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Kennzeichnung per Thermotransferdruck Warum die Lesbarkeit von Etiketten eine Frage des Materials ist

23.07.2018

Beim Thermotransferdruck müssen der Drucker, das Etikett und die Transferfolie zusammenpassen. Sollen der Druck und das vollautomatische Spenden des Etiketts hohen Ansprüchen in Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit genügen, ist es von Vorteil, Geräte, Übergabemodule und Verbrauchsmaterialien vom selben Anbieter zu beziehen.

Jeder Prozess der Wertschöpfungskette braucht Etiketten. Im Lager und beim Transport verlangen Pakete, Regale und Gitterboxen nach ihnen. In der Werkshalle haften sie auf verschmutztem oder öligem Untergrund, im Außenbereich sind sie Witterung ausgesetzt. In Tiefkühlräumen dürfen Etiketten extrem niedrige, bei der Leiterplattenfertigung extrem hohe Temperaturen nichts anhaben. In der industriellen Reinigung trotzen sie Chemikalien und Lösungsmitteln, auf hoher See dem Salzwasser. Lebensmittel fordern Etiketten, die gesundheitlich unbedenklich und hierfür zugelassen sind. Alle diese Anwendungen haben eines gemeinsam: Die Information auf dem Etikett muss eindeutig lesbar sein.

Alles aufeinander abstimmen

Bei der Wahl des richtigen Etiketts ist das Material mitentscheidend. Papieretiketten sind besonders wandlungsfähig und sind glatt und holzfrei, mit rauer Oberfläche oder spezieller Beschichtung verfügbar. Kunststoffetiketten – etwa aus Polyethylen, Polypropylen, Polyester oder Polyimid – sind die erste Wahl, wenn Beständigkeit gegen Feuchte und Temperaturen sowie Reißfestigkeit gefordert sind. Um eine hohe Detailwiedergabe im Thermotransferdruck zu gewährleisten, sollten laut dem Kennzeichnungssystem-Hersteller CAB die Durchmesser der Rollen und Kerne sowie die Wicklung auf die Drucker abgestimmt sein.

Je nach Anforderung oder Branche verlangen Kunden auch individuelle Etikettenlösungen, um Arbeitsprozesse sinnvoll zu ergänzen. Bei der Typenschildbeschriftung haben sich Kunststoffetiketten mit metallisierter Oberfläche bewährt. Selbstlaminierende Folienetiketten aus PVC schmiegen sich an Kabel und andere Rundmaterialien an. Für Lackierarbeiten bieten sich zum Schutz des Basisetiketts transparente Laminatetiketten an, die nach dem Überlackieren an einer Lasche wieder abgezogen werden können.

Wachs und Harz verbessern Druckqualität

Beim Druck im Thermotransferverfahren wird eine spezielle Transferfolie vom Druckkopf punktuell erhitzt. Die Farbschicht der Folie schmilzt und überträgt sich auf die Oberfläche des Etiketts. In Abhängigkeit der Anwendung und des Etikettenmaterials stellt CAB Transferfolien in den Qualitätsstufen Wachs, Harz-Wachs und Harz zur Verfügung. Alle haben eine besondere Rückenbeschichtung, die die Restwärme besser ableitet sowie statische Aufladung und Reibung vermeidet. Das soll die Druckqualität und die Lebensdauer des Druckkopfs verbessern.

Wachsfolien sind insbesondere beim Druck auf Papier sinnvoll, weil das Wachs sehr gut in das Etikettenmaterial einschmilzt. Harz-Wachs-Gemische bieten Flexibilität beim universellen Druck auf glattem Papier und Kunststoff, Harzfolien wiederum eignen sich für den Druck in rauen Umgebungen auf Kunststoffetiketten. Synthetisches Harz ist wisch- und kratzfest und beständig gegen Chemikalien und Öle. CAB fertigt Etiketten aus über 400 Materialien, die blanko oder individuell vorbedruckt, matt oder glänzend sein können. Mehr als 20 dazu passende Transferfolientypen sollen jede kundenspezifische Anforderung abdecken.

Bildergalerie

  • Ein transparentes Laminatetikett, das das Basisetikett beim Überlackieren geschützt hat, wird wieder abgezogen.

    Bild: CAB Produkttechnik

  • Rote und schwarze Thermotransferfolie. Durch das Erhitzen im Thermotransferverfahren schmilzt die Farbschicht der Folie und überträgt sich auf das Etikett.

    Bild: CAB

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