Bluhm Systeme GmbH

Zur Qualitätssicherung müssen Tiefkühlprodukte von der Fertigung bis zum Endverbraucher lückenlos dokumentiert werden.

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Etikettierung Wild flexibel beschriften

05.11.2016

Zur Qualitätssicherung müssen Tiefkühlprodukte lückenlos dokumentiert werden. Ein Fleisch-Hersteller setzt bei der Auszeichnung seiner Edelmarke auf modular aufgebaute, anpassbare Etikettendruckspender, mit denen sich jedes Etikett flexibel bedrucken lässt.

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Mit über 600 Mitarbeitern an drei Standorten ist Geti Wilba in Deutschland eine feste Größe bei Tiefkühlprodukten. Neben Industriekunden beliefert das 1952 in Bremervörde gegründete Unternehmen auch Supermärkte, Kantinen oder Krankenhäuser. In den Tiefkühlsegmenten „Hühnerfleisch“, „Hühnerfrikassee“ und „Wild-Convenience“ zählt Geti Wilba mittlerweile zu den Marktführern. Der Firmenname setzt sich aus den Namen der Firmengründer Georg Timmermann und Wilhelm Bargmann zusammen.

Lückenlos dokumentiert

Zur Qualitätssicherung müssen Tiefkühlprodukte von der Fertigung bis zum Endverbraucher lückenlos dokumentiert werden. Bei Geti Wilba werden die Produkte sofort nach ihrer Herstellung abgekühlt, mehr als zwei Stunden tiefgekühlt und anschließend verpackt. Die Verpackungsanlage bündelt dabei mehrere Einheiten in Umkartons, die mit Informationen wie Produktnamen, Artikelnummer, Lagerungshinweise und Haltbarkeitsdatum etikettiert werden.

„Früher haben wir die Etiketten vorgedruckt und von Hand aufgeklebt“, erinnert sich Hans-Dieter Bösch, Werksleiter bei Geti Wilba. Spätestens seit Einführung der Edelmarke „carne diem“ sollte diese Etikettierung jedoch professionalisiert werden. Daher nutzen seine Mitarbeiter seitdem den Etikettendruckspender vom Typ Legi-Air 4050 Wipe On aus dem Produktportfolio des Anbieters Bluhm Systeme aus Rheinbreitbach. Hans-Dieter Bösch erklärt: „Diese robuste Etikettierlösung arbeitet nicht nur vollautomatisch, sondern auch sehr präzise und wird so dem Premiumimage unserer Produkte besonders gerecht!“

Etikettendruckspender vom Typ Legi-Air 4050 sind modular aufgebaut und können daher individuell an jede Kundenanforderung angepasst werden. Die sogenannten Spendearme lassen sich so konfigurieren, dass sie Produkte und Kartons wahlweise von oben, unten oder der Seite mit Etiketten versehen können. Mithilfe von Drehapplikatoren wäre es sogar möglich, ein Produkt mit nur einer Anlage von mehreren Seiten zu etikettieren.

Andrückrolle und lange Spendezunge

Die Legi-Air-Etikettendruckspender können Etiketten nicht nur an verschiedene Stellen, sondern auch auf unterschiedliche Weise auf die Produkte aufbringen. Bei Geti Wilba fahren die Kartons mit den verpackten Produkten auf dem Förderband immer an der gleichen Position an dem Etikettendruckspender vorbei. Daher wird hier im sogenannten Wipe-on-Verfahren etikettiert: Die Anlage schiebt das Etikett auf eine Spendezunge und wischt es mit exakt der gleichen Geschwindigkeit auf die Verpackung auf, mit der diese auf dem Förderband vorbeifährt. Eine Andrückrolle sorgt für faltenfeie Haftung.

Neben dem Wipe-on gibt es weitere Möglichkeiten, Labels aufzubringen: Mit „Blow-Boxen“ oder „Blow-Pads“ können Etiketten zum Beispiel in Windeseile auf ein Produkt aufgeblasen werden. Alternativ halten sogenannte Tamp-Blow-Applikatoren Labels per Saugluft auf einem Spendestempel fest. Mit einer Hubbewegung von bis zu 1140 mm fährt der Stempelarm aus und bläst das Etikett mit einem kräftigen Luftstoß berührungslos auf das Produkt auf.

Individuell bedruckt

Bei Geti Wilba soll jedes Etikett vor dem Aufbringen individuell bedruckt werden. Dank seiner Bauweise lassen sich in den Legi Air Druckmodule aller gängigen Hersteller einbauen. Für die Kartons mit Tiefkühlkost wurde das Druckmodul Novex/Avery DPM ausgewählt. Es hat den Vorteil, dass es mit einer langen Spendezunge ausgestattet und somit quasi selber zum Wipe-On-Spender umfunktioniert werden kann. Zudem gilt es bei Geti Wilba sehr hohe Druck- und Etikettiergeschwindigkeiten von bis zu 120 Etiketten pro Minute zu erreichen. Denn grundsätzlich muss das Drucken und Aufbringen der Etiketten mit der gleichen Geschwindigkeit erfolgen, mit der sich das Produktförderband bewegt. Andernfalls würde die Etikettenbahn entweder reißen und Falten werfen.

Beim Thermotransfer-Verfahren entsteht der Druck dadurch, dass Heizelemente bestimmte Pigmente auf einem Farbband erhitzen und so zum Schmelzen bringen. Diese Pigmente werden dann auf das Etikettenmaterial „transferiert“. Je schneller das Heizelement die Temperatur wechseln kann, desto schneller kann gedruckt werden. Bei herkömmlichen Thermotransferdruckern befindet sich der Thermodruckkopf „flach“ auf der Gegendruckwalze.

Bei Geti Wilba arbeitet der Drucker mit einem sogenannten Corner-Edge-Druckkopf: Hier liegt die Thermoleiste mit den kleinen Heizelementen nicht wie bei allen anderen Druckern flach auf dem Etikett beziehungsweise der Gegendruckwalze, sondern wird in einem Winkel von ca. 20-30° angesetzt. Das ermöglicht nicht nur einen besonders schnellen Temperaturwechsel, sondern gleichzeitig ein besonders feinteiliges Druckbild. So ist der schnelle Druck von kleinen Schriften, Logos und Leiterbarcodes für Geti Wilba kein Problem.

Bequem am PC gestalten

Der Etikettendruckspender ist per Ethernet mit dem ERP-System von Geti Wilba verbunden. „Unser Qualitätsmanager kann die verschiedenen Etikettenlayouts mit der sogenannten Legitronic Labeling Software bequem am PC gestalten“, erklärt Hans-Dieter Bösch. Am Förderband rufen die Mitarbeiter dann das auf dem Server hinterlegte Layout aus, ergänzen es mit Haltbarkeitsdaten und übertragen es auf das Druckmodul. „Das geht ruck-zuck!“ freut sich Hans-Dieter Bösch: „Also eins steht fest: Mit dem Legi-Air 4050 Wipe On lässt sich der Tag nicht nur nutzen, sondern auch richtig genießen!“

Bildergalerie

  • Die Etikettendruckspender der Legi-Air-Serie sind modular aufgebaut. Verschiedene Etikettierverfahren sind möglich: Hier bringt der Etikettierer die Etiketten im Wipe-On Verfahren auf.

    Bild: Bluhm Systeme

  • Weil bei Geti Wilba sehr hohe Druck- und Etikettiergeschwindigkeiten erreicht werden müssen, kommt ein Novex/Avery DPM-Druckmodul zum Einsatz.

    Bild: Bluhm Systeme

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