Der Mischprozess ist für Tee in vielerlei Hinsicht wichtig.

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Mischtechnik für Aufgussgetränke Tee professionell aufbereiten

16.10.2020

Hohe Mischgüte, kurze Mischzeiten, restlose Entleerung, wahlweise sterilisierbar: Die Anforderungen an die Misch- und Aufbereitungstechnik in Teefabriken sind groß. Ein Paderborner Hersteller hat sich dem beliebten Heißgetränks besonders gewidmet und auf der Basis vertikaler Wendelmischer verschiedene Lösungen etabliert.

Tee ist ein hochwertiges Handelsprodukt. Weltweit wurden im Jahr 2017 ungefähr 6,1 Millionen Tonnen Tee geerntet, wobei China mit 40 Prozent und Indien mit 22 Prozent die weltweit größten Erzeuger sind. Angesichts dessen, dass Tee in vielen Ländern gewonnen und darüber hinaus in vielen anderen Ländern der Erde gemischt und getrunken wird, ist der industriellen Misch- und Aufbereitungstechnik ein hoher Stellenwert beizumessen.

Teehäuser in aller Welt verarbeiten und vertreiben in der Regel nicht nur klassische Grün- und Schwarztees, sondern auch sogenannte Früchtetees, also getrocknete Obst,- Gemüse- und Kräuterderivate, die ähnlich wie klassischer Tee zubereitet werden. Der Mischprozess ist hier in vielerlei Hinsicht wichtig. Zunächst werden Ernte-Chargen verschiedenster Gärten, Regionen und Erntezeiten zusammengestellt, um einen angestrebten Qualitätsstandard zu erreichen. Der Chargierung schließt sich der Vorgang des Homogenisierens an, wobei oftmals Großchargen zu mischen sind.

Der Mischvorgang selbst kann ebenfalls sehr anspruchsvoll sein, denn die Form und Struktur der Teeblätter/Trockenfrüchtederivate sollen sich nicht verändern. Feinanteil und Staub sind unerwünscht.

Wohlschmeckend und rein

Produzenten von Nähr- und Genussmitteln tragen generell große Verantwortung. Aufgussgetränke müssen wohlschmeckend und zu 100 Prozent rein sein. Diese hohen Qualitätsansprüche werden umso besser erfüllt, wenn die Rohstoffkomponenten in prozesssicheren Systemen aufbereitet werden.

Kurze Mischzeiten bewirken, dass die Partikelstruktur der Rohstoffe erhalten bleibt. Etablierte Lösungen stehen zur Auswahl, insbesondere wenn Kleinstkomponenten wie Flüssigaromen, Vitaminbeigaben oder pulvrige Aromen einzumischen sind.

Der Amixon-Doppelwellenmischer eignet sich besonders für größere Chargen von etwa zwei bis 25 m3. Die Mischwerkzeuge rotieren erst, nachdem der letzte pulvrige Rezepturbestandteil eingefüllt wurde. Flüssigstoffbeigaben finden während des Mischens statt.

Ideale Mischgüten werden nach 20 bis 40 Umdrehungen erzielt. Dann öffnen die Verschlussorgane und die Fertigmischung fließt in Container oder Big Bags. Der Mischer entleert sich bis zu 99,98 Prozent. Die befüllten Big Bags oder Container werden zur Verpackungsanlage gebracht, dort wird deren Inhalt abgefüllt.

Doppelwellenmischer im „Off-Line-Verfahren“

Der hier beschriebene Doppelwellenmischer mischt genau und besonders schonend. Nicht selten beträgt die Mischzeit nur 20 bis 30 Sekunden. Empfindliche Komponenten wie Kräuter, Teeblätter, aber auch agglomerierte Aromen aus der Wirbelschichtgranulation oder vom Sprühturm bleiben nahezu unversehrt.

Bei Bedarf wird der Vertikal-Zweiwellenmischer auch vakuumfest gefertigt. Damit kann der Luftsauerstoff durch Anlegen von Vakuum entfernt werden. Die Sättigung auf atmosphärischen Druck erfolgt durch Eintragung von Inertgasen.

Im Off-Line-Mischverfahren ist der Mischprozess vom Abfüllprozess entkoppelt, so wird Zeit eingespart: Denn während die Abfüllmaschine Dosen, Beutel, Sachets und Teebeutel befüllt, kann der Mischer bereits für den nächsten Mischauftrag gereinigt und präpariert werden. Die Vorteile des Doppelwellenmischers erschließen sich für den Anwender wie folgt:

  • ideale Mischgüten bei sehr kurzen Mischzeiten

  • besonders produktschonender Mischvorgang

  • platzsparende Bauart, besonders gut geeignet für Großchargen

  • nur eine Qualitätsanalyse pro Großcharge.

  • Entleerung geschieht sehr schnell, wahlweise in bis zu vier Gebinde gleichzeitig. Besonders effektive Restentleerung bis zu 99,98 Prozent und mehr

  • Füllgrade können bei diesem Mischer von etwa 15 bis 100 Prozent differieren.

  • Höchste Hygienestandards: Große Inspektionstüren schließen totraumfrei und dauerhaft gasdicht.

  • Auf Wunsch entspricht der Mischraum der Staub-Ex-Zone 20. Wahlweise wird der Mischer druckstoßfest, druckfest oder vakuumfest gefertigt.

Mischer für das „End-of-the-Line-Mixing“

Der KoneSlid-Mischer aus dem Hause Amixon wurde speziell für die Genussmittelbetriebe entwickelt, die das „End-of-the-Line“-Produktionskonzept anwenden. Bei diesem Verfahren werden alle Verarbeitungsapparate untereinander angeordnet. Das fertige Mischgut fließt vom Mischer durch den Nachbehälter direkt in die Verpackungsmaschine. Reinigungsarbeiten werden weitgehend reduziert, da dieser Mischer restlos entleert.

Die Chargengrößen betragen in der Regel 300 oder 2.000 l. Bei geringer Drehfrequenz mischt der KoneSlid-Mischer sehr präzise und schonend. Darüber hinaus ist der Mischvorgang besonders kurz. Die Bauart des Mischers gewährleistet beispielsweise auch, dass empfindliche Agglomerate aus dem Sprühturm, aus der Wirbelschichtgranulation oder aus der Vakuum-Gefriertrocknung erhalten bleiben.

Bei Bedarf ist auch dieser Mischer vakuumfest. So kann während des Mischvorgangs der Luftsauerstoff aus der Porosität der Pulvermischung entfernt werden, durch Anlegen eines Vakuums. Die Sättigung erfolgt durch den Eintrag von geeignetem Inertgas. Die Entleerung geschieht entmischungsfrei in wenigen Sekunden. Rieselfähige Güter fließen restlos aus, sodass Cross-Kontaminationen ausgeschlossen sind.

Bildergalerie

  • Besonders schonendes Mischen bei geringer Drehfrequenz ist im Doppelwellenmischer von Amixon möglich.

    Bild: Amixon

  • Der Doppelwellenmischer ist für große Teechargen von 10 m3 und mehr geeignet.

    Bild: Amixon

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