Thomas Hasenöhrl, Wika

Turning strategy into execution

Thomas Hasenöhrl ist Vice President IIoT Systems & Solutions bei Wika. Er verbindet Messtechnik, Digitalisierung und Strategie zu skalierbaren IIoT-Lösungen mit messbarem Kundennutzen. Sein Fokus liegt darauf, Strategie in erfolgreiche Umsetzung zu überführen – von der ersten Idee über Konnektivität und Datenanalyse bis hin zu tragfähigen Lösungen im industriellen Einsatz.

Bild: Sebastian Andres, Wika
15.10.2026

Viele Unternehmen verfügen heute über eine klare Strategie für Digitalisierung und Industrial IoT. Die eigentliche Herausforderung beginnt jedoch erst danach: Wie wird aus einer Vision eine Lösung, die im industriellen Alltag funktioniert? Für mich entscheidet sich genau hier, ob Transformation erfolgreich ist.

In meiner Laufbahn habe ich gelernt: Gute Ideen gibt es viele. Klare Strategien ebenfalls. Der eigentliche Unterschied entsteht dort, wo aus einer Vision eine funktionierende Lösung wird. An dieser Stelle entscheidet sich, ob Digitalisierung echten Mehrwert schafft oder Theorie bleibt.

Wenn wir über Industrial IoT sprechen, stehen häufig neue Technologien im Mittelpunkt. Künstliche Intelligenz, Datenplattformen, digitale Zwillinge oder automatisierte Prozesse. Diese Entwicklungen sind wichtig und werden die Industrie weiter verändern.

Trotzdem beginnt für mich der eigentliche Mehrwert nicht bei der Technologie. Er beginnt bei einer einfachen Frage: Welche Herausforderung wollen wir lösen?

In Industrieanlagen werden bereits unzählige Daten erfasst. Noch nie hatten wir mehr Daten als heute. Druck, Temperatur, Füllstand oder Durchfluss liefern wertvolle Informationen über Prozesse und Anlagenzustände. Die Herausforderung besteht längst nicht mehr darin, Daten zu erzeugen. Die Herausforderung besteht darin, die richtigen Informationen nutzbar zu machen und daraus bessere Entscheidungen abzuleiten. Genau hier liegt aus meiner Sicht die Zukunft des Industrial Internet of Things.

Erfolgreiches IIoT bedeutet nicht, möglichst viele Systeme miteinander zu verbinden – sondern Transparenz zu schaffen, Prozesse besser zu verstehen und Unternehmen dabei zu unterstützen, effizienter, sicherer und wirtschaftlicher zu arbeiten. Dabei erleben wir bei vielen Kunden ein ähnliches Bild. Die Anlagen sind über Jahre oder Jahrzehnte gewachsen. Unterschiedliche Systeme müssen zusammenspielen. Investitionen müssen wirtschaftlich sinnvoll sein. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Verfügbarkeit, Cybersecurity und Nachhaltigkeit. Deshalb glaube ich nicht an Digitalisierung um ihrer selbst willen.Ich glaube an Lösungen, die einen konkreten Nutzen schaffen.

Für mich bedeutet „turning strategy into execution“ daher, Technologie, Prozesse und Menschen zusammenzubringen. Eine Strategie wird erst dann wertvoll, wenn sie im täglichen Betrieb funktioniert. Wenn aus Daten Erkenntnisse werden. Wenn aus Erkenntnissen Entscheidungen werden. Und wenn diese Entscheidungen zu besseren Ergebnissen führen. Genau dieser Gedanke prägt auch unseren Ansatz bei Wika Wir betrachten nicht nur einzelne Komponenten, sondern die gesamte Wertschöpfungskette: vom Sensor über die Konnektivität bis hin zur Datenanalyse und Anwendung beim Kunden. Erst das Zusammenspiel aller Bausteine schafft nachhaltigen Mehrwert.

Besonders großes Potenzial sehe ich dabei in der intelligenten Zustandsüberwachung und der vorausschauenden Wartung. Wenn Unternehmen Entwicklungen frühzeitig erkennen, können sie Ausfälle vermeiden, Ressourcen effizienter einsetzen und ihre Anlagenverfügbarkeit nachhaltig verbessern. Genau hier zeigt sich, welchen Beitrag IIoT leisten kann.

Für mich wird die Zukunft der Industrie deshalb nicht durch die beste Strategie entschieden. Sie wird durch die Fähigkeit entschieden, diese Strategie erfolgreich umzusetzen.

Unternehmen, denen es gelingt, Daten in Entscheidungen, Technologien in Lösungen und Visionen in messbare Ergebnisse zu übersetzen, werden die Gewinner der nächsten industriellen Entwicklung sein. Genau darin sehe ich die eigentliche Aufgabe des Industrial Internet of Things.

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