TQ-SYSTEMS GmbH

Bild: iStock, Nelson Marques

Unterstützung von Firmengründern Von der Geburt bis zum Serienerfolg

14.03.2018

Mit einem Produkt in Serie zu gehen, ist für Start-ups oft schwieriger, als es auf den ersten Blick erscheint. Dabei kann einiges schiefgehen, was schnell sehr teuer wird. Damit es nicht so weit kommt, unterstützt TQ-Systems Start-ups beim Produktlaunch. Gefragt ist dabei nicht nur das technische Know-how des Unternehmens.

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Mark ist ein Besserwisser. Welches der zahlreichen Bauteile als nächstes eingebaut werden muss, weiß er genau. Und gibt das auch deutlich zu erkennen. Mit einem kurzen Piepen, Blinken oder Vibrieren weist er auf Fehler in der Einbaureihenfolge hin oder gibt seine Zustimmung. Mark ist ein smartes Wearable, ein grau-oranger Arbeitshandschuh mit integriertem Scanner. Mit diesem können Techniker per Daumendruck Barcodes auf Bauteilen ablesen. Sie erhalten dann sofort eine Rückmeldung, ob die eingescannte Komponente die richtige für den Einbau ist. Dadurch sparen sie sich den Blick auf einen Monitor oder den Griff zum Scanner und sind damit deutlich schneller. 230 Marks waren im letzten Jahr bereits in der Produktion von BMW im Einsatz. Die Idee für den Handschuh stammt von dem Münchner Start-up Proglove. Die Elektronik für ihn fertigt TQ-Systems. Das Unternehmen unterstützte seine Erfinder maßgeblich bei der Industrialisierung.

Start-Ups mit eigenem Know-how unterstützen

Der smarte Handschuh ist allerdings nicht das einzige Gerät eines Start-ups, an dessen Geburt TQ-Systems einen großen Anteil hatte. Die Unterstützung von Firmengründern ist ein wichtiger Teil der Unternehmensstrategie. Aktuell arbeitet TQ-Systems mit 12 weiteren Start-ups an der Umsetzung ihrer Ideen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Hardware-Entwicklung für Umwelt- und Medizintechnik, Robotik, E-Mobilität und dem Internet of Things. „Wir haben langjährige Erfahrung im Bereich E²MS, etwa in den Branchen Automatisierung, Umwelt- und Energietechnik, Medizin, Luftfahrt sowie Robotik. Darüber hinaus ergänzen wir unsere E²MS-Dienstleistungen mit Eigenprodukten wie etwa Embedded-Modulen oder Antriebstechnik. Deshalb können wir Firmengründer dort sehr gut unterstützen“, sagt Stefan Schneider, Geschäftsführer von TQ-Systems.

TQ-Systems sieht sich dabei vor allem als Industrialisierungspartner, möchte Start-ups dabei helfen, mit ihren Produkten in die Serienfertigung zu gehen. Das beinhaltet Hilfestellung bei der Entwicklung, etwa beim Layout der Schaltungen oder bei der Mechanik. Eine große Schwierigkeit liegt bei vielen Neugründungen Schneider zufolge aber noch an anderer Stelle: „Wir stellen fest, dass die meisten Start-ups in der Entwicklung, dem Marketing und dem Vertrieb sehr gut aufgestellt sind. Viele von ihnen, besonders solche mit Hardware-Produkten, brauchen aber Unterstützung dabei, ihre Geräte in Serie zu produzieren und auf den Markt zu bringen“, erklärt er. „Besonders hier können wir unsere Erfahrung einbringen.“

Nur die Serie macht es möglich

Ein Gerät muss nämlich nicht nur funktionieren, sondern sich auch kontinuierlich und in Serie fertigen lassen. Dafür ist es entscheidend, schon während der Entwicklung die passenden Komponenten auszuwählen. Sie müssen von ihren jeweiligen Herstellern schnell und in der gewünschten Menge lieferbar und auch ihre Langzeitverfügbarkeit muss sichergestellt sein. Ein wichtiges Thema ist außerdem die Obsoleszenz. Elektronische Bauteile werden immer schneller abgekündigt und können dann nicht mehr bezogen werden. Aber auch der Aufbau der Logistik und der Lieferantenbeziehungen ist meistens schwieriger als es zunächst erscheint. „Der Schritt vom Prototyp hin zur Serienproduktion ist nochmal ein großer. Da kann man sehr viele Fehler machen und dadurch Geld verlieren. In diesem Bereich sehen wir uns als guten Partner, der hilft die Geräte zu industrialisieren. Wir erreichen die Zielpreise, wir haben einen Marktzugang zu Einkaufsbedingungen, zu weltweitem Sourcing und einen Standort in China“, erklärt Schneider.

Der internationale Marktzugang ist vielen Start-ups am Anfang verwehrt. Schließlich fehlt meist das notwendige Netzwerk. Er hält außerdem einige rechtliche und logistische Fallstricke bereit, etwa wenn es um Zollangelegenheiten geht. Solche verwaltungstechnischen Hürden gibt es noch weitere. Produkte müssen zum Beispiel zertifiziert und qualifiziert werden. Das stellt sicher, dass sie den bestehenden Normen und Vorschriften entsprechen und überhaupt verkauft werden dürfen. Auch hier können Start-ups von dem Know-how von TQ-Systems profitieren.

Mit tatkräftiger Unterstützung

Neben diesen Beratungsangeboten bietet das Unternehmen Firmengründern auch die Fertigung der Hardware an. Elektronische Baugruppen, ganze Systeme oder Antriebe sind möglich. Ein großer Vorteil ist auch hier die große Erfahrung des Unternehmens in verschiedenen Branchen und technischen Bereichen, wie der Robotik, der E-Mobilität und bei Embedded-Systemen. Durch die Fertigung bei TQ-Systems ist ein sinnvolles Supply-Chain- und Obsoleszenz-Management und eine hohe Robustheit und Langzeitverfügbarkeit sichergestellt.

Wie gut die Zusammenarbeit zwischen TQ-Systems und Start-ups funktioniert, zeigt neben dem smarten Handschuh Mark auch das Mellowboard: das elektrisch angetriebene Skateboard mit dem besten Wirkungsgrad. Beide Geräte erhielten 2017 den begehrten Red Dot Award. Auszeichnungen, die auch Stefan Schneider stolz machen. Schließlich ist er mit TQ-Systems entscheidend in der Produktion dabei. „Natürlich sind wir stolz darauf, wenn wir einen Teil zum Erfolg beigetragen haben. Nicht nur auf die Geräte, die einen solchen Preis gewinnen. Es ist toll, wenn wir sehen, wo überall unsere Produkte und unser Wissen drinstecken. Daraus ziehen wir auch einen guten Teil der Motivation. Wir sind oft mit die besten Vertriebler für die Produkte unserer Kunden“, verrät er. Und manchmal wird das Unternehmen dann selbst zum Abnehmer. Arbeitshandschuh Mark zumindest darf bald auch bei TQ-Systems den Besserwisser spielen.

TQ-Systems im Interview zu diesem Thema lesen Sie hier.

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