Das Entwicklungs-Kit „Wireless Power 200 W Extended Medium Power Solution“ verfügt nun neben der Wireless-Ladetechnologie über eine Kommunikationsfunktion.

Bild: Würth Elektronik eiSos

Wireless-Power-Kit Kabellose Energie- und Datenübertragung kombinieren

21.07.2020

Ein Entwickler-Kit bietet verfügt nun über eine neue Funktion zum bidirektionalen Datentransfer. Statt nur zu laden, tauschen Gerät und Ladestation so über Amplituden- und Frequenzmodulation auch Daten aus. Das ist interessant für Entwickler in der Industrie, aber auch Hersteller von Smartphones oder E-Rollern.

War mit dem Entwicklungs-Kit Wireless Power 200 W Extended Medium Power Solution bisher schon ein Datentransfer vom Empfängergerät zur Ladestation möglich, so lässt sich der Ladevorgang jetzt mit bidirektionalen Datenübertragungen kombinieren. Die Software für diese neu entwickelte Funklösung inklusive einer Checksum-Kontrolle bietet der Hersteller frei an. Als optionale Hardware-Erweiterung des Entwickler-Kits kann auch ein Display-Board bestellt werden.

„Der schnelle Anschluss ohne Kabel und der Vorteil, Geräte gekapselt und ohne Steckverbindung bauen zu können, sind für Entwickler im industriellen oder medizintechnischen Bereich von extrem großem Interesse“, sagt Cem Som, Division Manager Wireless Power Transfer bei Würth Elektronik. Ähnlich verhalte es sich aber auch bei Herstellern von Smartphones, Rasenmährobotern oder Elektrorollern.„Mit unserem Entwickler-Kit bieten wir jetzt Möglichkeiten über den Ladevorgang hinaus und nutzen die induktive Energieübertragung als Kommunikationskanal.“

Rückmeldungen für Predictive Maintenance

Mit der neuen Lösung können autonome Fahrzeuge und Drohnen, tragbare Geräte und Werkzeuge über die Ladeverbindung Rückmeldungen geben. Das können Messwerte oder Statusmeldungen zum Akku und anderen Komponenten sein.

Bedeutend wird das beispielsweise im Zusammenhang mit vorausschauender Wartung (Predictive beziehungsweise Preventive Maintenance). Das Gerät wiederum kann Befehle empfangen oder gibt Rückmeldungen an den Benutzer, im einfachsten Fall zur optimalen Ausrichtung der Ladespulen.

Ohne Internet Teil des IoTs

Das gemeinsam mit Infineon entwickelte Kit hat auf dem Receiver-Board eine I2C-Schnittestelle für Sensoren, auf dem Transmitter-Board können Funkmodule angeschlossen werden. „Internet of Things heißt nicht, dass jede Einheit über das Internetprotokoll kommunizieren muss“, sagt Som. „Durch Datenübertragung während eines Ladevorgangs können Geräte Teil einer kosteneffizienten IoT-Lösung werden, ohne ständig ‚online‘ sein müssen. Wir sind gespannt, auf welche Ideen wir unsere Kunden mit dem Kit bringen.“

Das Wireless-Power-200-W-Entwickler-Kit stellt ein 200-W-Ladegerät dar, kann aber auch als Vorlage für Lösungen mit höherer Leistung dienen. Würth berät Entwickler zur Auswahl geeigneter Bauelemente und stellt kostenlose Muster zur Verfügung.

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