Der FieldConnex Multi-Input/Output im Gehäuse ist für Signale in jedem explosionsgefährdeten Bereich zertifiziert.

Bild: Pepperl+Fuchs

Feldbus-Infrastruktur Einfache Verbindung in jedem Ex-Bereich

01.10.2019

Der FieldConnex Multi-Input/Output ist in der Lage, vier verschiedene Signaltypen mit jedem beliebigen Leitsystem über digitale Kommunikation zu verbinden. Das Gerät kombiniert dabei Eigensicherheit mit einfacher Konfiguration, Installation und Handhabung für diskrete Signale in allen Zonen und Divisionen.

Das Feldbusprodukt FieldConnex Multi-Input/Output (MIO) ist laut Pepperl+Fuchs das einzige, das eigensichere Ein- und Ausgänge für diskrete Signale in Zone 0 und Division 1 mit vier Funktionsvarianten bietet. Mit seinem robusten Design verfügt das MIO über eine Zertifizierung für den Einbau in Zone 1 und Division 2.

Das Gerät lässt sich zur Überwachung und Steuerung von vier verschiedenen Arten von diskreten Signalen über die Protokolle Foundation Fieldbus H1 und Profibus PA verwenden. Es kann dabei folgende Funktionen erfüllen:

  • Überwachung des Status von bis zu zwölf Namur-Sensoren

  • Steuern von bis zu vier Ventilen, einschließlich Positionsrückmeldung und automatischem Teilhubtest

  • Erfassung von Vibrationsgrenzschaltern

  • Signale von Impuls- und Frequenzsignalen

Durch diese neueste Funktion kann der Anwender den Stillstand von Motoren überwachen, wo dies kritisch für die Sicherheit und Verfügbarkeit der Anlage ist.

Ventile überwachen und vorausschauend warten

Bei der Ventilüberwachung mit integrierter Losbrech- und Laufzeitüberwachung sendet der MIO ein Alarmsignal und zeigt Handlungsbedarf an, sobald eingestellte Grenzwerte überschritten werden.Darüber hinaus werden mittels automatischer Teilhubtests Ventile gangbar gehalten, die selten betätigt werden.

Diese Eigenschaften ermöglichen eine gezielte und vorausschauende Wartung für verlängerte Wartungsintervalle sowie hohe Effizienz und Sicherheit. Aufgrund der Warnmeldungen können Teams eingreifen, bevor der Anlagenbetrieb gefährdet ist. Damit lassen sich ungeplante Ausfallzeiten beseitigen und eine möglichst hohe Rentabilität der Prozessanlagen erreichen.

Kein Eingriff in die Leittechnik oder SPS notwendig

Die Produktteams von Pepperl+Fuchs haben darauf geachtet, dass der MIO mit bestehenden FieldConnex-Produkten wie FieldConnex-Ventilkoppler und Binäreingang kompatibel ist. Auf Anforderung des Steuerungssystems identifiziert sich der MIO selbstständig als eines dieser Produkte. So kann ein Austausch im laufenden Betrieb erfolgen, ohne dass in die Leittechnik oder die speicherprogrammierbare Steuerung eingegriffen werden muss. Die verbesserte Kabeldurchführung und der großzügige Klemmenraum ermöglichen dabei einen einfachen Anschluss.

Alle Ein- und Ausgänge sind eigensicher. Instrumentenprofile ermöglichen eine komfortable Handhabung. Ein- und Ausgangskanäle können gemeinsam oder einzeln eingestellt werden.

Wird der MIO in unmittelbarer Nähe des Sensors installiert, begünstigt das eine effiziente Anlagenplanung und einen geringen Verdrahtungsaufwand. Betriebsleiter erhalten ein kostengünstiges System-Upgrade, bei dem die installierte Basis von Sensoren und Aktoren mit entsprechender Verkabelung erhalten bleibt.

Fertig verdrahtet lieferbar

Der FieldConnex Multi-Input/Output ist in den Gehäusevarianten Aluminium, glasfaserverstärktes Polyester und Edelstahl oder zur Montage auf der Hutschiene erhältlich. Engineering-Teams in den Solution-Engineering-Zentren von Pepperl+Fuchs liefern auf Wunsch Gehäuse mit allen Produkten verdrahtet, getestet und zertifiziert. Anwender des Systems profitieren von kostengünstigen Engineering- und Installationskosten für Neuanlagen und Modernisierungsprojekte.

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel