Transparenz in Industrial-Ethernet-Netzwerken

Neues Feldbusmodul ermöglicht die passive Erfassung von EtherNet/IP-Kommunikation

iba AG

Das neue Feldbusmodul ermöglicht die passive und rückwirkungsfreie Erfassung von EtherNet/IP-Kommunikation in industriellen Netzwerken.

Bild: Iba
23.07.2026

In modernen Fertigungsanlagen sowie Energieerzeugungs- und Energieverteilungsanlagen steigen Komplexität und Vernetzungsgrad der industriellen Automatisierungssysteme kontinuierlich. Damit wächst auch die Bedeutung einer detaillierten Analyse des Datenaustauschs in industriellen Netzwerken, um Prozesse transparent und nachvollziehbar zu machen, Kommunikationsabläufe zu verstehen und Fehlerquellen schnell identifizieren zu können. Umso wichtiger ist es, die relevanten Kommunikationsdaten zwischen den Teilnehmern zuverlässig und ohne Eingriff in das Netzwerk erfassen und analysieren zu können.

Mit dem neuen Feldbusmodul ibaM-EIP-S-1G erweitert Iba das modulare Messsystem ibaMAQS daher um eine leistungsfähige Lösung zur passiven Erfassung von EtherNet/IP-Kommunikation in industriellen Netzwerken.

IbaM-EIP-S-1G ist speziell für die Erfassung des zyklischen Datenaustauschs in EtherNet/IP-Netzwerken ausgelegt, die in der Automatisierungstechnik weit verbreitet sind. Es unterstützt die Kommunikation zwischen EtherNet/IP-Scannern (Master) und Adaptern (Slaves) und lässt sich in bestehende Netzwerke mit einem oder mehreren Scannern integrieren.

Passive und rückwirkungsfreie Datenerfassung

Das Modul wird über eine TAP-Schnittstelle in das Netzwerk eingebunden und arbeitet vollständig rückwirkungsfrei als Sniffer. Dadurch kann der zyklische Datenaustausch der IO-Daten (Implicit Messaging) zwischen Scanner und Adapter passiv mitgelesen werden, ohne die laufende Kommunikation zu beeinflussen.

Die Daten werden anschließend mit ibaPDA aufgezeichnet und können zur weiterführenden Analyse gemeinsam mit weiteren Prozessdaten im Iba-System ausgewertet werden.

Das ibaMAQS-System besteht aus dem zentralen Prozessormodul (edge device) ibaM-DAQ, das mit bis zu 15 unterschiedlichen I/O-Modulen kombiniert werden kann. Dadurch lassen sich Messaufgaben individuell an applikationsspezifische Anforderungen anpassen. Auf dem Prozessormodul läuft die Datenerfassungssoftware ibaPDA.

IbaPDA erfasst die Signale des ibaMAQS-Systems, kann aber auch weitere Signale über Ethernet aus Steuerungen und Sensoren erfassen. Damit können die erfassten Kommunikationsdaten flexibel mit anderen Signalen isochron erfasst, gespeichert, live visualisiert und offline analysiert werden.

Mit der Erweiterung des ibaMAQS-Portfolios um ein EtherNet/IP-Schnittstellenmodul stärkt die iba AG die Möglichkeiten zur transparenten und rückwirkungsfreien Analyse industrieller Kommunikationsnetzwerke und schafft damit eine wichtige Grundlage für eine detaillierte Prozess- und Systemdiagnose.

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel