Der Einsatz spezieller Lager konnte den Servicebedarf an den Transportbändern einer Tiefkühlpizza-Linie deutlich verringern.

Bild: NSK

Molded-Oil-Lager Pizza-Produktion am Laufen halten

03.05.2019

Ein Hersteller von Tiefkühlpizza hatte mit regelmäßigen Wälzlagerausfällen an den Riemenspannern eines Lebensmitteltransportbands zu kämpfen. Die Fertigungslinie musste deshalb etwa alle vier Wochen stillgelegt werden. Eine andere Wälzlagerart konnte das Problem lösen.

Im Rahmen des Added-Value-Programms (AIP) hat NSK die Lagerstelle sowie die Wälzlager der betroffenen Tiefkühlpizza-Fertigung überprüft. Das Unternehmen stellte fast, dass die Schäden hauptsächlich durch die häufige und gründliche Reinigung der Fertigungslinie mit Wasser verursacht wurden. Sie führte zu Dichtungsschäden, Korrosion und Schmierfettauswaschungen durch Wassereintritt ins Lager.

NSK empfahl daraufhin den Austausch der vorhandenen Wälzlager durch Molded-Oil-Lager aus rostfreiem Stahl. Bei dieser Lagerbauart wurde ein spezielles, tribologisches Konzept verwendet.

Lager und Umgebung sauber halten

Die Molded-Oil-Lager sind mit einem ölimprägnierten Material ausgerüstet, das aus Schmieröl und einem ölverwandten Polyolefinharz besteht. Dieses Material gibt das Schmiermittel, das aufgrund seiner Konsistenz nicht ausgewaschen werden kann, über lange Zeiträume kontinuierlich ab.

Zugleich verhindert der Trägerwerkstoff den Eintritt von Wasser oder festen Verunreinigungen ins Lager. Die Betriebsumgebung bleibt sauber, weil kein Fett austritt und kein Öl nachgefüllt werden muss. Damit eignen sich die Wälzlager für Anwendungen mit starkem Wasserkontakt und gründlichen Reinigungsvorgängen beziehungsweise generell für Einsätze in der Lebensmittelproduktion.

Höhere Lebensdauer unter schwierigen Konditionen

Laut NSK beträgt die Lebensdauer von Molded-Oil-Lagern bei Einsätzen in wasser- und staubbelasteten Umgebungen mehr als das Doppelte von von Lagern mit Fettschmierung. Beim konkreten Fall des Tiefkühlpizza-Herstellers soll dieser Wert aber sogar um ein Mehrfaches übertroffen worden sein.

Nachdem die Lager installiert worden waren, kam es nach Unternehmensangaben ein Jahr lang zu keinem Ausfall. Bei der Kostenanalyse musste also für den aktuellen Zustand nur die einmalige Investition in Molded-Oil-Lager berücksichtigt werden. Vor dem Lageraustausch bildeten die vierwöchigen Lagerwechsel jeweils mit Nachschmieren und Montageaufwand einen deutlich größeren Kostenblock.

Bildergalerie

  • Bei Molded-Oil-Wälzlagern ist der Schmierstoff fest in ein Trägermedium integriert.

    Bild: NSK

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