Durch den Ohmpilot, die Solar Battery und die eCharge-Wallbox von Fronius kann Familie Auer einen Autarkiegrad von 90 Prozent erreichen.

Bild: Fronius

Mit Sektorenkopplung zum energieautarken Haushalt Überschüssiger Sonnenstrom schickt Ölheizung in die Ferien

07.09.2018

Damit die Vision einer Energieversorgung aus 100 Prozent erneuerbaren Quellen Wirklichkeit werden kann, hat ein österreichisches Solartechnik-Unternehmen Lösungen zur Sektorenkopplung entwickelt. Durch sie soll Solarenergie effizient für Warmwasserbereitung, Haushalt und E-Mobilität genutzt werden. Eine sechsköpfige Familie aus Österreich zeigt, wie es gehen kann.

„Für Besitzer einer Photovoltaikanlage ist es wichtig, möglichst viel des selbst erzeugten Stroms selbst nutzen zu können, das ist ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll“, sagt Martin Hackl, Leiter Solar Energy bei Fronius. Mit den Lösungen des Unternehmens für Solartechnik soll es möglich sein, in den sonnigen Monaten nicht nur die Energiespeicher für den Haushalt immer gut zu füllen, sondern auch das Elektroauto zu laden und das Warmwasser mit PV-Strom zu erzeugen.

Strom- und Brennstoffkosten sparen

Familie Samwald aus dem österreichischen Steinbach betreibt seit 2014 eine 4-kWp-Photovoltaikanlage, die den sechsköpfigen Haushalt mit Strom versorgt. Dem Familienvater Stefan Samwald reichte das nicht aus. Denn im Keller steht eine mehr als 20 Jahre alte Ölheizung, die auch im Sommer lief, um Warmwasser zu erzeugen. Mit Nachrüstung des Fronius Ohmpilot soll dieser überschüssige Solarstrom direkt an den Heizstab im Boiler geleitet werden.

Die Familie deckt somit ihren gesamten Warmwasserbedarf vom Frühling bis in den Herbst hinein mit überschüssigem Sonnenstrom vom eigenen Dach. Gleichzeitig schickt sie ihre Ölheizung für denselben Zeitraum sozusagen in die Ferien. Das schont die Anlage, verlängert ihre Lebensdauer und verringert den Brennstoffverbrauch. 430 Liter Heizöl konnten die Samwalds 2017 einsparen und durch saubere Sonnenenergie ersetzten. Im gleichen Zeitraum soll ihr Eigenverbrauchsanteil am selbstproduzierten Solarstrom von 30 auf mehr als 60 Prozent und teilweise sogar auf 90 Prozent gestiegen sein.

90 Prozent autark

Familie Auer in Rieden setzt bei der Sektorenkopplung ebenfalls auf Fronius. Dort ermöglicht der Ohmpilot neben der Warmwasserbereitung auch die Speisung einer Solar Battery sowie einer Wallbox für das Elektroauto. Den von der 16-kWp-Aufdachanlage gespeicherten Strom kann der Haushalt nach Sonnenuntergang nutzen und so ihre Eigenenergienutzung steigern. Mit diesem System sollen die Auers einen Autarkiegrad von 90 Prozent erreichen – was die Stromkosten senkt und die Amortisationszeit der Photovoltaikanlage reduziert.

Bildergalerie

  • Die PV-Anlage speist eine Solarbatterie sowie eine Wallbox für das Elektroauto.

    Bild: Fronius

  • Den Warmwasserbedarf durch überschüssigen Solarstrom decken: Von März bis November schickt Familie Samwald aus Österreich ihre Ölheizung in die Ferien.

    Bild: Fronius

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