Das BMVI investiert 23,5 Millionen Euro in Wasserstoffmobilität.

Bild: iStock, Frank Ramspott

Zukunft: Wasserstoff, Brennstoffzelle und Strom 23,5 Millionen Euro für Wasserstoffmobilität

21.10.2019

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, hat am 17. Oktober 2019 in Berlin Zukunftsschecks in Höhe von rund 23,5 Millionen Euro überreicht. Die Bandbreite der geförderten Projekte reicht vom Gabelstapler über die Ausstattung einer Ride-Pooling-Flotte bis hin zur Entwicklung eines Wasserstoffbusses und einer brennstoffzellenbetrieben Straßenkehrmaschine.

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Wasserstoff, Brennstoffzelle und Strom bewegen die Zukunft. Wir haben in den vergangenen Jahren viele Studien und Pilotprojekte gesehen. Die brauchen wir jetzt real auf der Straße - weil wir heute die Bürger davon überzeugen müssen, dass die Technik funktioniert und ein echter Meilenstein hin zu CO2-neutraler Mobilität von morgen ist.“

Die Förderung ist Teil des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP), mit dem die Bundesregierung seit 2006 in die Forschung und Entwicklung investiert. Das Programm soll die für eine Marktaktivierung notwendigen ersten Produkte in unterschiedlichen Anwendungsbereichen unterstützen.

Folgende Projekte haben einen Zukunftsscheck erhalten:

GHT Mobility GmbH (CleverShuttle)
Beschaffung von 50 Brennstoffzellenfahrzeugen zum Ausbau eines innovativen Mobilitätsangebots basierend auf IT-optimiertem Ride-Pooling
Förderung: 754.622,00 Euro

Deutsche Post DHL Group
Beschaffung von 500 Fuel Cell-Fahrzeugen (Streetscooter) für den Einsatz im Paketzustelldienst bei der Deutsche Post DHL Group
Förderung: 9.822.330,00 Euro

LKW: MAN & Shell mit Anleg GmbH und TU Braunschweig
Entwicklung und Erprobung eines Brennstoffzellen-Systems sowie einer mobilen und autarken Betankungseinrichtung im Anwendungsbereich von schweren Nutzfahrzeugen
Förderung: 8.121.251 Euro

FAUN Umwelttechnik GmbH & Co. KG
Entwicklung von Abfallsammelfahrzeugen und Kehrmaschinen mit Brennstoffzellenantrieb auf Wasserstoffbasis
Förderung: 521.241,00 Euro

EvoBus GmbH
Entwicklung eines batterieelektrischen Stadtbusses mit Reichweitenverlängerung durch eine Brennstoffzelle
Förderung: 3.309.652,00 Euro

Günsel Fördertechnik und Fahrzeugbau GmbH
Beschaffung von 89 wasserstoffbetriebenen Flurförderzeugen für den Intralogistikeinsatz im BMW-Werk Leipzig
Förderung: 1.024.094,00 Euro

Förderung

Wasserstoff-Mobilität ist zur Erreichung der Klimaschutzziele dringend erforderlich. Die Bundesregierung fördert im Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie NIP II (2016 2026) die Markteinführung der Technologien mit den Förderrichtlinien für Forschung und Entwicklung sowie zur Marktaktivierung. Dabei geht es konkret um Unterstützung bei der verkehrsträgerübergreifenden Beschaffung von Anwendungen mit Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Bis 2019 stehen Mittel in Höhe von rund 250 Millionen Euro bereit. Die Finanzplanung im Haushalt 2019 sieht weitere 481 Millionen Euro bis 2022 vor.

In der ersten Phase des NIP (2006 2016) hat die Bundesregierung und die Industrie bereits insgesamt 1,4 Milliarden Euro zur Technologieförderung und für Demonstrationsprojekte bereitgestellt. Die Bundesregierung unterstützt das Ausbauziel von 100 Tankstellen bis 2020. NOW koordiniert das NIP. In der ersten Phase des NIP (2006 2016) wurden 50 öffentliche Wasserstofftankstellen für Pkw gefördert. Im NIP 2 wurden 2018 über einen ersten Förderaufruf 20 weitere Tankstellen bewilligt. Die Mehrheit der 75 derzeit in Betrieb befindlichen Tankstellen ist in der Hand des Industrie-Joint Ventures H2-Mobility.

Aktueller Stand Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland (Oktober 2019):

  • 75 in Betrieb

  • 6 Fertiggestellt

  • 3 in Genehmigung

  • 15 in Planung

Auch im aktuellen Klimaschutz-Paket spielt die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie eine entscheidende Rolle hin zu einer CO2-neutralen Mobilität. Die Nationale Wasserstoffstrategie soll noch bis Ende des Jahres vorgestellt werden.

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