Mit dem Hot-Swap-Feature können Anlagenmodule im laufenden Betrieb zu Maschinen und Anlagen hinzugefügt oder abgemeldet werden.

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Maschinenverbund im laufenden Betrieb ändern Plug & Play mit Safety

25.11.2019

Flexible Maschinen- und Anlagenkonzepte nach dem Plug & Play Prinzip spielen bei zunehmender Produktdiversität und kleinen Losgrößen ihre Stärken aus. Damit auch modulare Einheiten mit Not-Halt-Funktion flexibel gruppiert oder umgerüstet werden können, gibt es jetzt die passende Safety-Lösung mit Hot-Swap-Feature.

Das S-DIAS Safety-System von Sigmatek stattet den Anwender mit großer Freiheit bei der Projektierung des Safety-Konzeptes aus und ist somit ideal für modulare Produktionsmaschinen beziehungsweise -linien mit optionalen Modulen wie Be- und Entladeeinheiten sowie Handling- und Transportsystemen. Die modularen Maschineneinheiten sind mit einem eigenen Safety-Controller ausgestattet und kommunizieren mit der übergeordneten Safety-Steuerung über Industrial Ethernet Varan.

Das neue Hot-Swap-Feature sorgt dafür, dass die Maschinenteile mit ihren Safety-CPUs flexibel im System eingebunden, abgemeldet und an anderer Stelle im Maschinenverbund wieder angemeldet werden können – und das zur Laufzeit. Die übergeordnete zentrale Safety-Steuerung ist in der Lage, bis zu 70 optionale Unterstationen mit Not-Halt-Funktion zu verwalten.

Umbau ohne Neustart

Das übergreifende Safety-Programm wird einmalig mit allen möglichen teilnehmenden Einheiten im Maschinenverbund projektiert und kann in weiterer Folge, wie die modulare Maschine oder Linie, beliebig zusammengestellt werden. So können optionale Anlagenmodule mit integrierter Not-Halt-Funktion ohne Neustart im laufenden Betrieb zu Maschinen und Anlagen hinzugefügt oder von diesen abgemeldet werden.

Der dynamische Verbindungsaufbau erfolgt über einen einfachen funktionsgerichteten Anmeldemechanismus – ohne Hardware-Switch. Der Verbindungsabbau wird durch einen sicheren Eingang ausgelöst. Die flexible Sigmatek Safety-Lösung spart dem Anwender durch die Plug & Play Funtionalität wertvolle Zeit im Produktionsprozess und erhöht gleichzeitig den Output.

Wird eine Einheit ohne vorherige Abmeldung von der zentralen Safety-Steuerung getrennt, wird nach Ablauf der konfigurierbaren Watchdog-Zeit bei allen verbundenen Maschinenmodulen ein Not-Halt ausgelöst.

Das modulare Safety-System im Pocket-Format umfasst neben dem Safety-Controller verschiedene Safety-I/Os und Antriebe mit Sicherheitsfunktionen. So kann die Safety-Lösung passgenau auf die sicherheitsrelevante Anwendung abgestimmt werden.

Safety drahtlos oder kabelgebunden

Sigmatek hat die Safetytechnik so gestaltet, dass die sicherheitsrelevanten Signale via Black Channel über beliebige Kommunikationsmedien übertragen werden. Bei kabelgebundenen Lösungen genügt dabei ein einziges Kabel für Safety- und Standardkommunikation.

Die Übertragung erfolgt über Industrial Ethernet Varan, kann aber auch wireless beispielsweise über WLAN erfolgen. Daher ist das erschütterungsfeste S-DIAS Safety-System auch für mobile Anwendungen wie beispielsweise fahrerlose Transportsysteme optimal geeignet.

Sicherheitsanwendungen lassen sich dank der umfangreichen Bibliothek im Lasal SafetyDesigner komfortabel konfigurieren. Die Safety-Funktionsbausteine sind an den PLCopen Standard angelehnt und können genau wie die sicheren Ein- beziehungsweise Ausgänge einfach per Drag & Drop platziert werden. Der integrierte Debugger ermöglicht die grafische Darstellung aller Werte und stellt Zustand und Signalfluss der Safety-Funktionen übersichtlich dar.

S-DIAS Safety-Lösungen erfüllen alle Anforderungen bis SIL 3 (gemäß EN 62061) und PL e, Kat. 4 (gemäß EN ISO 13849-1/-2).

Bildergalerie

  • Mit dem neuen Hot-Swap-Feature des S-DIAS Safety-Systems können modulare Maschinen und Anlageneinheiten mit Not-Halt-Funktion flexibel gruppiert bzw. umgerüstet werden.

    Bild: Sigmatel

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