Die Benzinpreise schießen in die Höhe. Wenn es doch nur eine Lösung dafür gäbe...

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Langfristiger Preisabfall unter einen Euro möglich Günstiger Tanken mit Hilfe synthetischer Kraftstoffe?

09.06.2022

Angesichts rasant gestiegener Spritpreise fordert die eFuel Alliance eine größere Akzeptanz für synthetische Kraftstoffe. Langfristig könnten diese einen Preisabfall ermöglichen.

Angesichts rasant gestiegener Benzin- und Dieselpreise fordert der Interessenverband eFuel Alliance eine größere Akzeptanz für synthetische Kraftstoffe.

„Wir bleiben ein Importland für Energie - derzeit haben wir eine Importquote von 60 Prozent. Viele Länder auf der Welt haben deutlich mehr Sonne und Wind, diese Energiequellen sollten wir für uns erschließen“, sagte Monika Griefahn, Vorstandssprecherin der eFuel Alliance. „Damit werden synthetische Kraftstoffe – sogenannte eFuels, hergestellt aus erneuerbarer Energie und CO2 aus der Atmosphäre bezahlbar. Wenn wir es bis 2050 betrachten, kommen wir vielleicht auf einen Literpreis von unter einem Euro.“

Bis 2030 können ungefähr 60 Millionen t CO2 eingespart werden

Griefahn rechnete weiter vor: „Zunächst könnten synthetische Kraftstoffe in einem Verhältnis von etwa fünf Prozent dem herkömmlichen Benzin und Diesel beigemischt werden. Das ermöglicht einerseits den Ausbau und Hochlauf von E-Fuels. So lassen sich bis 2030 ungefähr 60 Millionen t CO2 einsparen. Das entspricht ungefähr 40 Millionen Autos pro Jahr. Und es ist für die Menschen bezahlbar!“

Die Industrie habe ihren Willen zum Ausbau signalisiert, jetzt komme es auf die politischen Rahmenbedingungen an. „Das EU-Parlament sollte daher am 7. Juni bei der Debatte zu den CO2-Flottenzielen für PKW und leichte Nutzfahrzeuge berücksichtigen, dass wir diese Ziele besser erreichen, wenn wir mehrere Möglichkeiten haben. Eine einseitige Ausrichtung auf E-Mobilität, wie sie die EU-Kommission vorgeschlagen hat, wäre nicht hilfreich“, betonte Griefahn.

Neben steuerlicher Gleichstellung für synthetische Kraftstoffe mit E-Autos, die Investitionen ankurbele, brauche es auch ein geändertes Anrechnungsmodell für die Autohersteller.

Fehlender Anreiz für Investitionen

„Im Moment kann die Autoindustrie in Europa ihre Quote nur erfüllen, wenn sie ausschließlich Elektroautos fertigt“, kritisierte Griefahn. „Wenn das nicht mit synthetischen Kraftstoffen in einem freiwilligen System, wie wir es vorschlagen, gleichgestellt wird, dann fehlt auch der Anreiz für Investitionen.“

Sollte sich dieser Zustand nicht ändern, würden Kraftstoffpreise weiter steigen. Wenn E-Fuels nur in kleineren Mengen produziert würden, fehle der Mengeneffekt, der die Preise sinken lässt, um zur Entlastung der Verbraucher beizutragen.

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