Konsolidierung und Automatisierung entlasten die IT-Teams

Einfacher Storage: Sechs Regeln gegen die IT-Komplexität

Moderne Storage-Infrastrukturen müssen Daten sicher verwalten, flexibel skalieren und sich nahtlos in bestehende IT-Umgebungen integrieren.

Bild: iStock, pavlinec
09.09.2026

Viele Unternehmen sehen sich mit rasant wachsenden Datenmengen und zunehmend komplexen Storage-Umgebungen konfrontiert. Vereinfachte Strukturen können die Zuverlässigkeit erhöhen und IT-Teams entlasten. So bleibt mehr Zeit für die wirklich wichtigen Aufgaben: Daten, Anwendungen und Innovationen. Doch was macht eine einfache Speicherinfrastruktur aus? Dell Technologies gibt einen Überblick.

Bei der Vereinfachung von Storage-Landschaften konzentrieren sich Unternehmen meist auf die Management-Tools. Diese sollen einfach bedienbare Oberflächen und möglichst viele Automatisierungsfunktionen bieten – beides fraglos wichtig, um das IT-Team bei Routineaufgaben und dem Troubleshooting zu unterstützen. Neben dieser operativen Perspektive müssen Unternehmen allerdings auch die strategische Perspektive im Blick behalten. Schließlich soll der Storage dazu beitragen, die digitale Transformation, KI-Initiativen und Multi-Cloud-Strategien voranzutreiben – und das, ohne Komplexität aufzubauen und unvorhersehbare Kosten zu verursachen. Wirklich „einfach“ ist Storage im Grunde nur, wenn er die folgenden Kriterien erfüllt:

Einfache Architektur: Eine der wichtigsten Ursachen für hohe Komplexität sind historisch gewachsene Storage-Landschaften mit vielen verschiedenen Systemen, Betriebsmodellen und Tools. Die Konsolidierung der Plattformen ist daher der erste Schritt zur Vereinfachung: Lösungen, die Block und File Storage vereinen, reduzieren den Verwaltungsaufwand und erleichtern die Datennutzung. Zugleich verhindern sie Probleme wie Fehlkonfigurationen und Sicherheitslücken, die sich aus der Vielzahl an Schnittstellen und Software-Versionen ergeben. Eine Ende-zu-Ende-NVMe-Architektur garantiert darüber hinaus eine hohe Performance – ganz ohne kontinuierliches Tuning.

Einfache Skalierung und Verfügbarkeit: Während Standardanwendungen meist ein gleichmäßiges Datenwachstum verursachen, gehen KI- und andere Innovationsprojekte oft mit sprunghaft steigenden Datenmengen einher. Storage-Architekturen, die sowohl Scale-up als auch Scale-out unterstützen, erlauben eine bedarfsgerechte Erweiterung mit einzelnen Laufwerken sowie zusätzlichen Systemen. Ebenso sollte die Architektur von Haus aus eine hohe Verfügbarkeit sicherstellen, damit IT-Teams nicht separate Lösungen nachrüsten müssen. Wichtig sind unter anderem RAID oder andere Ansätze, die Daten redundant über mehrere Medien verteilen, sowie Replikationen, Metro-Cluster-Konfigurationen und Snapshots.

Einfache Effizienz- und Kostensteuerung: Eine leistungsfähige Datenreduktion ist der Schlüssel für die optimale Nutzung der verfügbaren Speicherkapazitäten und die Kontrolle der Storage-Kosten. Komprimierung und Deduplizierung sollten Hardware-Beschleunigung nutzen, damit sie dauerhaft eingesetzt werden können und Unternehmen nicht zwischen Kosteneffizienz und Storage-Performance wählen müssen. Am effizientesten ist meist eine Inline-Deduplizierung mit variablen Blocklängen – wobei sich Unternehmen bei den Reduktionsraten nicht auf Versprechungen verlassen, sondern vertragliche Garantien einfordern sollten. Darüber hinaus tragen Systeme mit niedrigem Energieverbrauch und Kühlbedarf zur Kosteneffizienz bei.

Einfacher Betrieb: Heterogene System- und Tool-Landschaften sorgen für einen hohen manuellen Verwaltungsaufwand mit vielen Sonderfällen und Workarounds, sodass IT-Teams viel Zeit mit alltäglichen Aufgaben wie Provisionierung, Lastverteilung und Troubleshooting verbringen. Moderne Storage-Plattformen bieten ein zentralisiertes Management mit geführten Workflows, umfangreichen Automatismen und detaillierten Analysen, die bei der Planung, Optimierung und Fehlersuche unterstützen. Dadurch wird der Storage-Betrieb insgesamt verlässlicher und das IT-Team ist seltener mit „Fire Fighting“ beschäftigt, weil Probleme behoben werden können, bevor sie akut werden. Vor allem KI und Machine Learning haben die Automatisierungs- und Analysefunktionen inzwischen auf ein ganz neues Level gehoben.

Einfache Integrationen: Da Storage nicht isoliert betrieben wird, muss er sich nahtlos in die bestehenden Plattformen und Prozesse einfügen, insbesondere in Virtualisierungsplattformen, Cloud-Umgebungen und Backup-Lösungen. Dafür braucht es Schnittstellen und Plug-ins, sodass IT-Teams beispielsweise Storage-Ressourcen über vCenter bereitstellen oder Datensicherungen direkt über die Oberflächen der Speichersysteme einrichten können. Das Ziel sollte ein Ökosystem aus Lösungen sein, das perfekt zusammenspielt und ein ständiges Springen zwischen verschiedenen Tools und Oberflächen überflüssig macht.

Einfache Migrationen und Modernisierungen: Damit moderne Storage-Systeme nicht nach wenigen Jahren selbst zum Legacy-Storage werden und aufwendige Migrationsprojekte erfordern, müssen sie klare Modernisierungspfade bieten. Das heißt, dass ihre Anbieter sie nicht nur langfristig weiterentwickeln und mit Aktualisierungen versorgen, sondern idealerweise auch auf Container-basierte Microservice-Architekturen setzen sollten. Diese erlauben es, neue Funktionen komfortabel und unterbrechungsfrei via Software-Update einzuspielen – ohne Plattformwechsel und den damit verbundenen großflächigen Hardware-Austausch. Darüber hinaus sollten Unternehmen auf integrierte Tools etwa für Daten-Importe achten, um die initiale Einführung oder den Umzug von Workloads auf andere Systeme zu erleichtern.

„Komplexität ist der Feind eines effizienten Storage-Managemcents und verhindert, dass IT-Teams ihre Systemlandschaften für neue Anforderungen fit machen und die Qualität von Storage-Services erhöhen können“, betont Christian Winterfeldt, Senior Director Datacenter Sales DACH bei Dell Technologies. „Eine Vereinfachung von Storage-Infrastrukturen ist die Basis dafür, dass Storage zuverlässig und effizient im Hintergrund funktioniert und das IT-Team nur in Ausnahmesituationen gezielt eingreifen muss. Dadurch entstehen Freiräume, um wichtige Daten- und Anwendungsprojekte voranzutreiben.“

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  • Christian Winterfeldt, Senior Director Datacenter Sales DACH bei Dell Technologies.

    Christian Winterfeldt, Senior Director Datacenter Sales DACH bei Dell Technologies.

    Bild: Dell Technologies

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