duotec GmbH

Philipp Mirliauntas (l.) und Arthur Rönisch sind Geschäftsführer der Turck duotec GmbH. Gemeinsam haben sie im vergangenen Jahr eine Neuausrichtung der duotec eingeleitet. Im Mittelpunkt stehen dabei innovative Elektronik- und Fertigungslösungen sowie visionäre Lösungsansätze für die Herausforderungen der Zukunft.

Bild: Turck duotec

Philipp Mirliauntas und Arthur Rönisch, Turck duotec Innovationen zugänglich machen

12.11.2021

Der Konsolidierungsprozess in der EMS-Industrie schreitet voran. Sind es zukünftig daher vor allem die großen Unternehmen, die am Markt bestehen können? Statt auf Größe setzt duotec auf Mehrwert und Attraktivität - mit einem Portfolio an innovativen Elektronik- und Fertigungslösungen erweitert um visionäre Technologien für die Fragen von morgen.

Herausfordernde Monate liegen hinter der EMS-Industrie. Auf die Corona-Krise folgte das Problem der Materialverfügbarkeit gepaart mit zum Teil erheblichen Lieferzeiten für elektronische Bauteile. Der EMS- und E2MS-Dienstleister duotec schaut dennoch positiv in die Zukunft. Zukäufe und Beteiligungen an Start-ups begleiten die Neuausrichtung des Unternehmens. Ziel ist es, noch stärker als in der Vergangenheit Mehrwerte in Form vorausschauender, innovativer Technologien zu schaffen, um neue Geschäftsfelder und Applikationen zu erschließen. Auf diese Weise unterstützt das duotec Know-how erfolgreich bei der Umsetzung der Energiewende, fördert die weitere Digitalisierung, ermöglicht mit neuen Sensortechnologien eine noch bessere Diagnostik lebensbedrohender Krankheiten oder wird zum Time-to-market-Beschleuniger mit einem eigenen forschungsnahen Labor. duotec steht für Innovation – das ist die Maxime aller Geschäftstätigkeiten.

Die Quantensensorik ist eine der bahnbrechenden Technologien, mit der duotec sein traditionell breites Technologiewissen und -angebot erweitert. Ziel ist es, Applikationen für Messaufgaben zu entwickeln, für die es heute keine adäquate Lösungen gibt. Das Beteiligungsunternehmen Quantum Technologies UG erforscht dazu, wie sich Magnetfelder mit sensitivem Material detektieren lassen und wie Diamanten, beziehungsweise High-Density NV (Nitrogen Vacancy)-Zentren für die quantenbasierte Sensorik beschaffen sein müssen. duotec übernimmt die Industrialisierung. Der kühlmittelfreie Sensor mit optischem Funktionsprinzip und extrem hoher Empfindlichkeit eignet sich für das Batteriemanagement in der E-Mobilität ebenso wie zur Strommessung in Hochspannungsnetzen. Sein Format ist kompakt und er lässt sich kostengünstig aufbauen.

Mit der digitalen Nase können Maschinen oder Geräten das Riechen lernen. Das Deeptech Start-up SmartNanotubes Technologies hat dazu einen Geruchsdetektor-Chip auf der Basis von Nanomaterialien entwickelt. Das Besondere daran: Der Smell Inspector-Chip ist 100-mal empfindlicher, kleiner und energieeffizienter als herkömmliche Gas-Sensoren. Ähnlich wie eine menschliche Nase kann er außerdem viele verschiedene Gase parallel detektieren. Die Anwendungsmöglichkeiten sind gigantisch und reichen von der Früherkennung von Krankheiten anhand der Atemluft über das „Erschnüffeln“ verdorbener Lebensmittel bis hin zum Aufspüren von Drogen oder Gefahrenstoffen.

Im Bereich des IoT setzt duotec auf zukunftsfähige Konnektivität. Eine drahtlose Verbindungstechnik mit einem geringen Energieverbrauch und einer hohen Gebäudedurchdringung ist das Narrow Band IoT (NB IoT). Diese Technologie basiert auf einer Erweiterung des LTE-Mobilfunkstandards und ist damit flächendeckend verfügbar. Die Wireless IoT Solutions, an der die duotec seit Anfang des Jahres eine Mehrheitsbeteiligung hält, entwickelt NB IoT-Lösungen zur Übertragung kleiner Datenmengen in drahtlosen Sensornetzwerken des SmartHome, Smart Building oder des Smart Metering.

duotec wäre nicht duotec, würde es nicht auch die eigenen Forschungsaktivitäten voll und ganz dem Thema Innovation verschreiben. So wurde erst kürzlich mit dem LabFab ein wahrer Time-to-market-Beschleuniger in Betrieb genommen: Prototypen lassen sich hier innerhalb weniger Tage bestücken. Erforscht werden außerdem zukunftsweisende Miniaturisierungen von Bauteilen – für effizientere, schnellere und leistungsfähigere Schaltungen.

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