Der neue Kartesische Roboter aus dem Hause IAI ist als vier-achsiges System komplett mit elektrischem Greifer ausgelegt.

Bild: IAI Industrieroboter

IAI auf der Motek 2017 Elektrische Aktuatoren für die Automation

12.09.2017

Das neue Kartesische Robotersystem basiert auf der neuen Generation von Linearsystemen der RCP6-Serie, die bereits in diesem Frühjahr vorgestellt wurden.

Die IAI Industrieroboter GmbH, Spezialist für die druckluftlose elektrische Automatisierung, hat auf der Motek in Stuttgart ein neues Kartesisches Robotersystem vorgestellt. Eingesetzt werden diese Kartesischen Robotersysteme vor allem bei Montage-, Positionier- und Handlings-Aufgaben, bei Pick-&-Place- und Palettier-Aufgaben sowie in der Qualitätssicherung in der gesamten Industrie.

Das auf den Linearantrieben der RCP6-Serie aufbauende zwei- und dreiachsige Kartesische Robotersystem der neuen IK2- und IK3-Serie verfügt über hochauflösende batterielose Absolut-Encoder. Dadurch sollen nun auch bei den Kartesischen Robotern alle Vorteile dieser Technologie voll zum Tragen kommen. Das sind unter anderen der Entfall von Referenzfahrten und einem Home-Sensor, der ersatzlose Wegfall von Batteriewartungen und das problemlose Wiederanfahren nach einem Not-Aus.

396 verschiedenen Aufbauoptionen

Die neuen Kartesischen Roboter der IK2-Serie (sowohl in X/Y- als auch in Y/Z-Achskombination erhältlich) und der IK3-Serie können in 396 verschiedenen Aufbauoptionen für alle denkbaren Anwendungen in vielen Industriezweigen ausgewählt werden. Zur Verfügung stehen die IK2-Systeme in Achslängen bis zu 1.100 x 500 mm (X/Y-Achse), beide Achsen sind jeweils in 50-mm-Schritten konfigurierbar. Die IK3-Systeme können in Längen bis zu 1.100 x 500 x 300 mm (X/Y/Z-System) geordert werden, ebenfalls sind alle Achsen in 50-mm-Schritten konfigurierbar. Bei allen Kartesischen Robotersystemen liegt die Wiederholgenauigkeit bei +/- 0,01 mm. Alle vertikal eingesetzte Achsen können zudem mit einer Bremse ausgestattet werden, damit bei einer Unterbrechung der Stromversorgung ein Absinken des Schlittens verhindert wird.

Mehr Geschwindigkeit für reduzierte Zykluszeiten

Verglichen mit der Vorgängerserie, besitzt die neue Generation der Kartesischen Roboter in Kombination mit einer PowerCON-Steuerung laut Hersteller eine um den Faktor 2,4 erhöhte Höchstgeschwindigkeit. Dadurch sollen die Zykluszeiten deutlich reduziert und folglich die Produktivität spürbar erhöht werden. Zudem können über die Multiachssteuerung ebenfalls noch elektrische Greifer oder Rotationsachsen vollständig integriert und auf diesem Wege bereits ein voll einsatzfähiges 4- oder 5-Achssystem angeboten werden.

Bessere Adaption an Applikationsbedingungen

Kartesische Robotersysteme können sehr häufig auf Grund ihrer Modularität besser an die jeweiligen Applikationsbedingungen adaptiert werden als klassische Roboterlösungen. Aus diesem Grund wollen diese energieeffizienten und kostengünstigen 2D- und 3D-Systeme auch sehr häufig weitere Vorteile bieten, wie den geringeren Platzbedarf und nur genau die Funktionalität, die in der jeweiligen Anwendung auch tatsächlich benötigt wird.

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