Wir nutzen einen Großteil der Fläche unserer Erde für die Solarenergieerzeugung. Warum nicht auch das Weltall?

Bild: iStock, mechanick Video: ESA

Gewagtes Projekt der Solarenergie Solarstrom aus dem Weltall

07.09.2022

Um Europa auf künftige Entscheidungen zur weltraumgestützten Solarenergie vorzubereiten, hat die ESA ein Vorbereitungsprogramm mit dem Namen Solaris für den nächsten ESA-Rat auf Ministerebene im November 2022 vorgeschlagen.

Ziel von Solaris wäre es, den Boden für eine mögliche Entscheidung über ein vollständiges Entwicklungsprogramm im Jahr 2025 zu bereiten, indem die technische, politische und programmatische Durchführbarkeit der weltraumgestützten Solarenergie für den terrestrischen Bedarf nachgewiesen wird.

Bewertung der Grundlagen

Mit Hilfe einer begrenzten Anfangsinvestition würden in Partnerschaft mit der europäischen Industrie Studien und Technologieentwicklungen durchgeführt, um die technische Machbarkeit auszubauen und die Vorteile, Umsetzungsoptionen, kommerziellen Möglichkeiten und Risiken der weltraumgestützten Solarenergie als Beitrag zur Dekarbonisierung der terrestrischen Energieversorgung zu bewerten.

Solaris würde auch potenzielle Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsfragen sowie Herausforderungen im Zusammenhang mit der Regulierung und der internationalen Koordinierung der Raumfahrtpolitik behandeln.

Mit Solaris würde Europa den technologischen Stand in einer Reihe von Schlüsseltechnologien ausbauen, die für Anwendungen sowohl auf der Erde als auch im Weltraum von Bedeutung sind, zum Beispiel hocheffiziente Solarzellen, drahtlose Energieübertragung und robotische Montage in der Umlaufbahn.

Es würde sicherstellen, dass Europa im internationalen Wettlauf um skalierbare saubere Energielösungen zur Eindämmung des Klimawandels eine Schlüsselrolle – und möglicherweise eine Führungsrolle – übernimmt.

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