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Energiesparen in der Papier- und Zellstoffindustrie Papier wirtschaftlich trocknen

07.06.2018

Thermokompressoren für den Trocknungsprozess in der Papierherstellung müssen langlebig und effizient sein. In einer Pilotanlage in Österreich kommt dafür Technologie aus Deutschland zum Einsatz.

Dampf spielt bei der Herstellung von Papier eine wichtige Rolle: Das noch nasse Papier wird in Trocknungseinheiten innerhalb der Papiermaschine getrocknet. Die Trocknungszylinder in diesen Einheiten werden mit Dampf beheizt. Je nach Art der Papiermaschine und der produzierten Grammatur kann die Trocknungseinheit aus einem großen oder vielen kleineren, zu einer Heizgruppe zusammengefassten, Trockenzylindern bestehen.

Thermokompressoren übernehmen in Papiermaschinen die Entwässerung der Trockenzylinder oder verdichten niedergespannten Dampf zu höherem Druck zur Versorgung der Trockenpartien. Optimal arbeitende Thermokompressoren leisten so einen wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Betrieb von Papiermaschinen.

Andritz hat in seiner Pilotanlage Primeline Tiac gezeigt, wie energieeffizient qualitativ hochwertige Tissue-Papiere, also feingekreppte Hygienepapiere, hergestellt werden können. Dabei setzt die Anlage auch auf Thermokompressoren von Körting.

Pilotanlage für Tissue-Papiere

Für die kommenden Jahre wird Tissue-Papieren ein kontinuierliches Wachstum von rund 3,5 Prozent vorhergesagt. Auch aus diesem Grund hat Andritz sich entschlossen, ein Tissue-Innovations- und Anwendungs-Zentrum an ihrem Hauptsitz in Graz, Österreich zu eröffnen. Mit dem Fokus auf Energieeffizienz und hoher Produktqualität wurde die Pilotanlage mit der neusten Technologie für Tissue-Papiermaschinen ausgestattet.

So steht die Anlage nicht nur Forschungs- und Entwicklungs-Instituten zur Verfügung. Auch Tissue-Hersteller, Zellstoff-Produzenten und -Lieferanten können die Anlage für Versuche und Optimierungen buchen. Die eingesetzte Papiermaschine verfügt über insgesamt acht Konfigurationen, um die Produktion von verschiedenen Papierbeschaffenheiten zu testen. Der am Ende des Trocknungsprozesses eingesetzte Yankeezylinder wird dabei von einem Körting Thermokompressor entwässert.

Papiermaschinenhersteller wie Andritz setzen seit Jahrzehnten auf Technologie von Körting. Neben dem langlebigen und energieeffizienten Betrieb können die Thermokompressoren des Unternehmens bei veränderten Betriebsbedingungen schnell an die Anlage angepasst werden. So können sich Anlagenbetreiber auch beim jahrzehntelangen Einsatz ihrer Papiermaschine auf die regelbaren Körting-Strahlpumpen verlassen. Ein geringer Wartungsbedarf, die einfach Bedienung und nicht zuletzt die hohe Betriebssicherheit sind die Vorteile der Thermokompressoren.

Bildergalerie

  • Besichtigung der Pilotanlage in Österreich

    Bild: Andritz

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