Die Anzahl der Displays in Fahrzeugen nimmt stetig zu, mit ihr aber auch die Komplexität für OEMs.

Bild: Maxim
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IC zur Stromversorgung Mehr Displays im Auto

08.01.2020

Mit einem neuen Stromversorgungs-IC können Elektronikentwickler nun mehr Displays in Fahrzeugen verbauen. Der Max16923 vereint fünf Funktionen in einem IC und senkt damit die steigende Komplexität, der die Automobilindustrie gegenübersteht.

Der Display-Stromversorgungs-IC Max16923 verfügt über vier Ausgänge und einen Watchdog-Timer. Durch den Ersatz von vier oder fünf diskreten ICs durch eine einzige Power-Management-Lösung verkleinert er den Formfaktor des Designs deutlich. Für die Automobilindustrie wird es somit leichter, die Anzahl der Displays pro Fahrzeug zu erhöhen.

Für OEMs kann das ein großer Vorteil sein. Denn sie versuchen, Autos mit immer mehr Bildschirmen attraktiver zu machen. Dazu gehören fortschrittliche Kombi-Instrumente, Infotainment, Head-up-Displays, Center-Displays, Unterhaltungselektronik auf dem Rücksitz oder Smart-Mirror-Anwendungen. „Einige Premium-Fahrzeuge könnten bis zu zehn Displays haben“, sagt etwa Greg Basich, Associate Director des Automotive Infotainment & Telematics Service bei Strategy Analytics.

Entwickler haben mit der Komplexität zu kämpfen, die diese zusätzlichen Bildschirme mit sich bringen. Bei der Integration konkurrieren die erforderlichen Stromversorgungsschaltungen nämlich mit einer Vielzahl anderer elektronischer Systeme im Auto um Platz.

Stromversorgungs-IC Max16923: Bestandteile und Eigenschaften

Der Max16923 integriert in einen einzigen IC

  • einen Hochspannungs- und einen Niederspannungs-Abwärtswandler,

  • einen Hochspannungs- und einen Niederspannungs-Low-Dropout-Regler,

  • elektromagnetische Störungsreduzierung

  • und einen Watchdog-Timer.

Durch den hohen Integrationsgrad soll sich eine Automotive-Power-Lösung von vier oder fünf ICs auf einen Chip reduzieren lassen, ohne dass es zu einem signifikanten Temperaturanstieg kommt. Dies trägt auch zu einer kleineren Designkomplexität bei.

Zudem reduziert sich laut Maxim die Größe der Stromversorgungslösung um bis zu 50 Prozent im Vergleich zum Wettbewerb. Die EMI-Optimierung und der Watchdog-Timer steigern dabei die Zuverlässigkeit der einzelnen Displays.

„Indem die Anzahl der ICs, die für jedes Display benötigt werden, reduziert werden, verringert der Max16923 die Designkomplexität und die Probleme mit der Boardgröße erheblich“, erklärte Szukang Hsien, Executive Business Manager, Automotive Business Unit bei Maxim Integrated. „Diese hochintegrierte Stromversorgungslösung erfüllt in Verbindung mit dem TFT-Bias- und LED-Treiber Max20069 die Leistungsanforderungen von 12,3-Zoll- und kleineren Displays.“

Preis und Evaluation Kit

Der Max16923 ist über die Maxim-Website erhältlich. Preise gibt es auf Anfrage.

Für den IC steht außerdem ein Evaluation Kit für 50 US-Dollar bereit.

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