Phoenix Contact Deutschland GmbH

Installationsklemmen helfen gegen Kabelsalat.

Bild: iStock, wildpixel

Installationsklemmen Wider das Kabelchaos

02.03.2017

Platz in Verteilerschränken ist rar. Mit der Zunahme von Smart-Home-Geräten steigt zugleich die Nachfrage nach effizienter Verdrahtung, um die Integration neuer Systeme übersichtlich zu halten. Moderne Installationsklemmen sind dafür ein wichtiges Element.

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Im Smart Home steuern sich Klimaanlagen selbst, indem sie auf die Anwesenheit von Personen im Raum reagieren. Ebenso ist es möglich, dem Hausbesitzer Benachrichtigungen über Leckagen direkt auf das Smartphone zu übermitteln. Solche technischen Neuerungen haben aber auch ihre Schattenseiten. Immer mehr elektronische Komponenten sind erforderlich, um die verschiedenen Geräte zu steuern und sie miteinander zu vernetzen. Das erhöht den Verdrahtungsaufwand in Gebäuden erheblich. Der Raum für die Elektroinstallation in den Haupt- und Unterverteilungen ist jedoch meist knapp bemessen. Eine Möglichkeit, den vorhandenen Platz besser zu nutzen und zugleich die Verdrahtung zu vereinfachen, stellen moderne Installationsklemmen dar.

Ein Handwerker hat bei der Gebäudeinstallation die Möglichkeit, auf unterschiedliche Anschlusstechniken zurückzugreifen. Der Wechsel einer Anschlusstechnik ist für den Fachbetrieb in der Regel unproblematisch, denn die Lage der Neutralleitersammelschiene ist immer gleich. Eine Bestandsanlage, die mit Zugfederanschlusstechnik ausgestattet wurde, lässt sich zum Beispiel problemlos mit Push-in-Installationsklemmen erweitern.

Jede Anschlussart hat ihre spezifischen, meist durch das System bedingten, Vorteile. Installationsklemmen mit
Schraubanschluss etwa weisen eine
horizontale Leiterzuführung auf. Ist die Schraube einmal mit dem korrekten Drehmoment angezogen, fixiert sie den Leiter dauerhaft; ein Nachziehen ist im weiteren Betrieb nicht mehr erforderlich. Klemmen mit Zugfederanschluss zeichnet indessen ein hoher Kraftschluss aus, der durch die vordefinierte Federkraft entsteht. Für die Push-in-Anschlusstechnik spricht hingegen die Möglichkeit, starre Leiter sowie Leiter mit Aderendhülse direkt
einzustecken.

Anschluss ohne Fehlstecken

Der von Phoenix Contact bei allen Push-in-Anschlüssen verwendete Betätigungsdrücker ermöglicht es, nicht vorbehandelte Leiter oder Leiter mit besonders kleinen Querschnitten anzuschließen und diese wieder zu lösen. Bei Installationsklemmen mit dieser Technik lässt sich der Schalter auch in schwer zugänglichen Einbausituationen und unter jedem beliebigen Winkel betätigen. Um den Drücker
auszulösen, ist Spezialwerkzeug nicht erforderlich; es genügt zum Beispiel ein handelsüblicher Phasenprüfer.

Außerdem verhindert der Schalter den Kontakt mit spannungsführenden Metallteilen. Das reduziert Beschädigungen der Klemmstelle durch ungeeignete Werkzeuge und verringert das Risiko für ein Fehlstecken. Fehlstecken führt im schlimmsten Fall dazu, dass Klemmstellen zerstört werden oder gar zusammen mit der gesamten Installation abbrennen.

Mit dem Reihenklemmenprogramm Clipline complete von Phoenix Contact haben die Kunden Zugriff auf einheitliches
Zubehörmaterial wie Brücken, Prüfadapter und Markierungen, was Bestellwesen und Logistik vereinfacht. Starre und flexible Leiter, sowohl mit als auch ohne Aderendhülse und ultraschallverdichtete Leiterenden können angeschlossen werden. Bei den Leiterarten und der Vorbehandlung existieren keinerlei Einschränkungen.

