Im Rahmen des Vorhabens TrendAuto2030plus sollen konkrete Innovationsprojekte bei Unternehmen der Automotive-Industrie angestoßen werden.

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Zukunftsfähige Mobilität Nachhaltige Automobilindustrie vorantreiben

25.08.2022

Die Autobranche und ihre Zulieferer stehen unter hohem Innovationsdruck. Um die Unternehmen in der Region um Aachen, Bonn und Köln bei Veränderungsprozessen zu unterstützen, hat ein Konsortium aus Wissenschaft und Interessenvertretungen das Projekt TrendAuto2030plus ins Leben gerufen.

In den kommenden drei Jahren soll im Projekt TrendAuto2030plus ein Transformationsnetzwerk für eine elektrische, nachhaltige und digitale Automobilindustrie entstehen. Neben der TH Köln beteiligen sich am Vorhaben die RWTH Aachen, die Unternehmerschaft Rhein-Wupper, der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Köln und die IG Metall Köln-Leverkusen.

„Die Automobilbranche erwirtschaftet in Nordrhein-Westfalen einen Jahresumsatz von rund 34 Milliarden Euro und ist in NRW besonders im Rheinland konzentriert“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Christoph Haag von der Fakultät für Informatik und Ingenieurwissenschaften der TH Köln. „Vor diesem Hintergrund hat es eine besondere Bedeutung, die Fahrzeug- und Zulieferindustrie zusammenzuführen sowie die umfangreichen vorhandenen Innovationspotenziale in den Unternehmen zu aktivieren.“

Notwendigkeiten zur Weiterentwicklung

Den Beginn des Projekts bildet eine Analyse der Branche. In Bezug auf die wichtigen Zukunftsthemen erhalten die beteiligten Unternehmen ein Benchmarking, um ihren eigenen Reifegrad zu ermitteln und Notwendigkeiten zur Weiterentwicklung zu erkennen. Hinzu kommen ein Technologie-Radar sowie Trend- und Szenarioanalysen.

„Wenn wir genau wissen, wo die Branche in NRW steht, nehmen wir Transformationsprozesse weltweit in den Blick und identifizieren die strategischen Erfolgsfaktoren“, erklärt Haag. Auf dieser Basis soll dann eine Transformationsstrategie 2030plus entworfen und konkrete Innovationsprojekte bei den Unternehmen angestoßen werden.

Neue Qualifikationen in der Automobilproduktion

Zeitgleich untersuchen die Partner zusammen mit den relevanten Akteuren der Branche, welche Kompetenzen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig benötigen und wie Produktionssysteme der Zukunft aufgebaut sein müssen. Haag: „In der Automobilproduktion der 2030er-Jahre sind weiterhin viele der bewährten Fähigkeiten gefragt, aber es werden auch neue Qualifikationen notwendig sein. Daher entwickeln wir umfangreiche Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, die auch nach Projektende von den Partnern angeboten werden können.“ Damit alle vom Transformationsprozess Betroffenen von den Erkenntnissen profitieren und diese auch über die Region hinaus angewendet werden können, sind breit angelegte Beteiligungs- und Vermittlungsformate geplant.

Das Projekt TrendAuto2030plus wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz bis Mitte 2025 mit rund 6,6 Millionen Euro gefördert.

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