Im neuen Studiengang werden Studierende umfassend geschult, um als innovativ denkende Verfahrenstechniker ins Berufsleben einsteigen zu können.

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Zukunftsfähige Berufsvorbereitung Neuer Studiengang: Prozesssimulation in der Verfahrenstechnik

27.03.2020

Die Verfahrenstechnik zählt zu den Schlüsseldisziplinen der Zukunft. Mehr denn je müssen Ressourcen geschont und Abfälle vermieden werden. Mit dem neuen Master-Studiengang Prozesssimulation in der Verfahrenstechnik bereitet die Wilhelm-Büchner-Hochschule Absolventen auf die parallel zur Produktion ablaufenden Simulationen vor.

Der neue Master-Fernstudiengang ist auf drei Semester ausgelegt. Vermitteln soll er sowohl Fachwissen in den Bereichen mechanischer und thermischer Verfahrenstechnik als auch die für einen digitalen Zwilling notwendigen Kenntnisse im Regeln und Simulieren kontinuierlicher Prozesse.

„Allgemein ist die Digitalisierung chemischer, pharmazeutischer oder lebensmittelverarbeitender Produktionsanlagen bei den wichtigen Verbänden wie Dechema und VDI ein großes Thema“, sagt Prof. Harald Schuchmann, Akademischer Leiter der Verfahrenstechnik an der Wilhelm-Büchner-Hochschule. „Oft wird allerdings nicht explizit erwähnt, dass dies vor allem sinnvoll ist, wenn die Prozesse kontinuierlich sind. Neben dem digitalen Zwilling spielt also insbesondere die entsprechende Mess- und Regelungstechnik eine wichtige Rolle in der Prozesssimulation.“

Laut Schuchmann bedeutet das in der zukünftigen Praxis auch, dass mehr Verantwortung bei der Person an der Anlage liegen wird. „Umso wichtiger wird die Anleitung und Führung von Mitarbeitern für unsere Absolventen. Und natürlich wird auch die Konzipierung neuer, innovativer Anlagen in Zukunft noch stärker gefragt sein“, sagt er.

Karriereperspektiven in der Verfahrenstechnik

Im Studiengang erlernen Studierende entsprechende Kompetenzen mit fächerübergreifenden Lerninhalten. Sie erhalten wertvolle Einblicke in die Technikfolgenabschätzung, die ihre Planungskompetenzen stärken. Das Forschungsprojekt im zweiten Semester soll auf Aufgaben im Bereich Forschung und Entwicklung oder als Produktionsleiter vorbereiten.

Der Master of Engineering qualifiziert Absolventen für Fach- und Führungsaufgaben in der Entwicklung verfahrenstechnischer Herstellungsprozesse, etwa in der chemischen, pharmazeutischen oder lebensmittelverarbeitenden Industrie, im Anlagenbau, in der Ingenieurdienstleistung sowie in öffentlichen oder privaten Forschungseinrichtungen. „Der Bedarf an Optimierung von Produktionsprozessen ist weltweit enorm. Mit unserem Master-Studiengang Prozesssimulation in der Verfahrenstechnik eröffnen sich viele spannende und attraktive Karriereperspektiven“, fasst Schuchmann zusammen.

Kernkompetenzen und Schwerpunkte

Der Studiengang richtet sich an Interessierte mit einem Bachelor-Abschluss in Energie-, Lebensmittel- oder chemischer Verfahrenstechnik oder einem verwandten Studiengang. Anhand der eingereichten Bewerbungsunterlagen werden Vorkenntnisse beurteilt; eventuell fehlende Vorkenntnisse können in der Homogenisierungsphase erworben werden, bevor das erste Semester startet.

Das anschließende Kern- und Vertiefungsstudium vermittelt ein umfassendes Know-how rund um die Kernfelder der Verfahrenstechnik. Es folgt ein Wahlpflichtbereich, in dem das eigene berufliche Profil geschärft werden kann. Zur Auswahl für die Vertiefung stehen:

  • Bioverfahrenstechnik mit virtuellem Labor

  • Simulieren von Prozessen mit virtuellen Laboren

  • Verpackungsmaterial und -entsorgung

  • Prozessintegration mit Schwerpunkt Pinch-Analyse

  • Advanced Process Control

  • Materialflusstechnik

  • Kältetechnik und deren Anwendungen (voraussichtlich ab 2022)

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