Das EMS kann nachträglich in Bestandsanlagen installiert und auch durch die eigene Rechnereinheit autark betrieben werden, so dass das System sich sowohl für Windenergieanlagenhersteller, Messinstitute als auch für Betriebsführer und Betreiber eignet.

Bild: Leine Linde Systems

Dehnung, Temperatur, Feuchtigkeit exakt messen Lösungen für das Messen und Überwachen

16.08.2017

Auf der Fachmesse für Wind zeigt Leine Linde Systems neben Mess- und Überwachungssystemen unter anderem Drehgeber sowie Temperatur-, Feuchtigkeits- und Kondensatsensoren.

Der Dehnungssensor ESR 125 wurde von Leine Linde konzipiert, um hochgenaue Dehnungsmessungen auch unter erschwerten Umgebungsbedingungen und über viele Jahre zu gewährleisten. Durch die materialanpassbare Messstrecke kann der ESR 125 sowohl für Messungen auf glasfaserverstärktem und carbonfaserverstärktem Kunststoff (GfK/CfK) als auch auf Stahl installiert werden. Somit können an verschiedenen Komponenten, wie Rotorblatt, Maschinenträger oder Turm, Belastungsmessungen durchgeführt werden um Rückschlüsse über die Betriebsbedingungen der Anlage zu ziehen. Durch den Einbau mehrerer ESR 125 und einer passenden Schnittstelle zu einem EMS (Elongation Measurement System) ergeben sich laut Hersteller weitere Möglichkeiten der Anlagen- und Zustandsüberwachung. Nach einer Installation von EMS in den drei Blattwurzeln kann die Belastung einer WEA direkt im Rotorblatt gemessen werden. Dies eröffnet neue Möglichkeiten der intelligenten Steuerung, wie zum Beispiel die individuelle Blattverstellung (IPC) oder der Implementierung eines Schutzmechanismus, der das System bei Überlast abschaltet um die WEA vor Folgeschäden zu bewahren. Die Installation von EMS in anderen Hauptkomponenten der WEA, wie zum Beispiel Maschinenträger oder Turm, ermöglicht außerdem die permanente Belastungsüberwachung dieser Bauteile. Diese Daten sind ein wichtiger Baustein für die Validierung des Gesamtsystems oder die Auswertung der Belastungen, die während des Betriebs entstanden sind. Sie können später als Grundlage für den Weiterbetrieb der Anlage über die Auslegungsdauer hinaus dienen. Das EMS kann nachträglich in Bestandsanlagen installiert und auch durch die eigene Rechnereinheit autark betrieben werden.

Pitchmo wurde für den Anwendungsfall Rotorblattverstellung entwickelt

Kundenspezifisch wird der Positionsgeber wahlweise mit einem vorgespannten Zahnrad oder einem Standard-Zahnrad für spielfreie Positionsbestimmung kombiniert. Der Durchmesser sowie die Modulgröße des Zahnrades wird den kundenspezifischen Anforderungen angepasst. Groß dimensionierte Kugellager machen den Pitchmo 600 laut Hersteller 600 zu einem der robustesten am Markt. Mit der induktiven Abtastung kann der Sensor auch bei Vibrationen, Feuchtigkeit, Staub, Hitze und Kälte eingesetzt werden. Diverse elektronische Schnittstellen, wie SSI, CanOpen, Profibus und Profinet stehen zur Verfügung.

Der Yawmo 900 ist speziell für das Azimut-System entwickelt worden. Das Azimut-System ist für die Windnachführung der Gondel verantwortlich. Dabei muss eine möglichst exakte Gondel-Turm-Positionserfassung sowie der Schutz vor Kabelüber-/-verdrillung verwendet werden. Bei herkömmlichen Positionssystemen mit mechanischen Endschaltern gibt es in der Regel mittelfristig Probleme mit dem eingebauten Getrieben. Üblicherweise verwendete Inkremental-Encoder haben zusätzlich die Eigenschaft, sich über die Laufzeit zu „verzählen“, sodass eine regelmäßige Neu-Justage während der Wartung notwendig ist. Auch besteht bei einer solchen Lösung aus zusammengeschraubten Einzelkomponenten keine detaillierte Kenntnis über die Gesamtlösung. Die Leine Linde Systems-Lösung will all diese Schwierigkeiten mit einem neuen, funktional sicheren Sensor mit integriertem Endlagenschalter und Feldbusschnittstelle lösen. Das Messprinzip ermöglicht für die gesamte Einheit eine funktional sichere Singleturn- und Multiturn-Positionserfassung gemäß SIL 2, PLd/Cat. 3. Das Produkt wurde für eine Laufzeit von 25 Jahren zertifiziert und ist einsetzbar in On- sowie Offshore-Anwendungen.

Schleifringe für De-/Anti-Icing-Systeme, ADSR und GSR

Der Pitch-Schleifring mit einer maximalen Strombelastbarkeit von 200 Ampere wird für die Stromversorgung von Rotorblattheizungen im sogenannten De- oder Anti-Icing-Betrieb eingesetzt. Er ist kundenspezifisch gefertigt, schon seit drei Jahren in hoher Stückzahl erfolgreich im Einsatz und somit felderprobt.

Die Husum Wind findet vom 11. bis 15. September in Husum statt. Leine Linde Systems präsentiert seine Lösungen für die Windenergie-Branche am Stand 4D03.

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel