1.300-Volt-SiC-Modul erreicht 205 °C

Neue Spielräume für Elektroauto-Inverter

1-300-V HybridPACK-Drive-SiC-Modul mit 205°C Betriebstemperatur von Infineon.

Bild: Infineon
26.08.2026

Das neue 1.300-Volt-SiC-Modul von Infineon hält 205 °C im Dauerbetrieb aus. Es liefert bis zu 15 Prozent mehr Ausgangsstrom, lässt sich in bestehende Inverterplattformen integrieren und kann Kühlsysteme kleiner und kostengünstiger machen.

Infineon Technologies hat einen neuen Meilenstein bei Leistungsmodulen für Inverter in Elektrofahrzeugen erreicht: Das Unternehmen stellt ein neues 1.300‑V-Siliziumkarbid-(SiC)-Modul innerhalb der HybridPACK-Drive-Familie vor, das für den Dauerbetrieb bei Temperaturen bis 205  °C geeignet ist; bisherige Designs sind typischerweise auf bis zu 175  °C ausgelegt. Automobilhersteller und Tier‑1-Lieferanten können durch diese Erhöhung mit bestehenden Inverterdesigns eine höhere Spitzen- und Dauerleistung erzielen oder in neuen Plattformen Systemkomplexität und -kosten reduzieren.

„Mit Innovationen in der Hochvolt-Leistungselektronik verbessern wir konsequent die Leistungsfähigkeit und Effizienz elektrischer Fahrzeuge“, sagt Stefan Obersriebnig, Senior Vice President und General Manager Automotive High Voltage bei Infineon. „Höhere Betriebstemperaturen verleihen unseren Kunden größere Designflexibilität und helfen ihnen, die Systemkosten zu senken. Dadurch entstehen noch überzeugendere Plattformen, die dabei helfen, die Verbreitung von Elektrofahrzeugen zu beschleunigen.“

Höhere Leistungsdichte bei unveränderter Bauform

Die erhöhte Betriebstemperatur ermöglicht im Vergleich zu bestehenden Designs einen um bis zu 15 Prozent höheren Ausgangsstrom und damit eine höhere Leistungsdichte des Inverters. Da gleichzeitig Größe, Bauform und Anschlüsse des Moduls identisch bleiben, kann es nahtlos in bestehende Plattformen integriert werden und ermöglicht somit Leistungssteigerungen ohne teure und langwierige Neuentwicklungen. Die Markteinführung neuer Inverter-Generationen beschleunigt sich, während bewährte Fertigungs- und Qualifizierungsprozesse erhalten bleiben.

Die erweiterte Temperaturspanne kann zudem die Anforderungen an das Kühlsystem erheblich reduzieren. Durch die höhere zulässige Sperrschichttemperatur lassen sich Wechselrichter mit kleineren oder weniger komplexen Kühlsystemen auslegen, was Systemkosten senkt, das Fahrzeuggewicht reduziert und die Gesamtenergieeffizienz verbessert.

Neben der erhöhten Betriebstemperatur ist das neue Modul das erste innerhalb der HybridPACK-Drive-Familie mit einer Sperrspannung von 1.300  V. Dadurch werden Leistung, Effizienz und Robustheit von Wechselrichtern selbst bei Batteriespannungen jenseits von 900  V weiter verbessert. Infineon wird die Betriebsfähigkeit bis 205  °C auch auf sein bestehendes Portfolio an 1.200‑V-SiC-Modulen innerhalb der Produktfamilie ausweiten.

Mit diesem Meilenstein kombiniert Infineon sein umfassendes Systemverständnis mit skalierbarer Fertigung und der für Automobilanwendungen gebotenen Zuverlässigkeit. Dadurch stärkt das Unternehmen seine Position als führender Anbieter von SiC-Leistungslösungen für Fahrzeuge.

Verfügbarkeit

Der Baustein FS01M9R13A7MA2B ist das erste Produkt innerhalb von Infineons HybridPACK-Drive SiC-Modulportfolio mit einer Betriebstemperatur von 205  °C und bereits am Markt verfügbar. Weitere Informationen sind hier erhältlich.

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