Greifkraft aufrechterhalten: Auch bei Werkstopps packt der Kleinteilgreifer EGI von Schunk weiter fest zu.

Bild: Pixabay, wallace769

Parallelgreifer für Kleinteile Greifkraft auch bei Notstopps erhalten

09.05.2019

Der Mechatronikgreifer EGI von Schunk verfügt über eine aktive Greifkrafterhaltung, mit der die aufgebaute Kraft auch bei Werkstopps aufrechterhalten werden kann. Zudem ist er auch mit zusätzlichen Features und Programmierungsmöglichkeiten ausgestattet, die die Inbetriebnahme vereinfachen sollen.

Der Parallelgreifer Schunk EGI mit zertifizierter Profinet-IRT-Schnittstelle wurde für Handlingaufgaben in Elektronik-, Pharma- und Labor-Anwendungen konzipiert. Er verfügt über einen individuell programmierbaren Hub von bis zu 57,5 mm pro Backe und flexibel dosierbare Greifkräfte bis 100 N.

Laut Hersteller deckt deckt der robust ausgelegte Mechatronikgreifer ein großes Werkstückspektrum ab. Wegen der integrierten Intelligenz lassen sich auch nachgiebige, deformations- oder bruchempfindliche Komponenten handhaben.

Eine aktive Greifkrafterhaltung stellt beim EGI sicher, dass die aufgebaute Greifkraft auch im Falle eines Stromausfalls oder Notstopps nahezu vollständig erhalten bleibt. Im Gegensatz zur Greifkrafterhaltung über Federn ist zudem der Nachlaufweg der Greiferfinger in verriegeltem Zustand gering. Damit soll der Schunk-Greifer zur Verhütung von Unfällen durch wegfliegende Teile oder Einklemmen beitragen.

Auch manuell steuerbar

Über einen serienmäßig integrierten Webserver können alle grundlegenden Funktionen konfiguriert werden, ohne dass eine zusätzliche Software erforderlich ist. Der Greifer verfügt außerdem über mehrere Zusatzfeatures.

So kann die Backenbewegung im Tippbetrieb, beispielsweise nach Notstopps, manuell am Greifer gesteuert werden. Über die Funktion „Erweitertes Referenzieren“ lässt sich zudem ein individueller Maximalhub speichern und softwareseitig als Grenzwert hinterlegen, wodurch die Programmierung vereinfacht wird.

Leichte Positionierung

Der Schunk EGI verfügt über eine zertifizierte, IRT-fähige Profinet-Schnittstelle der Kategorie C, mit der er für performante Applikationen eingesetzt werden kann. Die Position der Greiferfinger, die Greifkräfte und die Schließgeschwindigkeit lassen sich annähernd verzögerungsfrei erfassen und regeln.

Auch Zwischenpositionen oder eine spezielle Referenzierung des Greifers sind möglich. Im ersten Schritt wird der Kleinteilegreifer in Baugröße 80 standardisiert; weitere Baugrößen sind bereits geplant. Zudem soll der Funktionsumfang über Softwareupdates weiter ausgebaut werden.

Bildergalerie

  • Die Greifkraft des Schunk EGI ist flexibel bis 100 N dosierbar und bleibt auch bei Stromausfällen fast vollständig erhalten.

    Bild: Schunk

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