Der VW I.D. Buzz lädt an einer Ladesäule von Ionity.

Bild: Volkswagen

Transformatoren für Ladenetzprojekt Sechs E-Autos gleichzeitig laden

12.09.2019

Mit 400 Schnellladestationen will das Joint Venture Ionity bis 2020 ein europäisches Netzwerk für E-Autos aufbauen. Schneider Electric unterstützt das Vorhaben mit Transformator-Kompaktstationen, mit denen sich die Ladesäulen an das Mittelspannungsnetz anbinden lassen.

Eine kurze Pause einlegen und währenddessen das E-Auto aufladen – an vielen Ladestationen ist dieses Szenario noch Zukunftsmusik. Ionity, ein Joint Venture der Automobilhersteller BMW, Daimler, Ford und VW mit seinen Marken Audi und Porsche, will das ändern und europaweit 400 Schnellladestationen aufbauen. In 23 Ländern des Kontinents sollen einzelne Ladestationen dann bis zu sechs E-Autos parallel aufladen können.

Mehrere Partner unterstützen das Projekt, darunter auch Schneider Electric. Das Unternehmen liefert Kompaktstationen für die Energieversorgung und Transformation von der Mittel- zur Niederspannung. Herzstück ist hier der Trihal-Transformator: Er bindet bis zu sechs Schnellladepunkte parallel an das Mittelspannungsnetz an und soll erstmals 350 kW für Ladesäulen liefern. Jeder Anschluss ist dabei galvanisch getrennt und die Energie durchläuft nur eine Transformatorenstufe, was die Verluste enorm reduzieren kann.

Bei der Installation greift Schneider Electric auf ein europaweites Partnernetzwerk zurück. Die Experten vor Ort sollen sicherstellen, dass länderspezifische Gesetze, Normen und regionale Besonderheiten beachtet werden. Hinzu kommen Ladesäulen anderer Partner, die speziell für das High Power Charging (HPC) entwickelt wurden. Dadurch, dass Station, Umrichter und Ladesäule geografisch getrennt sind, ist der Platzbedarf der einzelnen Ladesäule sehr gering. Das soll die Installation an Raststätten ohne großräumige Eingriffe in die Umgebung erleichtern.

Grünstrom statt Kohlestrom

Um einen tatsächlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten, soll die für den Ladevorgang benötige Energie ausschließlich aus erneuerbaren Quellen bezogen werden. Wie diese Technik mit grünem Strom funktioniert und welche Referenzen es bereits gibt, wollen Ionity und Schneider Electric auf der IAA 2019 in Frankfurt demonstrieren (Freigelände West, Stand F1052).

Ionity auf der IAA 2019

Bildergalerie

  • Der Trihal-Transformator kann bis zu sechs Schnellladepunkte parallel an das Mittelspannungsnetz anbinden.

    Bild: Schneider Electric

Verwandte Artikel