Friedrich Lütze GmbH

Das zertifizierte Schaltschrankzubehör gibt es gemäß den NEMA UL-Ratings Typen 2, 3R, 4, 4X, 12 und 13.

Bild: Lütze
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Geprüft nach UL 50E für Nordamerika Schaltschrankzubehör nach NEMA-Schutzarten

24.08.2020

Für den Einsatz auf dem nordamerikanischen Markt bietet Lütze zertifizierte Schaltschrankprodukte nach dem UL 50E Standard an. Dazu gehören unter anderem die Lütze USB- und RJ45-Einbaudosen sowie die Cablefix Durchführungssysteme für Kabel und Leitungen.

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Unternehmen, die international tätig sind und elektrische Betriebsmittel anbieten, benötigen internationale Zulassungen. Für den US-amerikanischen und kanadischen Markt sind die Normen gemäß UL beziehungsweise cUL vertraut. Weniger geläufig sind die „IP-Normen“, also die nordamerikanischen Schutzarten für Gehäuse, die in den UL-Rating Typen für den Einsatz im Innenbereich als auch im Außenbereich zusammengefasst werden.

Lütze bietet unter anderem zertifiziertes Schaltschrankzubehör gemäß UL 50E UL-Ratings Typen 2, 3R, 4, 4X, 12 und 13 an. Die Lütze Cablefix Kabeldurchführungssysteme X und One, geprüft nach UL-Ratings Typen 4X, 12 und 13 für konfektionierte und nicht konfektionierte Leitungen verfügen über unterschiedlichste Klemmbereiche von 3,5 mm bis maximal 29,5 mm und sind ölbeständig.

Die Lütze Schaltschrank-Einbaudosen zur Frontmontage gibt es entweder als RJ45 Anschluss mit Cat.6a oder alternativ mit USB-3.0 Interface. Beide Einbaudosen erfüllen eine Vielzahl unterschiedlichster Schutzarten, wie beispielsweise der IP65, die UL Type 4X.

IP-Schutz: Standardnorm für europäische Industrien

Gehäuse müssen aktive Teile vor widrigen Umgebungsbedingungen schützen, zum Beispiel das Eindringen von Fremdkörpern wie Staub und Wasser verhindern sowie stoßfest sein. Dieser Gehäuseschutz wird in Europa üblicherweise in den Schutzarten IP 00 bis IP 69K festgehalten.

Die IP-Schutzart gibt verschiedene Umgebungsbedingungen an beziehungsweise den Schutz von Menschen gegen potentielle Gefährdung bei der Anwendung. Grundsätzlich gilt, je höher die IP-Kennziffer desto höher ist der Schutzgrad des Gehäuses

UL 50E: Gehäuseschutzstandard für Nordamerika

Blickt man über die Grenzen Europas hinaus, wird anstelle des IP-Schutzes eine Klassifizierung nach NEMA 250 beziehungsweise UL 50E verwendet. Die UL-Ratings sind genauso anerkannt wie die IP-Schutzarten in Europa und werden grundsätzlich in den USA, in Kanada und Mexiko gefordert.

NEMA steht für „National Electrical Manufacturers Association“ und ist eine Organisation, die technische Standards für die US-amerikanische Elektronikindustrie festlegt. Die Leistungskriterien und Testverfahren der NEMA werden von den Underwriters Laboratories UL als Richtlinien für die Untersuchung und Auflistung elektrischer Einkapselungen verwendet und sind in der Norm UL 50E festgelegt.

Unterschiede zwischen UL-Rating Typ und IP-Rating

Zu beachten ist, dass es keine direkte Konvertierung zwischen IP- und UL-Schutzarten gibt. Das Schutzniveau, das sie bieten, ist jedoch vergleichbar.

Darüber hinaus schließt die NEMA gemäß den Prüfvorgaben „NEMA 250“ auch bestimmte Umgebungsbedingungen mit ein und berücksichtigt, anders als die IP-Prüfverfahren gemäß EN 60529, zum Beispiel die Korrosionsbeständigkeit der Gehäuse. Außerdem werden zusätzlich Alterung, Öl- und Kühlflüssigkeitsbeständigkeit, Vereisung sowie mechanische Einwirkungen berücksichtigt.

Aus diesen Unterschieden wird deutlich, dass für das UL 50E-Prüfverfahren auch anderes Equipment erforderlich ist als für die IP-Prüfverfahren. So ist z.um Beispiel bei der Wasserdichtigkeitsprüfung eine von einem akkreditierten Prüflabor kalibrierte Wasserpumpe vorgeschrieben, die abhängig vom Testverfahren die geforderte Druckleistung l/min gewährleistet sowie Strahldüsen mit dem entsprechenden Innendurchmesser hat.

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