Kooperation soll Greif- und Positionieraufgaben vereinfachen

Sensorik und KI für 3D-geführte Robotikanwendungen

Typische Anwendungen finden sich beim Erkennen und Greifen komplexer Bauteile aus Kisten oder anderen Behältnissen.

Bild: SensoPart
16.07.2026

Wenn bewährte Vision-Sensor-Hardware auf moderne KI-Software trifft, entstehen neue Möglichkeiten für 3D-geführte Robotikanwendungen. Vor diesem Hintergrund bündeln Cambrian Robotics und SensoPart ihre Kompetenzen und gehen eine strategische Kooperation ein. Ziel ist eine gemeinsame Lösung, die komplexe Greif- und Positionieraufgaben einfacher zugänglich macht: Die Kombination aus flexibler Kameratechnologie und KI-basierter Software reduziert den Integrationsaufwand und eröffnet neue Möglichkeiten für automatisierte Greif- und Positionierprozesse.

Mit dem wachsenden Einsatz von Robotik in der industriellen Automatisierung steigen auch die Anforderungen an zuverlässige Bildverarbeitung. Objekte in variabler Lage sicher zu erkennen, präzise zu lokalisieren und für nachgelagerte Prozessschritte bereitzustellen, gehört dabei zu den zentralen Herausforderungen. Konventionelle Bildverarbeitungslösungen stoßen insbesondere bei unregelmäßigen Geometrien, reflektierenden Oberflächen oder ungeordnetem Schüttgut häufig an ihre Grenzen. Gleichzeitig ist für stabile Ergebnisse oft ein hoher Integrations- und Parametrieraufwand erforderlich.

Präzise 3D-Informationen für die Roboterführung

Das neue 3D-Handling-System setzt genau hier an. Die Kamera-Hardware von SensoPart liefert robuste Daten für unterschiedliche Distanzen und Objektarten. Die KI-Software von Cambrian verarbeitet die Bilddaten und erzeugt daraus präzise 3D-Informationen für die Roboterführung. Das Training der KI-Modelle erfolgt in einer Cloud-Umgebung und ermöglicht konsistente Ergebnisse ohne aufwendige Parametrierung.

Typische Anwendungen finden sich beim Erkennen und Greifen komplexer Bauteile aus Kisten oder anderen Behältnissen. Die Bauteile werden auch dann zuverlässig erkannt, wenn deren Form, Ausrichtung oder Oberfläche anspruchsvoll sind, selbst bei wechselnden Lichtverhältnissen. Dazu zählen unter anderem Metallteile, verschiedene Kunststoffkomponenten, transparente Verpackungen oder Gehäuseelemente.

„Unser gemeinsamer Ansatz zeigt, wie leistungsfähig moderne KI-Bildverarbeitung heute sein kann“, sagt Martin Stengel, Head of Global Key Account Management bei SensoPart. „Anwenderinnen und Anwender erhalten ein Werkzeug, das auch anspruchsvolle Aufgaben zuverlässig löst und den Einstieg in komplexe 3D-Robotikanwendungen vereinfacht.“

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