlebnis toppt Mausklick

24.08.2020

Die Achema ist der Marktplatz für Menschen, die in der Prozessindustrie etwas bewegen wollen. Wir bringen diese Menschen aus der ganzen Welt zusammen, damit sie die Grenzen zwischen Kontinenten und Fachgebieten überwinden können. Wie wird das 2021 aussehen? Welche Themen bewegen die Industrie und wie wirkt sich die Corona-Pandemie aus?

Dr. Björn Mathes ist mit diesem Beitrag im P&A-Kompendium 2020 als einer von 100 Machern der Prozessindustrie vertreten. Alle Beiträge des P&A-Kompendiums finden Sie in unserer Rubrik Menschen.

Auf der Internationalen Leitmesse Achema wird diskutiert, welche Lösungen gebraucht werden, was technisch möglich ist und welche großen Themen die Prozessindustrie in Zukunft bewegen werden. Dass die Digitalisierung dazugehören wird, darüber sind sich die Aussteller einig. Eine Vision ist, Anlagen autonom und sicher zu betreiben. Modulare und vernetzte Produktion ist hier ebenso unerlässlich wie IT-Sicherheit.

Doch die Digitalisierung treibt nicht nur die Technik voran; sie ist ein wichtiges Instrument, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Denn neue Anlagen müssen effizienter und flexibler sein, möglichst wenig Energie verbrauchen und dabei eine maximale Stoffausbeute liefern. Nachhaltige Entwicklung ist die zentrale Fragestellung der kommenden Jahre. Dazu gehört natürlich, klimaneutral zu produzieren, Abfälle und Abwasser zu vermeiden und Rohstoffe im Kreislauf zu führen. Etliche Anlagenbetreiber haben sich ambitionierte Ziele gesetzt: Am Ende dieses Jahrzehnts wollen bereits erste globale Chemie- und Pharmaunternehmen klimaneutral sein.

Neuer Digitalisierungs-Hotspot auf der Achema

Sowohl das Thema Nachhaltigkeit als auch die Digitalisierung wird die Achema 2021 merklich prägen. Als Veranstalter halten wir diese Themenkomplexe für so wichtig, dass wir dafür gezielte Anlaufpunkte schaffen, um Herausforderungen und Lösungsansätze aufzuzeigen.

Die Achema wird damit auch in 2021 den Wandel der Branche aktiv unterstützen und mitgestalten. Mit dem Digital Hub richten wir gar eine neue Ausstellungsgruppe ein. Er wird der Hotspot für Akteure der Digitalisierung in der Prozessindustrie sein und zudem zu digitalen Showcases in alle anderen Ausstellungsgruppen verlinken.

Messen als multisensorisches Erlebnis

Es gibt aber auch Gelegenheiten, bei denen die Digitalisierung an ihre Grenzen stößt – in der Prozessindustrie und erst recht im Messegeschäft. Die Achema bringt Menschen zusammen, die neue Ideen entwickeln, und wir erleben gerade, dass sich das digital nur schlecht abbilden lässt. Da geht es um Emotion, um Vertrauen. Und was für den Kontakt zwischen Menschen gilt, gilt in gewisser Weise auch für den Kontakt mit Technik: Auf der Achema bekommen Sie nicht nur Daten und Fakten zur Pumpe oder zur Verpackungsstraße, sondern können die neuen Technologien erleben, anfassen, in Aktion sehen – die gesamte Achema ist ein multisensorisches Erlebnis. Hautnah und mit allen Sinnen dabei sein, das kann derzeit keine digitale Plattform leisten.

Selbstverständlich werden auch wir zukünftig hybride Messeformate einsetzen, also das reale Messegeschehen um virtuelle Elemente ergänzen. So erreichen unsere Aussteller auch Kunden, die nicht vor Ort dabei sein können. Doch der Kern dessen, was die Achema zur Kommunikationsdrehscheibe und Inspirationsquelle unserer Branche macht, bleibt unangetastet. Mehr noch: Mit neuen digitalen Formaten kommt eine zusätzliche Dimension von Effizienz und Reichweite hinzu.

Wir tun alles, um für Aussteller und Besucher ein sicheres Messe-Erlebnis zu schaffen, das sie begeistert und mit dem sie zufrieden nach Hause gehen können.

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