Microchip Technology Inc.

Das Icicle-Kit soll ein breites RISC-V-basiertes Ökosystem für die stromsparenden PolarFire-FPGAs ermöglichen.

Bild: Microchip

Evaluierungsplattform für SoC-FPGAs Kostengünstiges Entwicklungskit auf RISC-V-Basis erhältlich

05.10.2020

Die zunehmende Verbreitung der offenen RISC-V-Befehlssatzarchitektur macht eine kostengünstige, standardisierte Entwicklungsplattform erforderlich. Der Hersteller Microchip bietet nun eines der ersten RISC-V-basierten Entwicklungskits für SoCs und FPGAs an.

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Microchips Icicle-Entwicklungskit für seine PolarFire-SoC-FPGAs soll Mi-V-Partner zusammenbringen, um Kundendesigns und deren kommerzielle Einführung in verschiedenen Branchen zu beschleunigen. Entwickler, die ein programmierbares RISC-V-basiertes SoC-FPGA einsetzen möchten, können jetzt mit der Entwicklung beginnen und das breite RISC-V-Ökosystem mit Echtzeit-Betriebssystemen, Debuggern, Compilern, SOMs und Sicherheitslösungen nutzen.

„Microchip ermöglicht einen Wandel beim Prozessordesign, da der Markt immer häufiger RISC-V-Software und -Halbleiter nachfragt“, sagt Bruce Weyer, Vice President der Field-Programmable Gate Array Business Unit bei Microchip. „Wir beseitigen Eintrittsbarrieren durch eine kostengünstige Evaluierungsplattform, die Entwicklern von Embedded-Systemen, Software und Hardware die Möglichkeit bietet, Designs umzusetzen, die die Vorteile der offenen RISC-V-ISA mit den entscheidenden Merkmalen der PolarFire-SoC-FPGAs vereinen.“

Und David Patterson, Vize-Vorsitzender des RISC-V International Board of Directors, ergänzt: „Es freut mich, ein stromsparendes RISC-V-Board für weniger als 500 US-Dollar zu sehen. Das Icicle-Kit von Microchip wird die Fortschritte im RISC-V-Software-Ökosystem beschleunigen und ein Segen für Anwendungen sein, die einen SoC-FPGA mit niedrigem Stromverbrauch im mittleren Leistungsbereich benötigen.“

Eigenschaften und Möglichkeiten des Entwicklungskits

Microchips Icicle-Kit basiert auf einem PolarFire-SoC mit 250 K Logikelementen (LE) und enthält einen PCIe-Anschluss, eine mikroBUS-Buchse, einen doppelten RJ45-, einen Micro-USB-, einen CAN-Bus-Anschluss, einen Raspberry Pi Header, einen JTAG-Anschluss und eine SD-Card-Schnittstelle. Das Board wird durch Microchips validierte Power-Management- und Takt-ICs, einen Ethernet-PHY (VSC8662XIC), einen USB-Controller (USB3340-EZK-TR) und Stromsensoren (PAC1934T-I/JQ) unterstützt.

Das Icicle-Kit eignet sich beispielsweise für Anwendungen wie intelligente Embedded-Bildverarbeitung, IoT, Automatisierungs-, Verteidigungs- und Kommunikationstechnik sowie Automotive. Es ermöglicht PolarFire-SoC-FPGAs mit:

  • RISC-V-Prozessorkomplex von SiFive und Embedded-Trace-Makro von UltraSoC,

  • Entwicklungstools von Adacore, Green Hills Software, Mentor Graphics und Wind River,

  • Kommerzielle RTOS-Lösungen wie Nucleus und VxWorks, die Microchips Linux- und Bare-Metal-Lösungen ergänzen,

  • Middleware-Lösungen von DornerWorks, Hex Five, Veridify Security und wolfSSL,

  • SOMs und Entwicklungsdienstleistungen von Antmicro, Aries Embedded, Digital Core Technologies, Emdalo Technologies, Sundance DSP und Trenz Electronic

PolarFire-SoC-FPGAs sollen im Vergleich zu anderen Bausteinen bis zu 50 Prozent Strom einsparen. Da die Bausteine programmierbar sind und Funktionen auf einem einzigen Chip integrieren, haben Entwickler mehr Möglichkeiten bei der Anpassung und Differenzierung. Die SoC-FPGAs sind in verschiedenen Gehäusen und Größen erhältlich, unter anderem mit nur 11 mm × 11 mm.

Verfügbarkeit und Preis

Das Icicle-Kit ist ab sofort zum Preis von 489 US-Dollar erhältlich. PolarFire-FPGAs befinden sich bereits in der Produktion, erste Muster der SoC-FPGAs sind erhältlich.

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