Markforged beliefert Fertigungsbetriebe im US-Bundesstaat Michigan mit 3D-Druckern, um ein Netzwerk zur Herstellung von Schutzausrüstung in der Pandemie aufzubauen.

Bild: Markforged

Schutzausrüstung herstellen 3D-Druckinitiative schließt Versorgungslücken

07.01.2021

350 Fertigungsbetriebe im US-Bundesstaat Michigan wurden mit 3D-Druckern von Markforged beliefert. Jeder einzelne Drucker ist mit einer zentralen Cloud verbunden, wodurch der Bundesstaat Michigan das weltweit größte Notfallnetzwerk betreibt, das in der Lage ist, systemkritische Objekte bei Bedarf selbst zu drucken.

Markforged, Entwickler der Digital Forge und 3D-Druckplattform für Metall- und Kohlestofffasern, liefert die erste Fuhre von 200 3D-Druckern im Rahmen des Project DIAMOnD an Fertigungsunternehmen in ganz Michigan aus. Die Betriebe werden nun damit beginnen, persönliche Schutzausrüstungen (PSA) und andere für ihre Produktionsabläufe wichtige Teile zu drucken.

Das Projektziel

Project DIAMOnD stellt insgesamt 350 kleinen und mittelständischen Herstellern in Michigan 3D-Drucker von Markforged zur Verfügung. So kann neben Teilen, die die Betriebe selbst benötigen, im Notfall und on-demand standardisierte Schutzausrüstung gedruckt werden und damit eine kritische Lücke in der medizinischen Versorgungskette während der anhaltenden Covid-19-Pandemie geschlossen werden.

Jeder einzelne Drucker ist mit einer zentralen Cloud verbunden, wodurch der Bundesstaat Michigan das weltweit größte Notfallnetzwerk betreibt, das in der Lage ist, systemkritische Objekte bei Bedarf selbst zu drucken.

Außerdem schafft das Projekt schafft eine dauerhafte Resilienz und Flexibilität der Lieferkette, indem es den teilnehmenden Herstellern die Möglichkeit gibt, die Teile zu drucken, die sie benötigen, um ihre Anlagen angesichts zukünftiger Störungen betriebsbereit und flexibel zu halten.

Wer steht hinter dem Projekt?

Ins Leben gerufen wurde Project DIAMOnD von Automation Alley, einem Wissenszentrum für Industrie 4.0 in Michigan. Die langfristige Vision der Initiative ist es, die Agilität und Widerstandsfähigkeit von Fertigungsunternehmen mithilfe von Industrie 4.0 zu verbessern. Der Zuschuss, der dem Project DIAMOnD von den Counties Oakland und Macomb zur Verfügung gestellt wurde, ermöglichte es 350 Bewerbern, Markforged-Drucker zu erhalten, wodurch das weltweit größte industrielle 3D-Druck-Netzwerk aufgebaut wurde.

Automation Alley wählte die 3D-Druckplattform von Markforged und Microsofts Cloud-Technologie Azure aus, um das Projekt umzusetzen.

„Das Potenzial für den 3D-Druck ist grenzenlos“, sagt Tom Kelly, Executive Director und CEO von Automation Alley. „Dieses Potenzial beginnt sich mit Project DIAMOnD nun in ganz Michigan zu entfalten und gibt das Tempo für das, was möglich ist, im gesamten Bundesstaat vor. Wir bei Automation Alley sind gespannt darauf, welche Auswirkungen diese Initiative aktuell auf die Produktion von Geräten im Gesundheitswesen und in der Zukunft auf viele andere Branchen haben wird.“

Welche Betriebe erhalten Markforgeds 3D-Drucker?

Hersteller im gesamten Bundesstaat Michigan, von Auftragsfertigern bis zu Zulieferern der Automobilbranche, haben sich um die Teilnahme am Project DIAMOnD beworben. Zu den Empfängern der durch Markforged ausgelieferten ersten Fuhre von mehr als 200 3D-Druckern gehören die Herco Group, Accufacture und Custom Valve Concepts.

„Project DIAMOnD und die teilnehmenden Fertigungsunternehmen erwecken das wahre Versprechen von unserer Digital Forge zum Leben“, sagt Michael Kelly, Director of Print System Engineering bei Markforged. „Traditionell unterhalten Regierungen spezielle Netzwerke, die für die Verteilung von Informationen und Gütern in Notfällen genutzt werden. Dies ist das erste Reaktionsnetzwerk, das in der Lage ist, physische Teile und Objekte bei Bedarf selbst vor Ort herzustellen. Vom Drucken von PSA bis hin zum Schutz der Betriebe bei Ausfällen in den Lieferketten zeigt die Initiative die Leistungsfähigkeit eines mit der Cloud verbundenen, digitalen 3D-Druck-Netzwerks. Wir hoffen, dass die Fertigungsunternehmen durch unseren Beitrag effektive Wege finden, um zu den Covid-19-Hilfsmaßnahmen beizutragen und um auch in den kommenden Jahren mit unseren Druckern innovativ zu sein.“

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