Düsseldorf wird zu einem wichtigen Standort für autonomes Fahren in Deutschland.

Bild: Pixabay, MichaelGaida

Vernetzte Fahrzeugtechnik Erste digitale Teststrecke für autonomes Fahren in Deutschland eröffnet

25.09.2018

Die Stadt Düsseldorf und Siemens Mobility haben eine moderne automatisierte und vernetzte Teststrecke eröffnet. Die Strecke ist 20 Kilometer lang und dient zur Erprobung des autonomen Fahrens. Siemens Mobility lieferte dafür Road Side Units, Kommunikationstechnologie und Telematik für Car-to-X-Kommunikation.

Das neu eröffnete digitale Testfeld ist mit Siemens-Technologie ausgestattet und bereitet die Region auf einen automatisierten und autonomen Straßenverkehr der Zukunft vor. "Wir freuen uns, dieses Projekt gemeinsam mit der Stadt Düsseldorf umzusetzen. Die Teststrecke ist die erste ihrer Art in Deutschland und daher ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft der Mobilität in unserem Land. Mit unseren Technologien wollen wir die Verkehrsbelastung verringern, die Sicherheit erhöhen und die Verfügbarkeit im Nahverkehr verbessern", sagt Manfred Fuhg, Leiter von Siemens Mobility Deutschland.

Vier Schlüsselkomponenten

Das Projekt besteht aus vier Schlüsselkomponenten von Siemens Mobility, der straßenseitigen Verkehrsinfrastruktur (Road Side Units, RSU) sowie einer Kommunikationseinheit, die den Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur in Echtzeit ermöglicht. Jeweils eines dieser sicherheitskritischen Netzwerkelemente befindet sich an jeder der vier Kreuzungen der Teststrecke. Die zweite Technologie, die auf der Teststrecke zum Einsatz kommt, ist eine integrierte Signal-Phase-and-Timing-Einheit (SPAT), die Grün- und Rotphasen voraussagt und diese Information über die RSU an die Fahrzeuge sendet. Darüber hinaus werden On-Board-Einheiten von Siemens Mobility für die Car-to-X-Kommunikation eingesetzt.

Diese Systeme werden im Testfeld dafür genutzt, um 16 Rheinbahn-Bussen Vorrang einzuräumen einzuräumen. Diese Car-to-X-Technologie ist die erste ihrer Art in Deutschland. Die Rheinbahn-Fahrzeuge sind mit einem satelllitenbasierten Ortungssystem ausgerüstet, um die Priorisierung im öffentlichen Verkehr zu testen (z.B. durch das Gewähren von Vorfahrt, ausgewiesene Spuren etc.). Der Einsatz der Technologie reduziert die Verkehrsbelastung in Städten, erhöht die Sicherheit und verringert Emissionen.

Das Projekt KoMoD

Die neue Teststrecke entstand im Rahmen des Projekts “KoMoD - Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf“, das Teil des Förderungsprogramms „Automatisierung und Vernetzung im Straßenverkehr des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur ist. Ausführliche Informationen zum Projekt finden Sie auf den Seiten des Landeshauptstadt Düsseldorf.

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