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In der postdigitalen Zukunft werden Algorithmen alles über Konsumenten wissen und den Markt an individuelle Gewohnheiten und Bedürfnisse anpassen.

Bild: Pixabay, geralt

Die nächste große Disruption Leben in der postdigitalen Welt

11.06.2019

Vorbei sind die Zeiten, in denen man „digital“ als Etikett für innovativ und modern verstand – vor allem im Consumerbereich. Investitionen in digitale Lösungen sind schlicht Voraussetzung für geschäftliches Überleben. Was kommt auf uns zu im postdigitalen Zeitalter?

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Beispiele für funktionierende Digitalisierung sind überall anzutreffen: beim Einkaufen, Arbeiten, Lernen, Kommunizieren, Entscheiden und Reagieren. Sie ist unverzichtbares Eintrittsticket in den Geschäftserfolg. Nun steht die nächste gewaltige Disruption vor der Tür und lockt mit einem anhaltenden Anstieg der Gewinnkurve. Was kommt da auf uns zu?

Erwartungen und Möglichkeiten steigen

Sicher ist, dass die Erwartungen von Kunden, Mitarbeitern und der Gesellschaft im postdigitalen Zeitalter weiter nach oben geschraubt werden. Und ebenso hoch und vielfältig sind die Möglichkeiten, die den Firmenlenkern und Strategen nach der weiteren Transformation zur Verfügung stehen, mit neo-digitalisierten Geschäftsmodellen und Prozessen als Triebfeder zukünftiger innovativer und hyperpersonalisierter, sofort verfügbarer Lösungsangebote.

Um im postdigitalen Zeitalter wettbewerbsfähig zu sein und sich zu differenzieren, müssen Unternehmen weitere neue Technologien einführen. Diese werden ein wichtiger Katalysator für den Wandel in einer Welt sein, in der jede Branche bereits über ein großes Arsenal an digitalen Werkzeugen verfügt.

Den Schlüssel zur neuen Technologie hat der Beratungs- und Technologiedienstleister Accenture unter dem Akronym DARQ zusammengefasst: Distributed Ledger Technology (DLT, also das verteilte Hauptbuch, zu dem auch die Blockchain gehört), Künstliche Intelligenz (KI/AI), Erweiterte Realität (XR) und Quantencomputer. Die Macht von Cloud und Künstlicher Intelligenz wird weiter zunehmen. So werden sie nicht nur die Unternehmensbereiche neu gestalten, sondern auch die Beziehungen zu Einzelpersonen – Kunden, Mitarbeitern und Ökosystempartnern –, die für das zukünftige Wachstum entscheidend sind.

Das Netz wird Sie kennen

Das Netz wird Sie ganzheitlich sehen und alles über Sie wissen, Ihre Stärken, Schwächen und Gewohnheiten. Sie können maßgeschneiderte Kleidung bestellen. Formulare werden automatisch ausgefüllt. Das Hotel kennt Ihre Vorlieben und befüllt die Minibar entsprechend. Das Restaurant weiß um Ihre Essensgewohnheiten, Ihre Unverträglichkeiten und Ihren Weingeschmack, und im Supermarkt führt Sie Ihre App zu den von Ihnen bevorzugten Waren. Das ist in Ansätzen jetzt schon zu erkennen; und noch erschreckt es viele. Gleichwohl gibt's kein Entrinnen: Die Unternehmen werden Ihnen ihre Produkte und Dienstleistungen gewissermaßen gnadenlos zum bestgeeigneten Moment anbieten.

In der postdigitalen Welt wird jeder Augenblick einen potenziellen neuen Markt darstellen. Die Nachfrage wird sofort kommuniziert und die Befriedigung unverzüglich erwartet. Darüber hinaus verändern sich beide ständig und schaffen einen unendlichen und endlosen Strom von Möglichkeiten, die durch das Engagement im B2B und B2C sowie im öffentlichen Sektor zu erfüllen sind.

Viele kundenspezifische Märkte

Zwar sind wir noch nicht so weit, dass alles „sofort“ geschieht, doch basteln Unternehmen längst am neuen Modell. Sie versuchen, den Wettbewerb zu umgehen, indem sie die Funktionsweise des Marktes selbst ändern, hin zu vielen kundenspezifischen Märkten – on-demand, und das sofort. Industriezweige sind keine Grenze mehr für das Wachstum, und die ausufernde branchenübergreifende Zusammenarbeit hilft, die neue Disruption zu bewältigen.

Die digitale Technologie, die als differenzierender Vorteil begann, ist heute Grundvoraussetzung wie die Elektrizität. Aber ihre Nutzung und Perfektionierung ändern sich permanent. Angeblich alles zu unserem Wohl…?!

Bildergalerie

  • Autor Roland Ackermann begleitet die Branche seit den späten 1950-ern als Chefredakteur, Verlagsleiter und Macher des Technischen Reports im Bayerischen Rundfunk.

    Bild: Roland Ackermann

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