Die neue, einstöckige Reihenklemme PTI 16/S etwa erlaubt ein Leiterfassungsvermögen für einen Querschnitt von 16 mm² mit Aderendhülse. Sie ist für einen Nennstrom von 76 A ausgelegt. Aufgrund ihres Drei-Phasen-Aufbaus fällt die Klemme in der Breite um 10 mm schmaler aus. Die Leiterführung und die maximale Höhe der PTI 16/S sind so konzipiert, dass die Ab­deckung geschlossen werden kann. Darüber hinaus verfügt die Installationsklemme über einen robusten, federnden Trenn­schieber, der mit einem einfachen Schraubendreher bedient wird. Der Verschluss rastet sicher in den Endlagen ein und bietet damit zusätzlichen Schutz gegen ein unbeabsichtigtes Betätigen. Eine optische Markierung zeigt die Schaltzustände an.

Automatisierte Gebäudesteuerung

Auf dem Gebiet der Gebäudeautomation hat sich in den
letzten Jahren das Feldbussystem KNX etabliert. Hervorgegangen ist es aus dem Europäischen Installationsbus-System (EIB),
weshalb KNX-Geräte auch mit EIB-Vorrichtungen kompatibel sind und problemlos miteinander betrieben werden können. Das Bussystem erlaubt die automatisierte Steuerung einer großen Anzahl von Funktionen. Zum Beispiel ist es möglich, Licht und Klima in Abhängigkeit davon zu regulieren, ob sich Personen im Raum oder im Gebäude befinden. Warnmeldungen lassen sich bei unberechtigten Zutritten, Defekten und Leckagen automatisch an den Eigentümer versenden. Auch Zugangskontrollen und Anwesenheitssimulationen sind zum Schutz vor Einbrüchen selbstgesteuert durchführbar.

Schalter, Taster, Messwertgeber, Relais, Motoren und Pumpen können bei KNX in Reihe verdrahtet werden. Häufiger werden
jedoch Gerätegruppen oder einzelne Buskomponenten stern­förmig an den Installationsverteiler angeschlossen. Ein Vorteil dieser Methode besteht darin, KNX später an dieser zentralen Stelle nachrüsten zu können. Sternförmige Verkabelungen führen
andererseits schnell zu Platzmangel im Verteilerkasten und machen daher kompakte sowie übersichtliche Verbindungslösungen erforderlich.

Übersichtlichkeit dank Farbcodierung

Eine solche ist beispielsweise die nur 3,5 mm schmale Doppel­stockklemme der PTTBS-1,5/S-Baureihe, die trotz ihrer zwei Etagen leicht unter der Verteilerabdeckung Platz findet. Sie verfügt über eine Farbcodierung und ermöglicht damit eine eindeutige, optische Zuordnung der Klemmstellen zu den Aderfarben. Durch die weiße Basisfarbgebung in den Clips unterscheidet sich die KNX-Busverdrahtung zudem von der übrigen Lastverdrahtung im Installationsverteiler.

In den Funktionsschächten, die in jeder Etage doppelt ausgeführt sind, werden die Potentiale beliebig und zum Teil auch überspringend mittels standardisierter Brücken verbunden.
Damit lassen sich auf einer Breite von nur 7 mm Haupt- und
Reserveadern des KNX-Bussystems bequem im Installationsverteiler umstecken.

Die Kontaktpunkte der Doppelstockklemme sind ebenfalls mit der Push-in-Technik ausgestattet. Die typischen, in der KNX-Verdrahtung verwendeten Leiterdurchmesser von
0,8 mm lassen sich dadurch schnell und werkzeuglos anschließen. Es ist sogar möglich, Leiter mit einem Querschnitt von nur 0,14 mm² zu verwenden. Da die KNX-Clips paarweise
ausgeliefert werden, kann der Installateur mit nur zwei Artikeln – einer Klemme und einer Standardbrücke - beliebig große Verteilerblöcke aufbauen.

Bildergalerie

  • Die Lage an der N-Sammelschiene macht es leicht, zwischen Installationsklemmen mit verschiedenen Anschlusstechniken hin und her zu wechseln oder sie um zusätzliche Klemmen zu ergänzen.

    Bild: Phoenix Contact

  • Die neuen Doppelstockklemmen vonPhoenix Contact ermöglichen eine übersichtliche Verdrahtung von KNX-Gerätegruppen.

    Bild: Phoenix Contact

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