Die neue Version des Ventex-Ventils soll unter anderem die Anlagenplanung erleichtern.

Bild: Rico

Prozesssicherheit Explosionsschutzventil geht in nächste Generation

21.04.2021

Höhere Strömungsgeschwindigkeit, besserer Druckabfall, eine neue Nennweite: Das Ex-Schutz-Ventil eines Schweizer Herstellers hat sich in nahezu jeder Hinsicht weiterentwickelt. Mit der neuen Generation wurde vor allem auf Kundenwünsche und eine hohe Prozesssicherheit eingegangen.

Rico hat die nächste Generation seines Ventex-Explosionsschutzventils vorgestellt. Sie soll mit einigen Neuerungen und Verbesserungen aufwarten, die sowohl die Anwendungsmöglichkeiten als auch die Prozesssicherheit erweitern. So verfügt das Ventil nun in sämtlichen Nennweiten etwa über eine Strömungsgeschwindigkeit von mindestens 30 m/s.

Platzieren lässt es sich unmittelbar vor oder nach Rohrbögen in der Rohrleitung, auch Doppelrohrbögen oder Kombinationen von Rohrbögen in verschiedene Richtungen sind möglich. „Auf diese Weise gewährleisten wir deutliche Vorzüge bei der Anlagenplanung, da die Kunden weniger Platz vorhalten müssen und keine gerade Einlaufstrecke vorausgesetzt ist“, erklärt Lorena Rigor, Leiterin Produktmanagement und Customer Service bei Rico.

Erweitert wurde auch die Einbaudistanz im Bereich organischer Stäube, sie liegt jetzt je nach Nennweite zwischen 2 und 15 m. Rigor: „Mit diesen beiden Neuerungen ergibt sich eine erhöhte Flexibilität im Einsatz des passiven Explosionsschutzventils.“ Die Integration erfolge dabei auch in bestehenden Anlagen schnell und unkompliziert.

Dichtung als absolut notwendig erachtet

Für Prozesse, in denen metallische Stäube auftreten, ist das Ventex in der Nennweite DN 400 zertifiziert. Mit der neuen Generation konnten laut Rico außerdem bis zu 20 Prozent bessere Werte in Sachen Druckabfall erzielt werden. Ebenfalls hat das Unternehmen auf kundenseitige Anregungen reagiert: Die vorher nicht angebotene Nennweite DN 250 wurde ins Angebot aufgenommen und ist nun standardmäßig erhältlich.

„Wir konnten im Zuge unserer Forschung und Weiterentwicklung darüber hinaus die Wartungsmodalitäten weiter verbessern sowie wichtige Strömungs- und Dichtungsoptimierungen erzielen“, ergänzt Rigor und unterstreicht die Notwendigkeit von Dichtungen. Diese verhindern nicht nur einen möglichen Flammendurchschlag, sondern dämpfen auch die hohen Beschleunigungen beim Schließen des Ventils im Explosionsfall. „Wir haben während der zahlreichen Explosionsversuche an unseren Produkten festgestellt, dass eine Dichtung aus Sicherheitsgründen absolut notwendig und auch weniger problematisch hinsichtlich Verschmutzungen und Montagetoleranzen ist als ein enger metallischer Spalt.“

Sämtliche Dichtungen werden deshalb nun nicht mehr geklebt, sondern mit einer neuartigen Technik gesteckt. Das ermöglicht „eine gleichermaßen günstige, simple und schnelle Wartung“, was wiederum eine rasche Wiederinbetriebnahme begünstigt, wie Rigor erklärt.

20 Jahre Garantie

Die Komplexität des Ventex ist in der neuen Generation allgemein reduziert worden: „Denn die regelmäßige Kontrolle und Instandhaltung ist Basis für die lange Lebensdauer des Ventils, die bei Einhaltung der Wartungsintervalle 20 Jahre beträgt“, führt Rigor aus. Für das Produkt wird deshalb bei bestimmungsgemäßer Verwendung auch eine 20-jährige Garantie gewährt.

Das Ventil der neuen Generation ist je nach Bedarf zudem als Sonderlösung erhältlich, beispielsweise als CIP-Ausführung, Hochtemperaturventil bis 300 °C oder mit einer Korrosionsbeschichtung C4 oder C5.

Bildergalerie

  • Laut Hersteller erzielt das Ventex in seiner neuen Generation bis zu 20 Prozent bessere Werte beim Druckabfall.

    Bild: Rico

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