maxon motor GmbH

Eugen Elmiger ist CEO der Maxon Group. Der studierte Elektrotechniker kam 1991 zum Mikromotoren- und Antriebsspezialisten und sitzt seit 2006 in der Geschäftsleitung. Unter seiner Führung entwickelt sich Maxon vom Komponenten- hin zum kompletten Systemanbieter.

Bild: Maxon

Kommentar Wer sich entwickelt, bleibt an der Spitze

30.10.2019

In Zeiten der Digitalisierung ist Change notwendig. Wohin bewegt sich die mechatronische Antriebstechnik?

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Eugen Elmiger war mit diesem Beitrag im A&D-Kompendium 2019/2020 als einer von 100 Machern der Automation vertreten.

Der Blick zurück ist manchmal notwendig, um sich ein Bild über die mögliche Zukunft machen zu können. Viele Märkte, die Maxon früher mit Antriebslösungen bedient hat, existieren heute in dieser Form nicht mehr. Die Digitalisierung hat unsere Kundenbasis völlig verändert. Heute sind hochkomplexe mechatronische Antriebslösungen gefragt – speziell in der Medizintechnik, der Automatisierung und der Luftfahrt.

Nur wer agil und innovativ ist, wird auch in Zukunft auf dem Markt der Antriebstechnik Erfolge feiern. Deshalb fragen wir uns ständig: Wie wollen wir langfristig erfolgreich sein? Wer sind unsere Kunden von morgen und was werden ihre Bedürfnisse sein?

Vom Lieferanten zum Partner

Über die vergangenen Jahre haben wir uns permanent weiterentwickelt – vom Elektromotoren-Spezialisten und Komponentenlieferanten hin zum globalen Partner für hochpräzise mechatronische Antriebssysteme. Die verschiedenen Komponenten sind stärker miteinander verbunden, die Kommunikation wird immer wichtiger.

Maxon Motor Controller spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie sind perfekt auf unsere Antriebe abgestimmt, was wiederum ein Vorteil für unsere Kunden ist, denn so können die Elektromotoren effizienter eingesetzt werden.

Je mehr wir mechatronische Systeme bauen, desto näher kommen wir dem Endanwender, was für uns zusätzliche Anforderungen bezüglich Prozesssicherheit, Qualität, Lieferzeiten und neuen Normen bedeutet. Deshalb entwickeln wir uns zu Systemspezialisten weiter und bauen Know-how für Systemintegration, Batteriemanagementsysteme, Software, Apps und vieles mehr auf.

Blick nach außen richten

Gleichzeitig erfordern die Digitalisierung und die rasante Technologieentwicklung einen permanenten Kanal nach außen. Wir arbeiten seit Jahren eng mit Universitäten und Hochschulen zusammen, unterstützen weltweit Forschungsprojekte und haben zwei Innovation Labs an Hochschulen eröffnet.

Darüber hinaus halten unsere Technologietransfer-Manager die Fühler nach spannenden Entwicklungen auch in angrenzenden Branchen ausgestreckt, welche wir in unsere Produkte und Dienstleistungen einfließen lassen. Nicht zuletzt sind wir immer daran, die talentiertesten jungen Ingenieure zu finden und ihnen den passenden Nährboden für künftige Innovation zu bieten.

Blick in die Zukunft

Wohin die Reise wirklich geht, kann niemand sagen. Wir gehen aber davon aus, dass es mehr kundenspezifische Standardlösungen geben wird, also Plug-and-Play-Antriebssysteme für definierte Märkte. Der Kunde wird diese Systeme so einfach wie möglich in die Anwendung integrieren können, denn das spart Entwicklungszeit und bringt sein Produkt schneller auf den Markt. Er kann sich somit auf andere Dinge konzentrieren.

Darüber hinaus wird es in Zukunft wohl möglich sein, den Service und nicht die Hardware zu kaufen. Kunden werden also für ihre Antriebssysteme nur dann bezahlen, wenn diese ihre Funktion auch ausüben. Erreichen die Systeme das Ende ihrer Lebensdauer, erkennen sie dies selbstständig und senden eine Benachrichtigung, damit Ersatz bereitgestellt werden kann.

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