Wärmepumpen‐Markt wuchs auch 2017 deutlich.

Bild: BWP

17 Millionen Anlagen bis 2050 Rekordjahr für Wärmepumpen

24.01.2018

Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) verkündet ein Marktwachstum von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein Absatz von insgesamt 78.000 Heizungswärmepumpen.

Nachdem bereits 2016 ein Absatzrekord verzeichnet werden konnte, wuchs der Wärmepumpen‐Markt auch im vergangenen Jahr deutlich. Zum ersten Mal konnte die Marke von 70.000 Geräten bei Heizungswärmepumpen durchbrochen werden. Insgesamt wurden rund 78.000 Geräte verkauft, der größte Zuwachs ist bei Luftwärmepumpen zu verzeichnen. Denn von diesen wurden insgesamt 55.000 Stück verkauft, was einer Steigerung von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Wie bereits in 2016 waren dabei mit einer stolzen Verkaufszahl von 31.000 Stück Monoblockgeräte besonders gefragt. Bei den Splitgeräten fiel das Wachstum mit 16 Prozent etwas kleiner aus. Erdgekoppelte Systeme legten mit 23.000 Geräten gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent zu.

Entwicklungen in 2018

Insgesamt sind in Deutschland nun rund 800.000 Heizungswärmepumpen installiert. Auch der Absatz von Warmwasserwärmepumpen ist in 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent gewachsen, es wurden 13.500 Geräte verkauft. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr hierzulande somit 91.500 Wärmepumpen in Betrieb genommen. 2018 wird mit stabilen Verkaufszahlen gerechnet. BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel gibt allerdings zu bedenken, dass MAP und die EnEV zwar weiterhin helfen werden, es jedoch Anzeichen gibt dass der Neubausektor nicht mehr so stark wie in jüngster Vergangenheit wachsen wird. So steigen im Gebäudebestand, aufgrund niedriger Brennstoffpreise, noch zu wenige Verbraucher auf erneuerbare Wärme um. Dort läge laut ihm das größte Wachstumspotenzial und die eigentliche Herausforderung für den Klimaschutz.

Fragliche Zukunftsaussichten

Die Wärmepumpenbranche setzt weiterhin auf ein gesundes, nachhaltiges Wachstum. Damit sich die Wärmepumpe auch in der Modernisierung durchsetzen kann und damit auch Projekte im größeren Stil wie Großwärmepumpen, Wärmenetze oder Quartierslösungen, umgesetzt werden können, ist zum einen die nachhaltige Aufklärung der Hausbesitzer, Architekten und Planer über die Vorteile eines erneuerbaren Heizsystems weiterhin entscheidend und zum anderen die Motivation und Entwicklung des Fachhandwerks.

In den letzten zwölf Monaten haben die Denkfabrik Agora Energiewende, die Deutsche Energieagentur und der Bundesverband der Deutschen Industrie umfassende Studien zur Energiewende vorgelegt. Aus allen dreien ergibt sich, dass ein deutlich stärkerer Ausbau des Wärmepumpen‐Bestandes notwendig ist, um die Klimaziele zu erreichen. Die Experten gehen dabei von rund vier bis acht Millionen Anlagen bis 2030 und rund acht bis siebzehn Millionen bis 2050 aus.

Bildergalerie

  • Wärmepumpen-Absatz wächst deutlich.

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