Der Netflix-Hack dürfte die Herzen von Serienfans höher schlagen lassen - für den Streaming-Dienst und Cybersecurity im Allgemeinen ist es jedoch ein herber Rückschlag.

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Nach ignorierter Geldforderung Hacker leakt Netflix-Serie „Orange is the New Black“

02.05.2017

Die Weigerung, auf Erpressungsversuche eines Hackers einzugehen, kostete Netflix zehn Episoden der beliebten Serie „Orange is the New Black.“ Diese hat der Cyberkriminelle vorzeitig online gestellt.

Ein Rückschlag für das Streaming-Portal Netflix: Nachdem Netflix nicht auf Erpressungsversuche mit Geldforderung eingegangen ist, hat ein Cyberkrimineller „zur Strafe“ frühzeitig einen Teil der fünften Staffel von „Orange is the New Black“ online veröffentlicht, die in den USA offizell erst am 9. Juni auf Netflix anlaufen soll.

Sicherheitsrisiko: veraltete Software

Möglich gemacht hat dies laut Netflix eine Sicherheitslücke nicht beim Streaming-Dienst selbst, sondern bei dem TV-Dienstleister Larson Studios, dem Netflix das Material zur Postproduktion zukommen hat lassen. Dieses Unternehmen habe für seinen Internetauftritt die veraltete Software Microsoft Frontpage verwendet. Bereits seit 2003 wird FrontPage von Microsoft nicht mehr mit Updates versorgt.

Auch andere Produktionen gefährdet?

Der Hacker oder die Hacker unter dem Decknamen thedarkoverlord macht nicht nur Netflix Druck: Behauptungen zufolge hat diese Person oder diese Organisation auch Filmmaterial von namhaften Fernsehsendern gestohlen, das noch nicht ausgestrahlt worden ist. Insgesamt sollen sich 37 noch unveröffentlichte Filme und Serien in der Gewalt der Hacker befinden.

Die Vorgehensweise ist die Gleiche wie bei der Online-Videothek Netflix. Auch CBS, NBC, Fox, National Geographic und ABC werden per Twitter um Geld erpresst unter der Androhung, das Material online zu stellen.

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